[Rezension] Die Kreuzfahrerstaße (Roman, Fantasy, Pathfinder)

© Feder & Schwert

Michael A. Stackpole ist schon ein alter Hase, was Romane zu etablierten Welten betrifft und bewegt sich in allen phantastischen Genres sicher. Nun steuert er mit „Die Kreuzfahrerstraße“ auch einen Roman zur Welt der „Pathfinder-Saga“ bei.

INHALT
Fürstin Tyressa Vishov kann nicht verhindern, dass ihre Familie aufgrund von Intrigen ihre Ländereien in Ustalav verliert und dann auch noch verbannt wird. Soll sie mit dem verbliebenen Besitz ein armseliges Leben fristen und hoffen, dass ihre Kinder es irgendwann einmal wieder schaffen, gesellschaftlich aufzusteigen, oder wagt sie den Weg ins Ungewisse.

Tatsächlich entscheidet sie sich dafür, mit allen, die sie begleiten wollen, in die wilden und noch nicht erschlossenen Flusskönigreiche vorzustoßen und dort eine neue Existenz aufzubauen und findet auch einige Unterstützer, die sie mit den notwendigen Dingen versorgen.

Der Schritt ist gewagt, denn in den Wäldern lauern viele Gefahren, angefangen mit den Feenwesen, Ogern und Goblins, hin zu Räuberbanden und Raubrittern. Und können sie wirklich jedem der anderen Siedler trauen, die sich bereits in der Wildnis niedergelassen haben?

Der Baron von Schwarzbach macht sehr schnell deutlich, dass er keine Konkurrenz zulassen wird, aber Tyressa und ihre Kinder sind bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen, was auch immer auf sie zukommen mag. Und dass jeder von ihnen besondere Talente hat, das zeigt sich schon bald.

MEDIADATEN

…Autor: Michael A. Stackpole
…Übersetzung: Anke Steinbacher
…Verlag: Feder & Schwert
…Reihe: Pathfinder Saga
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 373
…Erschienen: Mai 2018
…ISBN: 978-3867622851
…Preis: 12,95 EUR (eBook: 8,99 EUR)

MEINE MEINUNG
In Pathfinder dreht es sich mehr oder weniger um die Erschließung noch unerforschter wilder Regionen am Rande der etablierten Königreiche. Der Spieler kann dabei in verschiedene Rollen schlüpfen – in den Romanen ist der Autor nur wenig an die Archetypen gebunden, auch wenn er die ein oder anderen in der Geschichte auftauchen lässt.

Erzählt wird eine typische Siedler-Geschichte, wie man sie aus Wildwest-Romanen und anderen historischen Geschichten kennt.

Mit viel Mut und Naivität ziehen diejenigen, die den Neuanfang wagen wollen aus, einige von ihnen hadern recht schnell mit der Wildnis und den ihnen fehlenden Errungenschaften. Wer sich allerdings nicht anpassen will, geht schnell unter.

Wie man sich denken kann, umschiffen die Heldin und ihre Familie alle Klippen und lassen sich nicht beirren, Lady Tyressa ist eine starke Frau, die auch Kampfesmut beweist und sich nicht hinter ihren Männern verstecken muss, auch die verborgenen Talente ihrer Kinder kommen nach und nach ans Licht.

In der Hinsicht bietet die Geschichte keine Überraschungen, denn es wird dabei der ganze Katalog an gefährlichen und fruchtbaren Begegnungen abgespult, die vermutlich auch im Spiel selbst zu finden sind.

Allein das Ende wirkt ein wenig hastig, wird die Intrige, die für die Action sorgt, doch erst sehr spät eingeleitet. Gerade die Tatsachen, dass die Helden ihren wahren Gegenspieler nicht erkennen, lässt vermuten, dass es noch eine Fortsetzung geben wird.

Ansonsten ist die Handlung weitestgehend in sich geschlossen und bietet auf dem Weg dahin solide, wenn auch nicht tiefer gehende Unterhaltung. Die Figuren sind ausreichend charakterisiert, so dass man mit ihnen fühlt, wenngleich auch ohne Ecken und Kanten. Und tatsächlich muss man das Rollenspiel nicht kennen, um alles zu verstehen, denn die notwendigen Informationen werden im Roman selbst vermittelt.

„Die Kreuzfahrerstraße“ ist ein unterhaltsamer und solider Roman zur „Pathfinder-Saga“, der die wichtigsten Elemente des Rollenspiels herausarbeitet, aber auch diejenigen zu unterhalten weiß, die letzteres nicht kennen oder kennenlernen wollen sondern nur unterhaltsames Fantasy-Abenteuer lesen wollen.

MEINE WERTUNG
4,25 von 5 Ogern

#von: Kris

 

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