[Rezension] Auferstanden (Roman, Horror, Vampire)

© Mantikore Verlag

M.R. Forbes scheint sich auf eine ganz bestimmte Art von Urban Fantasy spezialisieren zu wollen. Wie schon in „Der Nekromant“, so verbindet er auch in seiner neuen Serie „The Divine Chronicles“ Elemente aus Horror und Fantasy miteinander. Der erste Band „Auferstehung“ stellt die Weichen für diesen neuen, ganz auf der Erde beheimateten Kosmos.

INHALT
Landon Hamilton war sich eigentlich sicher tot zu sein und für seine Sünden büßen zu müssen, aber dann erwacht er auf der Insel mit der Freiheitsstatue und wird von einem geheimnisvollen Mann namens Ross begrüßt, der ihm enthüllt, dass er ein Diuscrucis sei, ein Wesen, dass die Blutlinien von Menschen, Dämonen und Engeln miteinander vereint. Mit den daraus resultierenden Kräften ist er dazu bestimmt, das Gleichgewicht zu bewahren, er darf sich niemals wirklich auf eine Seite schlagen.

Landon versucht das zu verstehen, aber aller Anfang wird schwer, vor allem wenn auch noch ein Vampir auf einen los geht und alles versaut, man erst einmal ohne Hilfsmittel herausfinden muss, was es eigentlich bedeutet, in dieser Rolle zu stecken.

Aber nach einem holprigen Start mausert sich der junge Mann und verschafft sich Respekt, kann bald sogar schon eine ungewöhnliche Gruppe um sich scharen – die Vampirin Rebecca ebenso wie den Engel Josette und den menschlichen Hacker Obi. Gemeinsam stellen sie sich nun den Plänen eines Erzdämons …

MEDIADATEN

…Autor: M. R. Forbes
…Übersetzung: Andrea Blendl
…Verlag: Mantikore Verlag
…Reihe: The Divine Chronicles #1
…Format: Paperback
…Seiten: 387
…Erschienen: April 2018
…ISBN: 978-3961880539
…Preis:  13,95 EUR (eBook: 9,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Eines versteht der Autor schon, flott und mitreißend zu schreiben, dass man ihm nicht übel nimmt, dass er ganz gerne die gängigsten Klischees miteinander vermischt. Vielleicht ist es auch einfach die Tatsache, das Helden besser ankommen, die sich erst einmal ordentlich auf die Nase legen und nicht wirklich viel geregelt bekommen, ehe sie dann doch am Ende zur Höchstform auflaufen und dann das wahre Ausmaß ihrer Fähigkeiten erkennen und zeigen.

Der Held ist jedenfalls erst einmal ein sympathischer Looser, die Ich-Erzählung schafft eine gute Nähe zum Leser, der gleich mit dem Helden fühlen und zittern kann, ohne sich erst an ihn herantasten zu müssen.

Das liegt vermutlich auch daran, dass Landon zwar ein ehemaliger Gauner war, aber dazu ein recht glückloser und ansonsten eher ein normaler Typ, kein knallharter Marine oder sonst irgendwie ausgezeichnet. Dementsprechend macht er viele Fehler und tritt auch schon einmal in Fettnäpfchen.

Die Action ist deshalb über weite Strecken eher unspektakulär, erst zum ende hin dreht der Held richtig auf und zeigt, zu was er fähig ist.

Der Lernprozess, in seine Aufgabe als Diuscrucis hinein zu wachsen ist wohl das spannende an dem Roman, dem es auch in anderer Hinsicht an nichts fehlen darf. Humor und Drama liegen oft nahe beieinander, auch ein Hauch Romantik darf mit hinein spielen.

Einzig das Ende wirkt etwas überhastet, weil der Autor vorher zu sehr mit alltäglichen Dingen gespielt hat, aber es reicht aus, um den Leser zufrieden zu stellen.

Höhere Ansprüche bezüglich überraschender Wendung, Charakterentwicklung und anderer Kleinigkeiten sollte man allerdings nicht haben, denn in die Tiefe geht die Geschichte absolut nicht.

„Auferstehung“, der erste Band von „The Divine Chronicles“ ist unterhaltsam geschrieben und kurzweilig zu lesen, bleibt aber auch recht oberflächlich und stellt keine größeren Ansprüche an die Aufmerksamkeit, so dass er sich wunderbar dazu eignet, die Reise oder Zeit am Strand zu versüßen.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Engeln

von: Kris

 

 

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