[Rezension] Wearing the Cape: Astras Bewährungsprobe (Roman, Superhelden)

© Feder & Schwert

In der „Wearing the Cape“-Romanreihe ließ uns Marion G. Harmon an der Entwicklungsgeschichte einer jungen Superheldin teilnehmen. Hope Corrigan hatte niemals angenommen, so etwas zu werden, bis ihre Kräfte erwachten, aber nun ist sie mehr oder weniger in die Welt der Chicagoer Sentinels hineingewachsen. Aber auch auf sie wartet ein Moment, in der alles, was sie inzwischen gelernt hat, in Frage gestellt wird, denn nun kommt „Astras Bewährungsprobe“.

INHALT
Nicht alle der „Erwachten“ stellen ihre Kräfte in den Dienst der Menschheit, bei einigen befeuern diese auch das eigene Ego und die kriminelle Ader. Und einige tun sich zu ganzen Gruppen zusammen und machen den Sentinels gemeinsam das Leben schwer. Das hat Hope schon in ihrer Lehrzeit zu spüren bekommen, denn sie musste mitansehen wie ihr Mentor und Freund Atlas, später auch andere Kameraden ihr Leben verloren.

Zwar konnten sie und der Rest die Superschurken-Organisation „Villains Inc.“ erst einmal besiegen und deren Mitglieder ausschalten oder in alle Winde zerstreuen, aber die Gefahren werden nicht weniger.

In der Politik und Gesellschaft rühren sich die Stimmen, die ein strengeres Reglement gegenüber den „Erwachten“ fordern, eine vollständige Offenlegung der Identität und der Kräfte bei gleichzeitiger Registrierung.

Gleichzeitig scheint man aber auch beim Militär ein besonderes Interesse an den Superhelden zu haben. Und nicht zuletzt ist da der „Green Man, dessen Anschläge die volle Aufmerksamkeit der Helden fordern.

Astra bekommt in dieser Zeit auch noch die Aufsicht über ein paar jüngere Erwachte übertragen, junge Menschen in ihrem Altern, die auch erst lernen müssen, ihre Gaben gezielt einzusetzen, übernimmt nun die Mentorenrolle, die vor ein paar Monaten auch noch Atlas inne hatte. Immerhin stellen dass ihre Teamleiter so geschickt an, dass sie das erst am Ende wirklich realisiert und bis dahin auch schon in ihre neuen Aufgaben hinein gewachsen ist.

Bis es so weit ist, darf sie sich mit den üblichen Problemen von jungen Superhelden herumschlagen – Geheimidentität ja oder nein? Wie kann sie, wenn sie ihr zweites Leben verborgen halten will unter eine Kappe bringen, dass sie neben ihrem Studium und der Zeit unter den normalen Freunden auch noch eine Superheldin ist.

Und dann steht ihr auch noch eine Prüfung bevor, die besonders schwer für sie werden wird – wie für jeden anderen, der sich mittlerweile an seine Fähigkeiten gewöhnt hatte.

MEDIADATEN

…Autor: Marion G. Harmon
…Übersetzung: Daniel Meyer
…Verlag: Feder & Schwert
…Reihe: Wearing the Cape #3
…Format:
 Taschenbuch
…Seiten: 392
…Erschienen: Oktober 2018
…ISBN: 978-3867622998
…Preis: 12,95 EUR (eBook: 8,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Das schöne an Marion G. Harmons Roman ist, dass er sich zwar viele Klischees aus dem Superhelden-Genre bedient, aber dennoch keinen Hehl daraus macht, dass die übersinnlich Begabten auch normale Menschen mit Stärken und Schwächen sind, die gelegentlich ins Fettnäpfchen treten.

Wie sehr sich Astra entwickelt hat, zeigt der Vergleich mit den jüngeren Sentinels, die ebenfalls zu Wort kommen und Teile der Geschichte aus ihrer Sicht erzählen, vor allem einer von ihnen.

Wie immer ist die Geschichte sehr flüssig geschrieben und actionreich gehalten, so dass keine Langeweile aufkommt. Das Ende ist in sich geschlossen und wartet vorher noch mit ein paar netten Überraschungen auf, so dass man sich sicher sein kann, dass man als Leser nicht das letzte Mal von Astra gehört hat.

Allerdings ist schon die Kenntnis der vorhergehenden Romane von Nöten um zu verstehen, wer genau die Figuren sind und wie sie zueinander stehen oder was sie verbindet.

Auch in „Astras Bewährungsprobe“, dem dritten Roman der „Wearing the Cape“-Trilogie beweist Marion G. Harmon, dass Autoren dem Superhelden-Genre trotz aller Klischees neue Facetten abgewinnen kann. Wieder schöpft er aus dem Vollen und bietet spannende, aber auch sehr menschliche, Abenteuer um seine junge Heldin, die immer noch versucht, beide Seiten ihres Lebens unter einen Hut zu bringen und dabei sie selbst zu bleiben versucht.

MEINE WERTUNG
4,25 von 5 Superhelden

von: Kris

 

 

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