[Rezension] Totennacht (Roman, Urban-Fantasy)

© Mantikore Verlag

Autor: M. R. Forbes
Übersetzung: Andrea Blendl
Verlag: Mantikore Verlag
Reihe: Der Nekromant #01
Format: Paperback
Seiten: 425
Erschienen: Mai 2017
ISBN: 978-3945493823
Preis:  13,95 Euro

 

von: Kris

M.R. Forbes ist in Deutschland ein unbeschriebenes Blatt. Aus diesem Grund veröffentlicht der Mantikore-Verlag nach „Divine“ nun offensichtlich seine zweite Reihe „Der Nekromant“, die ebenfalls in der Nähe der „Urban Fantasy“ und des Horror einzuordnen ist. „Totennacht“ ist der Auftakt der Reihe.

KLAPPENTEXT
SIE HERRSCHEN ÜBER DIE LEBENDEN,

DOCH ER BEFEHLIGT DIE TOTEN.

In einer Zeit, in der die Magie in die Welt zurückgekehrt ist, schlägt sich Conor Night mit dubiosen Gelegenheitsjobs durchs Leben. Er hat die Fähigkeit Tote zum Leben zu erwecken, doch er selbst is  todkrank. Nur eine verbotene Substanz erhält ihn am Leben. Als er ein lukratives Jobangebot bekommt, kann er nicht widerstehen. Schon bald steht er Mächten gegenüber, die ihm weit überlegen sind. Doch auch Conor hat ein paar Tricks auf Lager, mit denen seine Gegner nicht rechnen …

„Totennacht“ ist der Auftakt der dreiteiligen Urban Fantasy-Reihe „Der Nekromant“.

INHALT
Die Magie ist in die Welt zurückgekehrt und hat eine ganze Menge Wesen erscheinen lassen, die es bisher nur in den Mythen der Menschen zu finden gab. Die meisten waren einmal sterbliche, die durch magische Viren und Bakterien mutiert sind. Andere hingegen haben miterleben müssen, dass ihre Befähigung Magie anzuwenden ebenfalls erwacht ist – sie haben sich zu „Häusern“ zusammengefunden, um als Hexer, Seher und Sensitive zu arbeiten.

Conor allerdings ist ein Nekromant. Der ehemalige Arzt hat erfahren müssen, das ausgerechnet sein Tumor in der Lunge, der ihn nach und nach tötet, dazu befähigt, die Toten zurückzurufen und zu beherrschen.

Obwohl ihm seine Kollegen nur drei Monate gegeben haben, lebt er nun schon fünf Jahre und arbeitet mit Danielle zusammen, einer Sensitiven, die ihm die entsprechenden Aufträge heranzieht. Denn jemand der die Toten erwecken und einsetzen kann, wird zwar nicht sonderlich gemocht kann sich aber bei dem ein oder anderen Auftrag als nützlich erweisen. Doch dann begeht er den Fehler, ein mehr als lukrative Jobangebot anzunehmen, ohne sich mit seiner Partnerin kurzzuschließen – und das bringt ihn mit Mächten in Berührung, mit denen er sich besser nicht angelegt hätte.

MEINE MEINUNG
„Totennacht“ ist ein gefällig geschriebener Roman, der irgendwo zwischen Fantasy und Horror schwankt und zudem eine typische Noir-Atmosphäre entfesselt. Die Handlung bewegt sich zwischen Krimi und Abenteuer, benutzt dabei aber sehr bewusst bekannte Handlungsmuster, die Fans sicherlich schon in vielen anderen Romanen des Sub-Genres begegnet sind. In dieser Hinsicht schafft es der Roman auch nicht zu überraschen, denn der Ausgang ist mehr oder weniger so, wie man es als erfahrener Leser erwartet.

Auch bei den Charakteren bewegt sich der Autor auf vertrautem Terrain, denn auch sein Held ist leicht einem Archetypus zuzuordnen: Dem abgehalfterten Kerl, der immer mit einem Fuß über dem Abgrund schwebt und dazu ein gesundes Maß an Zynismus entwickelt hat.

Immerhin ist Conor dann doch nicht mit allen Wassern gewaschen, er schafft sich selbst Probleme, indem er in offensichtliche Fallen tappt, die ihn dann in die Bredouille bringt.

Immerhin ist die Geschichte straff erzählt – man erhält immer wieder die notwendigen Informationen über Figuren und Situation, keine Szene scheint unnütz oder verschwendet. In punkto Spannung enttäuscht der Roman jedenfalls nicht, nur wirkliche Überraschungen oder gar Tiefgang kann man nicht erwarten.

„Totennacht“ der erste „Der Nekromant“-Band ist ein gefällig geschriebenes Abenteuer zwischen Fantasy und Horror, dass man sehr gut zwischendurch lesen kann, weil es einen gewissen Unterhaltungsfaktor hat, von dem man allerdings sonst nicht viel erwarten sollte – weder überraschende Wendungen noch tiefgründigere Charaktere.

MEINE WERTUNG
3,5 von 5 Leichen

 

Advertisements

2 Responses to [Rezension] Totennacht (Roman, Urban-Fantasy)

  1. Auch dieses Buch habe ich vor einiger Zeit selbst gelesen. Ich gebe zu, die Würfelmagie hat mich einfach so dermaßen begeistert, dass ich die vielen kleinen Fehlerchen des Buches übersehen konnte. Connor und seine Würfel sind einfach stark. Natürlich hast du Recht, dass wir erzähltechnisch nicht viel Neues erleben, aber ich hatte trotzdem eine Menge Spaß!

    • wuerfelheld sagt:

      Na wenn Dir das Buch Spaß gemacht hat, hat es für Dich doch seinen Zweck erfüllt. Bei uns harkte es ein wenig. Aber nicht jedem Leser muss alles gleich gut gefallen, das wäre ja langweilig und öde 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: