[Rezension] Shadowrun: Alter Ego (Roman)

© Pegasus Press

Shadowrunner bewegen sich immer am Rande der Legalität. Sie greifen dort ein, wo den staatlichen Organisationen die Hände gebunden sind oder wenn sich gewisse Leute aus höheren Kreisen oder den Konzernen die Hände nicht die Hände schmutzig machen wollen. Und einige verbringen ihr Leben in den Schatten, merken langsam, wie das Leben sie dort allmählich auffrisst. So geht es dem Helden von „Alter Ego“ dem ersten Shadowrun-Roman aus der Tastatur von Mike Krzywik-Groß.

INHALT
Paul Dante ist schon viele Jahre Privatschnüffler und Magier. Allerdings merkt er auch, dass er langsam aber sicher am Ende ist und es vermutlich nicht mehr lange im Berliner Großstadtdschungel aushalten wird, vor allem, wenn er im Chaos des Sprawl immer mehr zerrieben wird. Denn die Stadt ist ein Schmelztiegel vieler Völker und Gruppen, die Aufträge werden dementsprechend hart.

Deshalb scheint es leicht verdientes Geld zu sein, als ihn Malin Novak, Managerin des Zeta—Impchem-Konzerns, ihn anwirbt, um einen Lokalpolitiker zu finden, der erst vor kurzem spurlos verschwunden ist.

Auf der Sonnenseite des Sprawl zu arbeiten ist einmal etwas anderes, aber der abgehalfterte Detektiv muss schon bald erkennen, dass viel mehr dahinter steckt und er zusammen mit seinem Team schon bald in einem Geflecht von Lügen und Intrigen steckt, das sie alle schneller umbringen könnte, als ihnen lieb ist. Nach einem Anschlag erkennt Paul, das er in ein Wespennest gestochen und eine Lawine ins Rollen gebracht hat, die ihn und den anderen verschütten könnte.

MEDAIDATEN

…Autor: Mike Krzywik-Groß
…Verlag: Pegasus Press
…Format: Taschenbuch (alternativ eBook)
…Seiten: 384
…Erschienen: Oktober 2018
…ISBN: 978-3957891808
…Preis: 12,95 EUR

MEINE MEINUNG
Die Handlung ist klassisch für das Rollenspiel. Zunächst scheint der Auftrag eher leicht verdiente Creds zu sein, dann aber – kaum das der Held und seine Freunde die Nase tiefer in alles gesteckt haben – geht es rund, und sie müssen um ihr Leben fürchten. Nach und nach enthüllt sich etwas vor ihnen, was auch ihre Welt erschüttern könnte. Und das Überleben ist nun natürlich auch ganz und gar nicht mehr garantiert.

Krzywik-Groß nimmt sich die Zeit, den Leser in Paul Dante und seine Welt einzuführen. Er arbeitet die Besonderheiten des Molochs Berlin heraus, nutzt die Gelegenheit auch die anderen wichtigen Figuren einzuführen und dabei erste kleine Andeutungen fallen zu lassen, die allerdings erst zum Ende hin deutlicher werden.

Die Handlung ist geschickt aufgebaut, Action sorgt ebenso für Spannung wie die immer deutlicher werdenden Geheimnisse, die den Auftrag am Ende zu einem lebensgefährlichen Trip für alle Beteiligten machen.

Und wie man sich denken kann, kommen natürlich auch nicht alle Beteiligten lebend aus der Sache heraus. Trotz der ganzen Klischees bleibt die Geschichte unvorhersehbar und bietet daher von der ersten bis zur letzten Seite ein Lesevergnügen. Auch die Auflösung des ganzen Dilemmas kann sich sehen lassen ist sie doch im Verlauf der Geschehnisse gut vorbereitet worden.

Die Figuren erhalten mal mehr mal weniger Profil, aber es reicht aus, um zu einigen der wichtigeren Heiden genug Sympathien aufzubauen, um mit ihnen mitzufiebern.

„Alter Ego“ ist ein geschickt konzipierter Shadowrun-Roman, der aus einem klassischen Abenteuer des Rollenspiels eine spannende und immer wieder überraschende Geschichte macht, den man deshalb viele Klischees gerne verzeiht.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Egos

von: Kris & Würfelheld

 

 

Werbeanzeigen

Ein Gedanke zu „[Rezension] Shadowrun: Alter Ego (Roman)“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s