[Rezension] Die Heimsuchung von Grayson Manor (Roman, Mystery)

© Mantikore Verlag

Autor: Cheryl Bradshaw
Übersetzung: Andrea Blendl
Titelbild: Slobodan Cedik
Verlag: Mantikore Verlag
Reihe: Addison Lockhart Mystery-Reihe, 01
Format: Taschenbuch
Seiten: 258
Erschienen: Juli 2017
ISBN: 978-3945493755
Preis: 13,95 Euro

von: Kris

Cheryl Bradshaw scheint eine der unzähligen Autorinnen zu sein, die romantische Krimis und übernatürliche Thriller für den amerikanischen Markt schreiben und dadurch auf den New-York-Times-Bestseller-Listen landet, ohne jemals Profil zu erhalten. „Die Heimsuchung von Grayson Manor“ ist nicht nur der erste Band der „Addison Lockhart Mystery Reihe“, sondern auch eine der typischen Geschichten, in der die Heldin eine mehr oder minder ausgeprägte Gabe besitzt, die sie befähigt mit den Toten zu sprechen.

KLAPPENTEXT
Addison Lockhart hat paranormale Fähigkeiten. Seit ihrer Kindheit quälen sie Visionen und dunkle Vorahnungen. Über die Jahre lernte sie ihre Gabe so gut wie möglich zu ignorieren. Als sie nach dem Tod ihrer Mutter das verwunschene Landgut „Grayson Manor“ erbt, tun sich Fragen auf. Ihre Mutter soll dort geboren und aufgewachsen sein, doch wieso hat die das Haus nie erwähnt? Welche Geheimnisse verbirgt es?

Addison begibt sich auf Spurensuche und zieht in das leerstehende Anwesen. Schon bald geschehen Dinge, die sie nicht mehr ignorieren kann, denn ganz offenbar ist sie nicht allein. In den Mauern von Grayson Manor lauern dunkle Geheimnisse…und Seelen, die keinen Frieden finden…

Die Heimsuchung von Grayson Manor ist der erste Band der Addison Lockhart Mystery-Reihe

INHALT
Addison kann sich nicht erklären, warum das so ist, aber seit ihrer Kindheit hat sie immer wieder düstere Visionen und Vorahnungen. Nur hat man ihr nie glauben wollen, dass ihre Warnungen wirklich Hand und Fuß haben, deshalb hat sie nach dem Tod eines Nachbarmädchens erst einmal lieber den Mund gehalten, vor allem weil auch ihre Mutter so ruppig auf alles reagierte.

Mit den Jahren hat sie sogar angefangen, ihre Fähigkeit zu ignorieren, was sich aber ändert, als sie nach dem Tod ihrer Mutter ein Anwesen erbt, von dem diese nie erzählt hat? Weswegen hat sie nie erwähnt, dass sie auf Grayson Manor geboren und aufgewachsen ist?

Das und noch ein paar andere Kleinigkeiten machen die junge Frau neugierig und sie begibt sich auf Spurensuche in dem Gemäuer, das in den Gerüchten aus der Gegend als verwunschen und Schauplatz eines Mordes gilt.

Und schon bald weiß sie, dass an den Geschichten, die man sich über diesen Ort erzählt durchaus mehr dran ist, als sie dachte, und ihre Gabe nun erwachen und zur vollen Blüte kommen muss, wenn sie das ganze Rätsel lösen will, das auch noch eng mit ihrer Familie verknüpft ist.

MEINE MEINUNG
Aufbau und Inhalt sind typisch für einen romantischen Thriller: Die Heldin weiß durchaus von ihrer Gabe, hat sich aber immer davor gescheut, diese wirklich anzunehmen, weil jemand in ihrer Umgebung regelrecht wild geworden ist, wenn sie mit den entsprechenden Andeutungen ankam – die herrische Mutter, die das mit allen Sinnen leugnen und ihrer Tochter austreiben will ist klassisch. Ansonsten tritt die junge Heldin wie ein ganz normaler Twen auf, ist aufgeschlossen, neugierig, hübsch und freundlich.

Nun da die Mutter nicht mehr ist, begibt sie sich auf Spurensuche – und die erinnert durch die vielen Recherchen doch mehr an einen der üblichen Krimis. Die übernatürlichen Elemente werden nur sehr sparsam eingesetzt und fallen fast gar nicht ins Gewicht.

Nach und nach entwickelt sich natürlich auch eine kleine Romanze zu einem der Einheimischen, der immer zur Stelle ist, wenn Addison wirklich Hilfe braucht.

Die Figuren sind so glatt gebügelt wie die Handlung. Sie entwickeln keine wirklichen Ecken und Kanten, bleiben eher ihren Archetypen verhaftet.

Es mag zwar sein, dass die Liebesgeschichte im Hintergrund bleibt, die Aufklärung des Mordes an einem Filmsternchen der 1930ger Jahre wirkt aber eher wie einer der gängigen Krimis im amerikanischen Kleinstadtmilieu als wie ein Mystery-Roman vor dem man sich wirklich gruseln muss.

Auch das Happy End ist schon vorab absehbar, so dass die Spannung insgesamt doch eher moderat und zurückhaltend bleibt. Immerhin ist die Geschichte gut zu lesen, sie hat keine Längen.

Das macht „Die Heimsuchung von Grayson Manor“, den „Ersten Band der Addison Lockhart Mystery“-Reihe zu einem durchschnittlichen, wenn auch unterhaltsam geschriebenen Krimi, der mit einer lauen Liebesgeschichte und ein paar übernatürlichen Elementen aufwartet, die aber weit davon entfernt sind, wirklich gruslige Gefühle zu wecken.

MEINE WERTUNG
3 von 5 Geister

 

 

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4 Responses to [Rezension] Die Heimsuchung von Grayson Manor (Roman, Mystery)

  1. Sehr gute Rezi, macht Lust es zu lesen.

  2. Ich hatte das Buch auch vor einer ganzen Weile gelesen und kam zum gleichen Urteil: Durchaus unterhaltsam geschrieben, aber eher ein Krimi als Horror/Übernatürliches. Mit anderem Cover und generell anderer Aufmachung wären meine Erwartungen vermutlich nicht so verwirrt worden 😀

    • wuerfelheld sagt:

      Na man kann als Verlag halt nicht immer Glück mit den Covern haben, wobei bei Mantikore dafür ein gute Händchen vorhanden ist. Aber naja was will man machen ? 🙂

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