[Rezension] Wearing the Cape #2 – Kampf gegen die Zukunft

© Feder & Schwert

Im „Pen & Paper“-Rollenspiel „Wearing the Cape“, das nach den „FATE Core“ Regeln gespielt wird, schlüpfen die Spieler in die Rolle von Superhelden einer möglichen Variation der Erde. Wie das aussehen kann, beschreibt auch die Romanserie, die die Abenteuer von „Astra“ verfolgt, einer der stärksten Superheldinnen der Welt.

INHALT
Inzwischen hat Hope Corrigan alias „Astra“ ihre Ausbildung abgeschlossen und ist nun ein vollwertiges Mitglied der Sentinels von Chicago, auch wenn sie große Verluste hinnehmen musste, hat sie doch nicht nur ihren Freund und Mentor Atlas verloren, sondern geriet auch mehrfach in den Fokus des „Teatime Anarchisten“, bei dem ihr nie klar war, ob dieser gut oder böse ist.

Da das Leben trotz einer postraumatischen Belastungsstörung und mieser Presse, weil die Öffentlichkeit und viele Fans ihr den Tod von Atlas anlasten, weiter gehen muss, stürzt sie sich um so mehr in ihre Aufgaben, was bedeutet, dass sie Monster erledigen und durchgeknallte Sentinels aufhalten muss.

Gerade als alles wieder ein bisschen besser läuft und sie wieder neuen Mut schöpft, wird sie daran erinnert, das das Karma immer dann zuschlägt, wenn sie es am wenigsten erwartet. Erst  kann sie bei einem Bankraub nicht alles verhindern, was sie verhindern müsste, dann geschieht ein schrecklicher Mord … und das erinnert sie daran, dass sie ihrem vom „Teatime Anarchisten“ prophezeiten Schicksal wohl doch nicht so gut entgehen kann …

MEDIADATEN

…Autor: Marion G. Harmon
…Übersetzung: Kathrin Dodenhoeft
…Verlag: Feder & Schwert
…Reihe: Wearing the Cape
…Format: broschiert
…Seiten: 308
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3867622974
…Preis: 12,95 EUR (eBook: 8,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Das erfrischende an der Serie ist wohl, dass Hope trotz ihrer besonderen Fähigkeiten immer noch ein Mensch bleibt und ihre Psyche nicht ganz so belastbar ist, wie ihr Körper. Sie spürt Verlust ebenso wie Angst und kämpft natürlich auch mit bitterer Enttäuschung, Gefühlen, die sie erfrischend normal machen.

Bei den Abenteuern spult der Autor im Prinzip das Repertoire ab, das man von einer guten Superheldengeschichte erwartet. Es geht darum, die bösen Buben aufzuhalten, seien es nun Monster unter Bankräuber, durchgeknallte Fanatiker oder andere Supermenschen, die sich und ihre Kräfte nicht unter Kontrolle haben.

Natürlich bekommen sie es diesmal auch mit fiesen Gegenspielern zu tun, die nicht so leicht zu besiegen sind, weil ihre Fähigkeiten es ihnen erlauben, andere – selbst Sentinels – wie auf einem Schachbrett vor sich her zu bewegen.

Und das sorgt für eine abwechslungsreiche Handlung, bei der Hope einerseits kleine Erfolge feiert und wieder an Selbstbewusstsein gewinnt, dann aber auch wieder von dem, mit dem man sie konfrontiert zu Boden geschmettert wird. Neben den Konflikten und Spannungen in der eigenen Gemeinschaft kommen nun auch die gegenüber anderen Superheldengruppen dazu, so dass die Geschichte letztendlich niemals langweilig wird. Tatsächlich gibt es immer noch genug Themen, die neu interpretiert werden und die große Bandbreite eines Superheldendaseins zeigen, auch die private Seite, die in diesem Fall zwar zutiefst amerikanisch ist, aber durchaus zum Lebensgefühl der Serie passt.

Das Buch hat keine Längen, ist durch den flotten Stil angenehm zu lesen und macht durch die vielen Andeutungen und Hinweise Lust, die Abenteuer von Hope und ihren Freunden weiter zu verfolgen, wie lange die auch noch gehen mögen.

„Kampf gegen die Zukunft“ ist wie der erste Band von „Wearing the Cape“ ein spannender und unterhaltsamer Roman, der das Superheldenthema auf erfrischende Weise interpretiert aber sich dennoch augenzwinkernd, mit viel Humor und Abenteuerlust vor diesem Bereich der Popkultur verneigt.

MEINE WERTUNG
4,5 von 5 Helden

von: Kris

 

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