[Rezension] Zirkus (Novelle, Zombie Zone Germany #5)

© Amrun Verlag

Zombie Zone Germany ist ein ambitioniertes Projekt, in dem eine Anthologie den Rahmen festlegte: Deutschland ist durch äußere Einflüsse wie Umweltgifte und schließlich auch die Machenschaften einige Wissenschaftler zu einem Land der Untoten geworden. Nur wenige konnten sich in die Enklaven am Rande des Landes flüchten, zumeist, Promis, Politiker und Reiche, der Rest der Bevölkerung wird seinem Schicksal überlassen.

Wie das Überleben unter den Zombies gelingt, dem gehen nun bereits fünf Kurzromane/Novellen nach. Die jüngste ist „Zirkus“.

INHALT
Sie sind die Ausgestoßenen der Gesellschaft und haben ihren Lebensunterhalt bisher als Schausteller gestemmt. Doch nun sind die Angehörigen einer Freakshow zu Rettern und Rebellen geworden. Sie lehnen sich gegen das Schicksal auf, das man ihn und anderen Menschen aufgezwungen hat und kämpfen aktiv gegen die „Madenköpfe“, beschützen Schwächere und retten gelegentlich auch einmal den ein oder anderen.

So spüren sie eines Tages Henning auf, auch wenn einer von ihnen sein Leben geben muss. Der junge Mann scheint ein desertierter Soldat zu sein, aber auch wenn sie ihm zunächst nicht trauen, so gewinnt er doch nach und nach seine Achtung. Aber ist Henning wirklich ehrlich – oder spielt er ihnen nur etwas vor?

MEDIADATEN

…Autor: Carolin Gmyrek
…Verlag: Amrún Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 220
…Erschienen: Oktober 2017
…ISBN: 978-3958691797
…Preis: 6,90 EUR

MEINE MEINUNG
Aufgrund der Länge kann „Zirkus“ natürlich nicht all zu sehr in die Tiefe gehen. Herzstück des Romans ist die Beschreibung des Überlebens in der von Zombies zerstörten Welt. Der tägliche Überlebenskampf muss hart machen und wer könnte diese Kunst besser beherrschen als die Schausteller, die schon immer nicht viel hatten und sich nur aufeinander verlassen konnten.

So ist deren Verhalten auf der einen Seite von Kaltschnäuzigkeit geprägt, auf der anderen aber auch von Fürsorge um die, die sie in ihren Kreis aufgenommen haben.

Das muss auch der junge Soldat erfahren, der ihnen zunächst noch ziemlich herablassend gegenüber tritt, nach und nach aber die Vorzüge dieser Gemeinschaft erkennt. Nur steht dem noch etwas anderes entgegen.

Die Handlung des Buchs ist eigentlich überschaubar, und zum Teil auch vorhersehbar, schöpft seine Kraft aber aus den klaren und nüchternen Beschreibungen der Zombie-Apokalypse, in der kein Blatt vor den Mund genommen wird und auch kein Hehl daraus, dass der Mensch letztendlich auch nicht besser ist als die Monster, die die Zivilisation zerstört haben.

Auch die Figuren wissen zu gefallen, werden sie doch sehr facettenreich und auch sympathisch geschildert – ihr Verhalten kann man mehr als gut nachvollziehen.

Mehr als in anderen „Zombie-Apokalypsen“ wird in „Zombie Zone Germany“ Wert auf den Umgang der Figuren mit der Situation gelegt. Natürlich sind die Geschichten actionreich und voller Horror-Momente, aber gerade das überleben wird in sehr intensiven und realistisch wirkenden Szenarien geschildert – gerade in „Zirkus“ tragen die interessanten Figuren bewusst die Geschichte.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Helden

von: Kris

 

 

 

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