[Rezension] Doctor Strange 006 – Der Hexer von New York (Comic, Superhelden)

© Panini

Oha. Da darf ich auf meine alten Tage nochmal Marvel-Superhelden-Comics rezensieren…

INHALT
Verdammte Axt! Was ist das denn? Da verrät der Klappentext schon gute 97% des Inhaltes und machen einen Teil der Rezension schonmal mehr als überflüssig.

Yepp. New York liegt unter einer Kuppel (Hi, Mr. King!) und Hydra herrscht mit einem amtlichen Schreckensregime. Diverseste Superhelden versuchen sich dagegen aufzulehnen, sehen aber größtenteils eher alt aus. In den ersten 4 der 6 Bände dieser Sammlung hat ein Bösewicht (ich verrate nicht, wer es ist, denn das ist das Einzige, was auch der Klappentext euch nicht verrät) sich Dr. Stranges Penthouse-Wohnung unter den Nagel gerissen und ihn von einem großen Teil seiner Macht abgeschnitten. Gemeinsam mit ein paar „Freunden“ gelingt es aber, den Schergen des Bösen in einen großen Entscheidungskampf zu verwickeln, in dem es vielleicht sogar gelingt, die Kuppel über New York zu zerstören.

Unterwegs geschehen einige denkwürdige Dinge, wie Wilson Fisk, der mit seiner Blechschleuder (Mmmmhhh, das Wort wollte ich seit 1990 immer mal irgendwo verwenden) in den Kopf einer gigantischen Monstrosität springt, um einen plötzlichen Hirntod herbeizuführen, Ben Urich (den ich vorher überhaupt nicht kannte, aber jetzt schon liebe), der zum Ritter des Lichts wird und auf dem Weg dahin was von LARP und Advanced Dungeons & Dragons erzählt oder Spider-Woman, die zeigt, wie man mit einem Jagdfliger richtig umzugehen hat. Super-unterhaltsam das Ganze.

In der fünften Geschichte des Bandes bekommt es der Doktor (nicht WHO!!!) mit seiner Vergangenheit zu tun. Die Geschichte ist nicht so der Bringer, aber witzigerweise sieht gerade in dieser Story der Protagonist sehr nach Benedict Cumberbatch aus. Mal sehen, ob die Entwicklung in den Comics weiter in diese Richtung gehen wird.

Die finale Story gefällt mir, der ich von der Fantasy her komme, dann wieder ausgezeichnet. Wie es gar nicht anders sein kann, stolpern Dr. Strange und Zelma direkt unter Queens über einen antiken Tempel, wo sie auch stante pede von ein paar fiesen Kreaturen attackiert werden.Mit Axt, Magie und coolen Sprüchen fegt er sie hinfort, nicht ohne eine passende Lektion für seine Azubine parat zu haben. Gerade vom Thema und düsteren Zeichenstil her ein absolut würdiger Abschluss – lasst Sammelband 7 anrollen!

MEDIADATEN

…Autoren: Dennis Hopeless, John Barber, Niko Henrichon (Zeichner)
…Verlag: Marvel / Panini
…Format: Taschenbuch Sammelband, Bände 21 bis 26
…Seiten: ca. 140
…Erschienen: Juni 2018
…ISBN: 978-3741606311
…Preis: 16,99 Euro

MEINE MEINUNG
Klasse. Ich durfte durch den Würfelhelden erstmals seit Mitte der 80er wieder Superhelden-Comics konsumieren und muss sagen, dass da derzeit einiges richtig gemacht wird. Gerade die ersten vier zusammenhängenden Geschichten des Bandes haben mir ausgezeichnet gefallen mit ihrer sehr variablen Geschichte, den vielen unterschiedlichen Helden und Bösewichten und einer mehr als abgefahrenen Story. Die beiden einbändigen Geschichten fallen da (an Epik und auch Stil der Illustrationen) etwas ab, arbeiten aber schön den Charakter von Dr. Strange weiter heraus. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände – sind gekauft!

MEINE WERTUNG
4 von 5 ungewühnliche Verbündete

von: Mo

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