[Rezension] Die Nadir-Variante (Roman, Science Fiction)

© Wurdack Verlag

Armin Rößler schuf für seine erste Science-Fiction-Trilogie das „Argona-Universum“ und stellte fest, dass sich noch viele Geschichten mehr vor diesem Hintergrund erzählen lassen, die nicht unbedingt mit der Saga verbunden sind oder wenn nur ganz locker. Bei „Die Nadir-Variante“ ist das der Fall.

INHALT
Paz Nadir ist einer der Piloten, der in der eilig zusammengeschusterten Flotte versucht, seine Heimatwelt vor einer herannahenden Flotte unbekannter Aggressoren zu beschützen. Doch die Schlacht gegen die Übermacht gerät zu einem Desaster. Nur mit knapper Mühe und Not schafft es der junge Mann der Zerstörung zu entkommen und gerät dabei an Bord eines Schiffes, das der Brunderschaft von Taronn kontrolliert wird.

Das nimmt ihn mit auf die Raumstation Penquareel, wo Nadir nicht nur hofft, sein Schiff reparieren zu können, sondern auch Verbündete für den Kampf um seine Heimatwelt zu finden. Dabei kommt Nadir auch mit dem zwielichtigen Hentscher Rof in Kontakt, der mehr über den Angriff und die Gegner zu wissen scheint.

Anderenorts muss sich Ville Sterndaal, der Herr des Planeten Cheros mit einem Eindringling in seinem Sonnensystem herumschlagen. Die Unbekannten wollen ohne wenn und aber zu dem Nachbarplaneten seiner Welt, ohne jedoch zu verraten, warum. Und ausgerechnet die Bruderschaft von Taronn scheint in diesem Fall dazwischenfunken zu wollen, aufgrund einer eigenen Agenda.

MEDIADATEN

…Autor: Armin Rößler
…Verlag: Wurdack Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 300
…Erschienen: Oktober 2017
…ISBN: 978-3955561000
…Preis: 13,95 EUR

MEINE MEINUNG
Zwei verschiedene Schauplätze bestimmen die erste Hälfte des Romans, so dass man sich bis zu einem bestimmten Punkt fragt, wie die einzelnen Ereignisse eigentlich ineinander greifen wollen, zumal sie nichts miteinander zu tun haben. Dass dem nicht so ist, zeigt sich im letzten Drittel der Geschichte, wo langsam aber sicher die Fäden verknüpft werden und immer wieder zwischen den beiden federführenden Helden hin und her gesprungen wird.

Armin Rößler entfesselt wieder einmal die ganze Lebendigkeit seines Universums, das in erster Linie von den farbenfrohen Beschreibungen der Welten und Völker lebt, bei der Handlung aber eher auf sicheren Pfaden wandelt. Denn die ist solide aber überschaubar konstruiert, wird durch viele Klischees aufgelockert, damit der Autor nicht mehr ganz so viel erklären muss. Einiges dabei ist allerdings zu offensichtlich.

Die meisten der zahlreichen Nebenfiguren entwickeln nur wenig Profil, leider bleibt auch Paz Nadir eher blass und unausgereift, während man bei Ville Sterndaal eher bereit ist, mitzufiebern, weil dieser auch Ecken und Kanten zeigt.

Alles in allem wird jedoch genug von dem geboten, was eine gute Space-Opera ausmacht, einschließlich kosmischer Verbindungen, die weiter reichen, als man zunächst denkt, Geheimnisse, die einige der Figuren mit sich herum schleppen und enthüllt werden, sorgen für die nötige Spannung, die einem bis zum Ende damit beschäftigt, weiter zu lesen.

Alles in allem ist „Die Nadir-Variante“ ein solider Space-Opera-Roman mit einer überschaubaren aber halbwegs spannenden Handlung und zumindest einigen Figuren mit denen man sich anfreunden kann, auch wenn gerade der Titelheld doch eher in der Flut interessanter anderer Figuren untergeht.

MEINE WERTUNG
3,25 von 5 Varianten

von: Kris

 

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