[Rezension] Die Herren von Nebelheim (Roman, Fantasy)

© Amrun Verlag

Mit ihren „Abrantes“-Romanen hat Susanne Pavlovic Fantasygeschichten geschaffen, die ihren eigenen Weg gehen und nicht unbedingt die erfolgreichen Vorbilder oder Trends aus den Medien nachahmen. Ihre Figuren sind unverwechselbar, ebenso wie die Abenteuer, die nicht immer das bieten, was die Masse erwartet. Auch „Die Herren von Nebelheim“, ihr neuster Roman geht diesen Weg.

INHALT
Auch wenn wieder Frieden herrscht, so kommen Krona und ihre Freunde doch nicht wirklich zur Ruhe, denn es kommen immer wieder neue Überraschungen zum Vorschein. Nicht nur, dass die junge Königin hohen Besuch aus den Nachbarländern erwartet – eine Delegation der Zwerge ist bereits angekommen und auch die Elfen wollen der Herrscherin Ehrerbietung erweisen, auch im Untergrund rumort es gewaltig. Denn durch den Hinweis eines der Gäste, schaut man sich genauer im alten Bergwerksstollen-Labyrinth unter der Burg um und entdeckt dabei sehr unangenehme Bewohner.

Und als wäre das nicht genug, standen Krona und Wolfram nur kurze Zeit später durch einen Zauberspiegel in einer Welt, die nicht mehr die ihre ist? Sie müssen erkennen, dass ihnen gerade ein Einblick in etwas gewährt wird, was sie um jeden Preis verhindern müssen, wenn sie nicht wollen, dass das Abrantes, was sie kennen und lieben, untergehen wird.

MEDIADATEN

…Autorin: Susanne Pavlovic
…Verlag: Amrun Verlag
…Format: broschiert
…Seiten: 328
…Erschienen: August 2018
…ISBN: 978-3958693494
…Preis: 13,00 EUR (eBook: 4,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Krona Karagin ist nicht nur als Kriegerin eine Veteranin, auch im normalen Leben gibt es nichts, was sie sie noch nicht gesehen oder erlebt hat, deshalb lässt sie es sich auch am Hofe ihrer Königin und Freundin nicht gefallen das irgendwelche Ritter ihr Vorschriften machen wollen. Deshalb lesen sich auch die Erkundungen des Untergrundes eher wie die Aufzeichnungen einer Rollenspielrunde – das aber im positiven Sinne. Die Figuren sind keine Überhelden, die nichts schrecken kann, sondern lebende und atmende Menschen, die manchmal das Offensichtliche übersehen, Angst haben oder falsche Entscheidungen treffen. Wie im wirklichen Leben kann man auch hier nicht damit rechnen, dass die Hauptfiguren ungeschoren aus der Sache heraus kommen.

Eher im Gegenteil – auch die unfreiwillige Reise, ist eher ein ärgerlicher Unfall als Absicht, hilft den Charakteren aber dabei, etwas zu entdecken, was sie eventuell verhindern können, wenn sie einen Weg zurück finden.

Allein bei der Beendigung des Konfliktes macht es sich die Autorin etwas leichter als man es von ihr gewohnt ist, hier zaubert sie eine Lösung hervor, die dann doch nicht ganz so überzeugend wird, weil aus der Luft gegriffen.

Das trübt den guten Eindruck ein wenig, alles andere stimmt wieder – die Figuren sind lebende und atmende Menschen, die sich ziemlich normal anfühlen, die Handlung spart nicht an kleinen aber feinen Wendungen und die Schilderungen bleiben angenehm nahe an der Realität. Auch Kitsch und überzogene Romantik sucht man vergebens, dafür kann sich das Abenteuer selbst von der Spannung her sehen lassen.

Alles in allem kommt „Die Herren von Nebelheim“ nicht ganz an frühere „Abrantes“-Romane heran, ragt aber dennoch immer noch aus der Masse der Fantasy-Titel heraus, weil die Autorin wie immer Klischees vermeidet oder bewusst mit den Erwartungen der Leser spielt.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Spiegeln

von: Kris

 

 

 

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