[Rezension] Wearing the Cape #1 – Karriere: Superheldin

© Feder & Schwert

Superhelden sind im Moment voll im Trend. Das merkt man nicht nur an den Filmreihen und Fernsehserien, auch die Comics boomen mehr denn je. Selbst Mädchen könnten sich mit den „Superhero Girls“ spannende Abenteuer erleben, wenn sie wollten. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Welt der „Pen & Paper“-Rollenspiele die maskierten Helden für sich entdeckt hat. „Wearing the Cape“ ist nach den „FATE Core“-Regeln entstanden und bietet den Helden alle Möglichkeiten. Und die Romantrilogie ermöglicht einen unterhaltsamen Einstieg in das Szenario. „Karriere: Superheldin“ ist der Auftakt der abenteuerlichen Geschichte.

INHALT
Seit vor einigen Jahren ein seltsames Ereignis die Wahrnehmung der Menschen für genau 3,2 Sekunden blockierte, sind Superhelden keine Fiktion mehr. Immer mehr Menschen erwachten und entwickelten entsprechende Fähigkeiten, so dass Hope in eine Welt hineingewachsen ist, in der „Atlas“ und andere Menschen mit besonderen Kräften gute Taten vollbringen und andere unter ihre Fittiche nehmen, deren Gaben erst später zum Vorschein kommen.

Neben den sogenannten Sentinels und Capes gibt es aber auch Vigilanten und nicht zuletzt Schurken, die ihre Kräfte zum eigenen Vorteil anwenden.

Das junge Mädchen schickt sich jedenfalls gerade an, ihr Studium an der „Chicago-University“ zu beginnen, als durch den „Ashland-Anschlag“ ihre Kräfte erwachen und sie ebenfalls zu einer Sentinel wird.

So kommt sie auf Tuchfühlung mit dem seit Jahren bewunderten Atlas, der sie ersteinmal zur Untersuchung und Einschätzung in Hauptquartier bringt, ihr die weitere Vorgehensweise schildert und sie höchstpersönlich unter seine Fittiche nimmt.

Auch wenn Hope erst zögert, so geht sie doch bald ganz in dieser neuen und aufregenden Welt auf und findet immer mehr Spaß daran, zu „Astra“ zu werden, dem Sidekick von „Atlas“.

Bis zu dem Tag, an dem der „Teatime Assassin“ Kontakt zu ihr aufnimmt, der Superschurke, der für den „Ashland-Anschlag“ verantwortlich ist, und andeutet, dass sie allein den Schlüssel zur Zukunft in der Hand hält.

MEDIADATEN

…Autor: Marion G. Harmon
…Übersetzung: Kathrin Dodenhoeft
…Verlag: Feder & Schwert
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 366
…Erschienen Dezember 2017
…ISBN: 978-3867622950
…Preis: 12,95 EUR

MEINE MEINUNG
Der Leser wird mehr oder weniger sofort in die Welt von „Wearing the Cape“ hinein geworfen, denn die Geschichte fängt mit dem Erwachen von Hope an, einer bisher ganz normalen Jugendlichen aus gutem Hause, die niemals auch nur daran gedacht hat, selbst einmal eine Superheldin zu sein. Zusammen mit dieser wird der Leser in das Leben eines Menschen mit besonderen Kräften eingeführt.

Tatsächlich gibt es alle Facetten – Männer und Frauen, die sich als Cape in der Öffentlichkeit präsentieren und sogar zu Medienstars werden, weil sie angefangen haben ihr Gesicht zu zeigen, so wie Atlas und andere der ersten Helden, andere, die wie Hope noch nicht erkannt und enttarnt wurden, aber als Sentinel mit ihren Kräften umzugehen lernen und sich später entscheiden können, ob sie weiter ein ganz normales Leben führen wollen und nur dann und wann, wenn sie Not am größten ist, in Erscheinung treten wollen – als Reservehelden, oder wirklich zu Capes werden, mit allen Vor- und Nachteilen, die die Medienpräsenz mit sich bringt. Einige wenige haben auch keine Wahl, weil sie sich körperlich zu sehr verändert haben.

Und dann sind da noch Vigilanten – Menschen mit Fähigkeiten, die aber nicht von anderen Superhelden aufgesammelt wurden und deshalb ihren eigenen Weg im Kampf für die Gerechtigkeit gingen – mit allen düsteren Konsequenzen. Nicht wenige landen am Ende im Gefängnis.

Und um das ganze zu würzen gibt es natürlich auch die Superschurken, einige von ihnen so mächtig, dass sie kaum zu fassen sind, denn wie will man einen Zeitreisenden fassen, der viele mögliche Zukünfte schon kennt – oder jemanden, der sich x-fach duplizieren kann?

Die Geschichte entwickelt sich jedenfalls spannend und findet einen guten Mittelweg zwischen Erklärungen und Beschreibungen, aber auch einem verzwickten Abenteuer, das erst nach und nach seine wahre Dimension enthüllt und gerade die Heldin vor große Herausforderungen stellt.

Es ist jedenfalls alles dabei, was man sich wünscht und aus dem Genre kennt, einschließlich eines großen Dramas. Und die Handlung liest sich so flüssig und interessant, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt.

Alles in allem weiß „Karriere: Superheldin“, der erste Band der „Wearing the Cape“-Trilogie gut zu unterhalten, weil alles zusammenpasst, die Gestaltung der Welt und der Figuren ebenso wie das dramatische Abenteuer und nicht zuletzt auch die Hommage an ein ganzes phantastisches Genre und seine verschiedenen Spielarten.

MEINE WERTUNG
4,5 von 5 Superheldencapes

von: Kris

 

 

 

 

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