[Rezension] Verflucht – Nacht der Toten (Roman, Mystery-Thriller)

© Mantikore Verlag

Der langjährige und preisgekrönte Journalist Rob Blackwell ist auch Autor zahlreicher Romane, meistens im Bereich des Mystery-Thrillers, den er gerne mit Elementen aus Horror, Fantasy und alten Legenden vermischt. „Verflucht – Nacht der Toten“ ist der Auftakt seiner Serie „The Sanheim-Chronicles“.

INHALT
Vor zwölf Jahren versetzte ein Serienkiller die Gegend um die Kleinstadt Loudoun in Angst und Schrecken. „Lord Halloween“ beging mehrere grausame bis bestialische Morde und forderte von der öffentlichen Presse die angemessene Aufmerksamkeit. Nach dem 31. Oktober verschwand er allerdings von der Bildfläche und wurde auch nie gefasst. Der einzige Hinweis und die Verbindungen zu dem Morden sind die Briefe an den lokalen Berichterstatter.

Nun aber scheint der Mörder wieder aktiv zu werden, zumindest glaubt das der junge Journalist Quinn, der sich nun mit seiner neuen Kollegin Kate an die Recherchen macht und interessante Parallelen findet.

Schon bald geraten beide durch ihre Nachforschungen in das Visier des Killers und werden immer tiefer in eine Welt des Grauens gezogen. Dabei nimmt es Kate gelassener als ihr Kollege. Zum einen wird sie nicht von Visionen eines „kopflosen Reiters“ gequält, wie Quinn, zum anderen scheint keine besondere Furcht vor dem Killer zu haben, weil sie mehr zu wissen scheint. Doch das ist längst nicht alles, was sie alle drei miteinander verbindet …

MEDIADATEN

Autor: Rob Blackwell
Übersetzung: Uschi Pravitz & Andrea Blendl
Verlag: Mantikore Verlag
Reihe: The Sanheim-Chronicles, Bd.
Format: Paperback
Seiten: 511
Erschienen: Juli 2017
ISBN: 978-3945493953
Preis: 14,95 Euro

MEINE MEINUNG
Zunächst fühlt man sich in einen der unzähligen Psycho-Thriller versetzt, wie sie in den letzten Jahren so beliebt waren. Einerseits erhält der Leser interessante Einblicke in die Gedankenwelt und Wünsche des Serienkillers. Er darf sogar einige seiner Morde aus der Sicht der Opfer miterleben.

Die Helden tappen natürlich erst einmal sehr lange im Dunklen, bringen sie ihre Recherchen doch erst einmal nicht ganz so weit, wie sie sich erhoffen. Sie recherchieren, reden mit Leuten aus dem Ort und versuchen Verbindungen zwischen den Opfern zu finden, Zugleich scheint Quinn immer wieder das Gefühl zu haben, dass Kate etwas vor ihm verbirgt. Auch die junge Frau stolpert bei ihren Recherchen immer wieder auf merkwürdige Dinge. So zieht sie beim Besuch bei einer Wahrsagerin seltsame Karten, die nicht wirklich zusammen zu passen scheinen. Auf der anderen Seite ist sie auch in der Lage, den Reiter zu sehen, der ihren Kollegen zu verfolgen scheinen. Und dann sind da die Aufzeichnungen eines Okkultisten aus dem 19. Jahrhundert, der von den „Lords von Sanheim“ spricht … und damit schleicht sich auch langsam das Übersinnliche in die Geschichte sein. Denn auch wenn der Serienkiller ein einfacher Mensch ist, so scheinen doch sein Treiben, und seine großmäuligen Briefe nur eines zu bewirken – die wahren „Lords von Halloween“ werden auf ihn aufmerksam.

Das alles ist zwar sehr nett geschrieben und die Figuren erwachen durchaus zum Leben, aber der Autor zieht die Geschichte auch arg in die Länge. Zu lange mäandern die beiden Journalisten bei ihren Ermittlungen in der Ungewissheit und wissen manchmal nicht, wo sie weiter machen sollen – auch verliert man wie sie irgendwann die Übersicht über das Treiben des Killers. Immerhin kommen die Entwicklungen hin zum Ende nicht ganz überraschend, und die Einbindung der „Legende von Sleepy Hollow“ ist auch ganz ansprechend geworden, weil nicht zu aufdringlich eingeflochten. Wer sie auch noch einmal kennenlernen möchte – im Anhang ist eine leicht modernisierte Fassung beigefügt.

Aber was die Spannung betrifft, so wäre hier sicherlich weniger mehr gewesen und hätte das Tempo der Geschichte deutlich erhöht.

Verflucht – Nacht der Toten“ ist ein interessanter Psycho-Thiller mit netten Ideen, die so noch nicht in dem Maße vorgekommen sind, allerdings macht der Autor zu viele Worte um das Thema und sorgt dadurch leider gerade im Mittelteil für zu viele Längen.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 Kürbisse

von: Kris

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