[Rezension] Roma Nova (Roman, Sience Fiction)

© Bastei Lübbe

Die gelernte Buchhändlerin Judith Vogt (und ihr Schreibpartner Christian sind) ist schon lange im Genre des Steampunk und der Fantasy unterwegs. Nun, da die Grenzen verschwimmen, wagt sie sich auch in den Bereich der Space Opera und vermischt in „Roma Nova“ Elemente historischer Ereignisse mit einem futuristischen Setting.

INHALT
Von ihrem Planeten aus, haben die Römer ein viele Systeme umspannendes Reich geschaffen und viele andere Völker unterjocht, damit aber auch schlafende Feinde geweckt, die nur darauf lauern, das Reich anzugreifen, so wie die Dämonen, die sich innerhalb des Mare Nostrum verbergen.

Ein Überfall auf das Sternenschiff des mächtigen Legaten Lucius Marinus bringt die Ereignisse nach und nach ins Rollen. Denn die Seherin Marisa, die sie befreien, während alle anderen sterben, hat ein klares Ziel vor Augen und auch die Werkzeuge, die es für sie erreichen können: Die Gladiatoren, die zum Vergnügen der Römer ihr Leben in der Arena aufs Spiel setzen, allen voran Spartacus, ihr Mann …

MEDIADATEN

…Autorin: Judith Vogt
…Verlag: Bastei Lübbe
…Format: broschiert
…Seiten: 622
…Erschienen: Juli 2018
…ISBN:  978-3404209149
…Preis: 11,00 EUR (eBook: 8,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Auch wenn man in Geschichte nicht gerade bewandert ist und kaum Kenntnis über das erste vorchristliche Jahrhundert hat, so ist der Sklavenaufstand des Spartacus doch vielen durch Filme und Bücher ein Begriff. Diese historischen Ereignisse, einige ihrer Schlüsselfiguren und auch die politischen Intrigen im Hintergrund nutzt Judith C. Vogt um ihre eigene Geschichte zu spinnen, die den historischen Entwicklungen natürlich nur bedingt folgt.

Sie bewegt sich dabei auf verschiedenen Schauplätzen – nicht nur in der Arena und unter den Gladiatoren, sondern auch im römischen Adel, in dem Machtgier und Dekadenz einander die Hand reichen.

Verschiedene Figuren verbinden diese beiden Welten miteinander, so wie die Patriziertochter Constantia und der junge Gladiator Ianos, die als wichtige Identifikationsfiguren für die Leser dienen und dem Leser helfen in die Welt einzutauchen. Beide werden ausreichend charakterisiert, um sympathisch zu wirken.

Einige der Nebenfiguren besitzen genug Ecken und Kanten, sorgen für die ein oder andere Wendung, die die Geschichte nicht in allem vorhersehbar wirken lässt.

Der Stil ist flüssig, die Handlung wird flott erzählt und hat keine Längen, denn immer dann, wenn sie ins Stocken gerät sorgen Action und Entwicklungen für neue Spannung.

Dem Roman könnte man allenfalls vorwerfen, das das Setting beliebig und austauschbar ist, denn letztendlich sind Wissenschaft und Technik einfach nur Ambiente, werden nicht erklärt oder sind maßgeblich für das von den Figuren getragene Geschehen. Aber das ist eigentlich für das Genre der Space Opera normal – man denke nur einmal an „Star Wars“, in dem auch davon ausgegangen wird, dass die Technik funktioniert, aber gerade in den Anfangstagen nicht erklärt wurde, wie.

„Roma Nova“ ist Space Opera, wie sie im Buche steht, voller Intrigen und Action, übergroßen tragischen Helden und einem Hauch von Magie – flott erzählt und kurzweilig verfasst. Nur sollte man sich im Klaren sein, dass Technik und Wissenschaft in der Geschichte keine besondere Rolle spielen und der Roman in erster Linie unterhalten, aber nicht belehren und kritisieren will.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Römern

von: Kris

 

 

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