[Rezension] Das Sandschiff (Roman, Fantasy)

© Saphir im Stahl

Michael H. Schenk ist den meisten deutschen Lesern wohl durch seine Saga um „Die Pferdelords“ bekannt, die sich stilsicher durch die Gefilde der High-Fantasy bewegte. Mit „Sky-Troopers“ beweist der Autor, dass er sich auch in der Science Fiction zurecht findet, auch wenn man das im vierten Band „Das Sandschiff“ nicht recht glauben mag.

IHNALT
Joan Redfeather ist nicht nur die Tochter eines Admirals der Sky-Navy, sondern auch Anführerin eines Haufens knallharter Hunde unter den Sky-Troopers. Gemeinsam mit ihren Männern und Frauen ist sie immer da unterwegs, wo militärische Eingriffe nötig sind. Denn mit der „Schwarzen Bruderschaft“ gilt es Piraten auszuschalten, die immer wieder die Ressourcen des Direktorats angreifen. Und auch jetzt erwartet sie wieder ein solcher Einsatz, der nicht so einfach und überschaubar ist, wie er anfangs scheint.

Davon weiß Kare-Lano, der Kapitän des Sandschiffs Saranvaal nicht viel. Für ihn gibt es nur seine Mannschaft und der Kampf um das tägliche Überleben. Seine Beute sind die riesigen Krebse, die in der Einöde zu finden sind. Wie einst die Wale auf der Erde, so weidet er sie mit seinen Leuten aus, um die Ware dann zu verkaufen. Ausgerechnet im Magen der Kreaturen finden sich aber auch noch besonders begehrenswerte Schätze – unter anderem Kristalle, für die die Sternenmenschen sehr viel Geld bezahlen, weil sie heiß begehrt sind.

MEDIADATEN

…Autor: Michael H. Schenk
…Verlag: Saphir im Stahl
…Reihe: Sky-Troopers #4
…Format: gebunden
…Seiten: 391
…Erschienen Juni 2018
…ISBN: 978-3962860080
…Preis: 18,00 EUR (eBook: 9,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Die große Stärke des Autors ist es, fremde Gesellschaften zu erfinden und dann so zu beschreiben, dass sie dem Leser schnell vertraut sind. Das mag zwar gelegentlich auf Kosten der Action gehen, macht die Geschichte aber um so runder. Natürlich arbeitet er dabei mit Klischees, lehnt sich dabei aber an keine bestimmten Vorbilder an, so wie man zunächst danken mag.

Die Handlungsebenen bewegen sich für die Hälfte des Buches erst einmal nebeneinander her, da er sich die Zeit nimmt, überall die Weichen zu stellen und logisch zu begründen, warum die Sky-Trooper später eine entsprechende Allianz mit den Sandfahrern eingehen und welchen gemeinsamen Feind sie haben. Erst dann zieht auch die Action an, und damit auch ein wenig die Spannung.

Wie schon bei den Pferdelords konzentriert er sich auf bestimmte Personen, um ihnen Leben einzuhauchen und dem Leser so nahe zu bringen, dass man gerne mit diesen fiebert und so gut in die Handlung eintauchen.

Alles in allem erfindet er mit dem Roman vielleicht das Thema nicht neu, weiß es aber in eine gut durchdachte und gescheit getaktete Handlung zu packen und für Fans farbenprächtiger Space Opera ansprechend zu erzählen. Wer Military-SF vorzieht, könnte die Helden dagegen als etwas zu soft empfinden, das Erzähltempo als zu langsam.

Alles in allem richtet sich „Das Sandschiff“, der vierte Band der „Sky-Troopers“ an diejenigen die epische Geschichten vor exotischem Hintergrund mögen, in denen es zwar heiß hergeht, aber dennoch die Menschen und ihr Schicksal im Vordergrund stehen und nicht die reine Action, auch wenn der Roman natürlich nicht sonderlich in die Tiefe geht, sondern angenehme Unterhaltung bleibt.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Sandkörnern

von: Kris

 

Ein Gedanke zu „[Rezension] Das Sandschiff (Roman, Fantasy)“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s