[Rezension] Legenden von Nuareth #1 – Die Stunde der Helden (Roman, Fantasy)

© Mantikore Verlag

Der Mantikore-Verlag nutzt die zweite Auflage von „Die Stunde der Helden“ gleich auch noch um dem Roman ein neues Cover zu verpassen und mit einer Leseprobe des anderen Romans von Jörg Benne zu versehen, der gleichzeitig erscheint. Der Text selbst hat wohl keine Überarbeitung erfahren. Das Buch spielt übrigens in der gleichen Welt wie „Das Schicksal der Paladine“, eine Verbindung zu den dortigen Geschehnissen gibt es aber nicht.

INHALT
Felahar von Brickstein verdient als Schreiber, Geschichtenerzähler und Barde seinen Lebensunterhalt Der verarmte Adlige versucht trotz aller Widerstände doch noch sein Glück zu machen und zieht deshalb durch die Gegend, hofft auf den großen Wurf.

In den unwirtlichen Nordlanden trifft er auf die legendären Helden Wim, Huk und Dalagar, von denen er in dieser Region schon so einiges gehört hat und schließt sich ihnen an, sieht er doch die Chance, sich einen Traum zu erfüllen: Ein Heldenepos zu schreiben, mit dem er nicht nur Ruhm und Ehre sondern auch endlich viel Geld machen kann.

Allerdings wird er schon bei der ersten Etappe – die drei Helden begleiten eine Karawane durch die unwirtliche Einöde, in der Städte die einzigen Bollwerke der Zivilisation sind – merkt er, dass das Heldendasein längst nicht so schillernd ist, wie andere Barden und Geschichtenerzähler behaupten, und auch die edelsten Recken ab und zu sehr grausame oder unpopuläre Entscheidungen treffen, und vor allem eines sind: Leute wie alle anderen. Aber dennoch kann er sich auf Wim, Huk und Dalagar verlassen, denn denjenigen, den sie einmal Freund nennen, den lassen sie nicht im Stich.

MEDIADATEN

…Autor: Jörg Benne
…Verlag: Mantikore Verlag
…Erschienen: Januar 2018
…Format: broschiert
…Seiten: 414
…ISBN: 978-3961880423
…Preis: 13,95 EUR

MEINE MEINUNG
Anders als in seiner Trilogie erzählt Jörg Benne hier eine Geschichte die ganz und gar auf seiner Fantasy-Welt Nuareth beheimatet ist. Die Geschichte ist ein kerniges Fantasy-Abenteuer, das viel von einem Rollenspielszenario hat und auch die unschönen Seiten des Lebens nicht ausklammert. Vieles hat nämlich Ähnlichkeit mit dem Abenteuern, die man als Gruppe in verschiedenen Systemen durchspielen kann, auch Magie und die nur selten auftretenden Monster haben Ähnlichkeit mit denen aus klassischen Kampagnen.

Auch wenn die drei Helden auf den ersten Blick ihren Archetypen entsprechen – sei es der charmante Gauner mit der schnellen Klinge, der starke barbarische Kämpfer oder der etwas unbeholfene und tumb wirkende Bauernbursche, durchbrechen sie sehr schnell die Klischees, denn der Autor schildert sie in erster Linie als ganz normale Menschen, die wie jeder andere Träume und Hoffnungen haben, pragmatisch denken und handeln. Sie machen auch entsprechende Fehler, die gelegentlich auch schlimme Auswirkungen haben.

Der Ich-Erzähler ist ebenfalls ein Allerweltstyp, dadurch dass er ziemlich naiv und unerfahren ist, hat er natürlich das größte Entwicklungspotential und entdeckt die neuen Facetten der Welt zusammen mit dem Leser.

Zum Genuss der actionreichen Handlung trägt auch noch ein flüssiger Erzählstil und eine gut durchmischte Handlung, in der Alltäglichkeiten genau so ihren Platz finden, wie dramatische oder nachdenkliche Momente, wenngleich auch romantische Gefühle eher in den Hintergrund gedrängt werden. Es gibt weder Längen noch Brüche, so dass der Leser den in sich geschlossenen Roman zufrieden zur Seite legen kann.

„Die Stunde der Helden“ bietet damit kurzweilige Lektüre mit facettenreich dargestellten Helden und ebenso spannenden wie glaubwürdigen Abenteuern, die sich gerade eingefleischte Rollenspieler nicht entgehen lassen sollten, weil sie viel von dem was sie lieben dort wiederfinden können.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Helden

von: Kris

 

 

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