[Rezension] Ghostwalkers (Roman, Deadlands)

© Papierverzierer Verlag

Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen an einer Deadlands Rollenspielrunde teilzunehmen. Seitdem bin ich von diesem Setting sehr angetan und habe immer wieder mal in entsprechenden Lesestoff reingeschaut. So war es dann Ende 2016 auch toll zu lesen das „Ghostwalkers“ auf deutsch erscheinen wird. Nun habe ich die Zeit gefunden, durch den Greifenklaue-Lesezirekl inspiriert, mir das Werk zu Gemüte zu führen und ins urban-phantastische Amerika der 1870-1880 abzutauchen. Ich hoffe die Geister lassen mich tanzen und werfen nicht nur mit Steinen.

INHALT
Grey Torrance seines Zeichens ein gefallener Held, welcher seinen Alltag als Kopfgeldjäger verdingt versucht, soweit es ihm möglich ist, Ärger und seinen Dämonen aus der Vergangenheit aus dem Wege zu gehen.

Torrance hätte, wohl auch an dem Tag als er den Sioux Indianer Thomas Schaut-Weg traf, wegschauen sollen. Seinem Inneren war wohl klar das diese Rothaut Ärger bedeuten würde, doch die menschliche Neugier vermag dafür gesorgt haben, das sich Torrance, die sich im bietende Situation, ansehen musste. Nicht jeden Tag sieht man eine Rothaut vor einem halben Dutzend Verfolgern flüchten und dies quasi in einer Einbahnstraße. Kurze Zeit später spielen sich Ereignisse ab, welche dermaßen Lebensverändert sind das man sie sich erst gar nicht vorstellen kann.

Grey Torrance hat seit dieser ersten Begegnung häufiger schon den Tag verflucht, schließlich hat sein neuer Weggefährte sein Leben durcheinander gebracht, seit diesem Tag geht es nicht nur um Gerechtigkeit, sondern es geht gegen Dämonen, Untote und eine Menge mehr Kroppzeugs.

MEDIADATEN

…Autor: Jonathan Maberry
…Verlag: Papierverzierer Verlag
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 520
…Erschienen: 2016
…ISBN: 978-3-959620000
…Preis: 14,95 EIR

MEINE MEINUNG
Über die letzten Jahre habe ich einiges an Rollenspiel- bzw. Phantastik-Literatur konsumiert und wie oben bereits geschrieben, habe ich mich sehr auf diesen Titel gefreut, schließlich ist Deadlands ein tolles Setting.

Diese Setting findet auf den über 500 Seiten, aus meiner Sicht, einfach zu wenig Platz. Ich hatte oft genug den Eindruck als ob ich in einem stinknormalen Western stecke, wo man die gute alte Cowboy und Indianer Story zum x-ten Mal erzählt. Ab und an wurde man dann aus dieser Leseödnis gerissen, denn man erinnerte sich, dass es Geistersteine, Dämonen und so viele andere tolle Sachen gab.

Die Charaktere sind eine Sache für sich. Es bauen sich schemenhafte Gestalten im Kopfkino auf, welche fast alle nach 0815 Westernfiguren wirken. Mir sind es teils zu wenig Ecken und Kanten an denen man sich als Leser reiben kann.

Diese bringt mich zur Ansicht, das zuviel Schaffenskraft in Banalitäten gesteckt wurde und man nicht so Recht wusste wohin die Reise dieses Werkes gehen soll.

Die Story an sich lahmt am Anfang ein wenig rum und braucht zu lange um einen ins Geschehen zu ziehen. Leider passiert das immer wieder mal im Buch, man lässt die Gedanken abschweifen, da man nicht unterhalten wird.

„Ghostwalkers“ würde eine Überarbeitung sehr gut zu Gesicht stehen. Im diesem Zuge könnte man dem Buch nochmals ein Lektorat spendieren, denn das aktuelle ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei!

Für mich ist „Ghostwalkers“ kein Werk welches ich in guter Erinnerung behalten werde. Echt Schade!

MEINE WERTUNG
1,5 von 5 Geistersteinen

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