[Rezension] Phoenix und Affe (Roman, Splittermond #3)

© Feder & Schwert

Normalerweise bildet Judith Vogt mit ihrem Mann Christian ein sehr produktives Autorenteam, gelegentlich kann man sie aber auch solo erleben, wie bei diesem dritten Roman, der auf der Welt des Rollenspiels „Splittermond“ spielt. In „Phoenix und Affe“ taucht sie in fernöstliche Mythen ganz eigener Prägung ein.

INHALT
Zhihou, ehemals Schwertmeister und Soldat ist auf der Flucht – nicht nur vor den Häschern und Kopfgeldjägern, die ihn festsetzen wollen, weil er aus der Armee desertiert ist, sondern auch vor einem rachsüchtigen Geist, der ihn einst verflucht hat. Er sieht seine letzte Hoffnung darin, den Phönix-Kampfstil zu erlernen und als stummer Mönch durch die Lande zu ziehen, auch wenn das verboten ist.

Eine ganze Weile hadert er mit sich, doch dann trifft er auf Ming-Na, die selbst eine Schülerin dieser Kunst ist und zudem eine Karte besitzt, die sie beide zu einem geheimnisvollen Ort führen könnte – genau den, den Zhihou sucht. Aus diesem Grund nimmt er die junge Frau trotz erster Weigerung doch als Schülerin an und macht sich mit ihr auf eine gefahrvolle Reise durch das ihnen feindlich gesinnte Land.

MEDIADATEN

…Autor: Judith Vogt
…Verlag: Feder & Schwert
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 312
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3867622936
…Preis: 12,95 EUR

MEINE MEINUNG
Wenn Judith Vogt eines kann, dann ist es, sich in fremde Kulturen zu versetzen und die bekannten irdischen Elemente so zu mischen und mit eigenen Elementen zu versehen, dass eine interessante Kultur und Mythologie dabei heraus kommen. Ihre Helden sind trotz besonderer Fähigkeiten keine Superhelden, mehr als einmal scheinen Zhihou und Ming-Na am Ende ihrer Kraft und ihrer Möglichkeiten zu sein, denn ihre Feinde sind zahlreich und mächtig. Auch das Ende passt zum Geschehen und wirkt nicht aufgesetzt, gerade was die Helden betrifft

Zuvor darf man sie auf einer magischen Reise begleiten, in der viele Mythen lebendig sind und auch die Geister der Toten noch ein Wörtchen mitzureden haben. Sie erweckt damit das Szenario zum Leben, ohne es dem Leser schwer zu machen sich in die Handlung einzufinden oder diese mit all zu vielen Beschreibungen zu verlangsamen.

Das Wissen, was für die Geschichte notwendig ist, wurde geschickt in das Geschehen eingebunden, der Rest bleibt irrelevant, so dass auch Fans, die die das Rollenspiel nicht kennen, beim Lesen keine Verständnisprobleme haben. Es ist gerade einmal günstig Filme wie „A Chinese Ghost Story“ und den ein oder anderen historischen Fantasy-Anime gesehen zu haben, um das Ambiente besser zu verstehen.

Auch die Spannung ist gut aufgebaut, immer wieder sind kleine Hinweise und Andeutungen eingestreut, die deutlich machen, dass mehr hinter allem steckt, als man zunächst glauben mag.

„Phönix und Affe“ ist ein mehr als gelungener Roman aus der „Splittermond“-Welt, der alle Leser ansprechen dürfte, die ein Faible für fernöstliche Settings haben. Besonderes Vorwissen zum Rollenspiel ist nicht von Nöten um das Buch genießen zu können.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Affen

von: Kris

 

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