[Rezension] Die Pyramiden von Pirimoy (Roman, Splittermond #2)

© Feder & Schwert

Der 1974 geborene Fachinformatiker Christian Lange aus Magdeburg ist kein Unbekannter mehr in der Szene, hat er doch bereits mehrere Romane zu „Das Schwarze Auge“ und andere Rollenspielwelten verfasst. Nun gibt er sein Debüt auf der Welt von „Splittermond“ und liefert dort den zweiten Roman der lockeren Reihe ab, die Fans die Figuren und Regionen des Szenarios unterhaltsam nahe bringen sollen, und zwar in „Die Pyramiden von Pirimoy“.

INHALT
Pirimoy ist für das Volk der Piriwatu eine Stadt der Legenden und des Heils. Seit sie von Glücksrittern und Piraten vor mehreren Generationen aus der Stadt der dreizehn Pyramiden vertrieben wurden und unter der Herrschaft der Fremdländer ächzen, hoffen sie dennoch, einen Weg zu finden, in diese zurückzukehren, um durch deren Geheimnisse wieder frei zu sein.

Doch bis jetzt scheint das unmöglich, denn jede der Pyramiden wird von einem Admiral des fremden Blutes beherrscht und kein Rebell konnte bisher die Macht an sich reißen. Alle Herren zu stürzen ist das Ziel, doch das kann nur auf einem Weg gelingen …

Lian eine Spionin der Rebellen dient als Weinmädchen dem Halbriesen, Herrn einer Stadt in den Außenbezirken. Erst lacht sie nur über den jungen Arko Melasgar, den sie gleich als Lügner erkennt, aber er hat etwas an sich, was ihr die Hoffnung gibt, das gerade er es sein könnte, der den Schlüssel zur Freiheit ihres Volkes bringen könnte. Deshalb schließt sie sich ihm auf seiner Reise nach Pirimoy an, nicht ahnend, welche Ereignisse damit in Gang kommen …

MEDIADATEN

…Autor: Christian Lange
…Verlag: Feder & Schwert
…Format: broschiert
…Seiten: 320
…Erschienen: Oktober 2017
…ISBN: 978-3867622912
…Preis: 12,95 EUR

MEINE MEINUNG
Der zweite Roman bewegt sich nun ein wenig mehr in den exotischen Gefilden, der Welt von Splittermond, weg von den typisch westlichen Kulturen hin zu denen der Dschungel, die hier ein wenig an Südasien und Indien erinnern. Allerdings will nicht so recht die passende Stimmung aufkommen, denn Christian Lange benutzt einen sehr nüchternen fast schon abgehackten Stil, der in dramatischen Situationen sehr viel Action in die Handlung bringt, aber immer dann daneben wirkt, wenn es darum geht, mehr zu beschreiben und den Figuren ein wenig Profil zu geben.

Zwar erzählt jeder Charakter nach und nach seine Vorgeschichte, diese reiht aber letztendlich nur Fakten aneinander und gibt nichts von den Gefühlen und Gedanken der Helden wieder. So bleiben selbst die schlimmsten Schicksale eher uninteressant und platt.

Auch liest sich der Roman eher wie die Zusammenfassung einer Kampagne und weniger wie eine wirkliche Geschichte. Die Magie von Pirimoy, der Einsatz von ungewöhnlichen Völkern und auch die Mythen, die sich um die Stadt ranken zünden einfach nicht.

Es sind zwar gute Ideen im Roman zu finden, aber der Stil sorgt nicht gerade dafür, dass diese zum Erblühen kommen, er erstickt sie eher. Auch dürfte er durch seine nüchterne Abgehacktheit eher Geschmackssache sein, die nicht jeden Leser anspricht. Dem Inhalt wird er jedenfalls nicht gerecht.

„Die Pyramiden von Pirimoy“ könnte ein spannender und vor allem auch atmosphärischer Roman aus der Welt von „Splittermond“, sein, wenn der harte und kurz gehaltene Stil des Autors nicht  zu oberflächlich wirken und dem Inhalt zu viel Kraft und Stimmung nehmen würde.

MEINE WERTUNG
2,75 von 5 Meuchler

von: Kris

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