[Rezension] The Black Company #2: Todesschatten (Roman, Dark Fantasy)

© Mantikore Verlag

Bereits vor zehn Jahren veröffentlichte der Blanvalet-Verlag die ersten drei Bände der „The Black Company“-Saga von Glen Cook, die noch einmal gut zwanzig Jahre älter war. Der Mantikore-Verlag legt diese Bände nun neu auf. Nachdem Band 1 gut unterhalten hat, war es klar das der Zweite konsumiert werden musste.

INHALT
Weil in ihrer Heimat keine Arbeit mehr zu finden war, zumindest keine, die eine Elitetruppe wie die „Schwarze Schar“ zufriedenstellen könnte, haben sie sich von der Lady anwerben lassne, einer Zauberin aus alten Zeiten, die nun mit ihren Handlangern, den sogenannten „Entführten“ schon seit zwei Generationen über das Nordreich herrscht. Sie sollen dafür sorgen, dass die „Bruderschaft der Weißen Rose“ endlich Ruhe gibt, eine Allianz von Rebellen.

Anfangs tun sie, was von ihnen verlangt wird und sind ihrer Auftraggeberin treu ergeben, doch dann zeigt sich, dass offensichtlich falsches Spiel mit ihnen getrieben wird. Deshalb machen sie sich auf, mehr heraus zu finden und stoßen in der Stadt Juniper nicht nur auf eine Schwarze Festung, die selbst den „Entführten“ Kopfzerbrechen bereitet, sondern auch auf ein geheimnisvolles stummes Mädchen, das sie retten müssen.

Schon bald zeigt sich, dass sie sich zwischen Gewissen und Loyalität entscheiden müssen, denn zum einen werden sie immer wieder betrogen und belogen, zum anderen entfaltet sich mit der Enthüllung einiger Wahrheiten ein ganz anderes Bild über die Lady, ihre Hexenmeister, die Bruderschaft und den Norden.

MEDIADATEN

…Autor: Glen Cook
…Übersetzung: Andrea Blendl
…Verlag: Mantikore Verlag
…Format: Paperback
…Seitenzahl: 403
…Erschienen: September 2016
…ISBN: 978-3945493601
…Preis: 14,95 EUR

MEINE MEINUNG
Im Gegensatz zum letzten Band wird dieser nicht nur aus der Sicht von Croaker, dem Chronisten und Arzt der Truppe erzählt, auch andere Figuren kommen zu Wort, sogar einheimische Stadt- und Landbewohner, wie etwa einige Kinder, aus deren Sicht man auch einmal erfährt, welchen Ruf die „Schwarze Schar“ mittlerweile im Norden hat, oder von Shen, der in engem Kontakt mit dem stummen Mädchen steht.

Das ermöglicht ein viel facettenreicheres Bild der Situation und hilft besser dabei, die einzelnen Mosaiksteine zu einem Bild zusammen zu fügen. Denn um die Macht im Norden kämpfen nicht nur zwei Parteien, es ist sogar noch eine mehr – eine Gestalt, die die meisten eher tot wähnten, die aber nun mit voller Wucht zuschlägt.

Deshalb ist die Entscheidung, die die Helden Treffen nur natürlich und bringt frischen Wind in das Geschehen, denn nun müssen sie sich erstmals Vertrauen erkämpfen, es reicht nicht nur ihr Ruf und ihr Ruhm aus.

Der Autor setzt auf viele kurze Szenen, in denen er Hinweise in den Raum wirft, Action und Dialoge. Wie auch schon im ersten Band bleiben die Figuren allerdings mehr als blass und eindimensional, entwickeln nicht wirklich Profil und Nähe zu den Lesern. Was bleibt ist dadurch eine kurzweilige Geschichte, die vor allem durch Kämpfe und Intrigen lebt, in der die Charaktere und ihre Entwicklung aber definitiv der Handlung untergeordnet sind.

„Todesschatten“, der zweite Band von „The Black Company“ bietet diesmal eine etwas facettenreichere Handlung, bleibt sich aber treu, was den knappen und nüchternen Stil und die Inhalte angeht. Immerhin erfährt man jetzt einiges über den Norden und versteht so sehr gut, warum die Helden der „Schwarzen Schar“ bestimmte Entscheidungen treffen – denn eines sind sie ganz und gar nicht – dumme Haudraufs!

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Todesschatten

von: Kris

 

 

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