[Rezension] Für alle Fälle Kincaid (Roman, Shadowrun)

© Pegasus Press

Autor: Russell Zimmerman
Übersetzer: Oliver Hoffmann
Verlag: Pegasus Press
Format: Taschenbuch
Seiten: 316
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-33957890986
Preis: 12,95 Euro

von: Würfelheld

Nachdem ich letztlich das Shadowrun Comeback von Mel Odom „Ein ganz normaler Auftrag“ gelesen habe und es derzeit noch zwei weitere „neue“ deutsche Shadowrun-Romane gibt, musste ich einfach den nächsten hinterherschieben.

KLAPPENTEXT
Die meisten Personen sehen Puyallup als das Schlechteste, was Seattle zu bieten hat. Ein Chaos aus Gier, Armut, Laster und Korruption in einem von Metamenschen wimmelnden Getto, in dem das Verbrechen organisierter als die Regierung ist. Viele bezeichnen es als Kloake oder Sündenpfuhl.

Jimmy Kincaid nennt es Heimat. Der ehemalige Cop, Kind aus der Gosse Puyallups, wandert auf dem schmalen Grat zwischen Schatten und großzügig ausgelegter Legalität. Er glaubt fest daran, dass dieser Ort Herz und Seele hat, Magie und Leben beherbergt. Und dass die Metamenschen hier vor allem nach Hoffnung hungern. Als ehemaliger Kampfmagier, mittlerweile ebenso ausgebrannt wie seine Nachbarschaft, versucht er die schlimmsten Auswüchse von Kriminalität einzudämmen in der Stadt, die er so sehr liebt.

Was bedeutet ein Mörder mehr oder weniger in einem dunklen Sprawl wie Seattle? Für Kincaid: alles. Er muss sich mit einem toten Mentor, einer hermetischen Gruppe in Not und einem mysteriösen File herumschlagen, für das andere Leute töten würden. Um die Daten aus dem File zu entschlüsseln und Gerechtigkeit walten zu lassen, muss er sich Seattles schlimmster Seite stellen, durch Blut und Düsternis waten und sich durch ein Netz aus Lügen schneiden.

Gut dass er Freunde hat. In hohen Positionen und im tiefen Dunkel des Sprawls.

INHALT
Der elfische Privatschnüffler und Magier, hat sich über die Jahre hinweg in seiner Nachbarschaft, im Puyallup einen gewissen Ruf, als strikter Ordnungsmacht, erarbeitet. Bei einem Einsatz für seinen Ex-Arbeitgeber, geriet Kincaid an einen mächtigen Vampir, welcher ihm fast bis aufs letzte seiner magischen Fähigkeiten beraubte. Seinen Gerechtigkeitsdrang und seinen Kampfeswillen hat Kincaid nicht verloren und um seinen magischen Verlust auszugleichen hat er sich der Technik hingegeben und sich Cyberware einpflanzen lassen.

So hat Kincaid sich ein einigermaßen sicheres Leben geschaffen und verdingt sich nun als Privatermittler, welchen seine Aufträge nicht wirklich vor großen Schwierigkeiten stellen. Zwar muss er sich immer auf den laufenden halten, aber lieber eine Wand im Rücken als eine Klinge oder Kugel.

Allerdings, als Kincaid einen persönlich gelagerten Auftrag, einen Mord an einen ehemaligen Weggefährten annimmt, gerät sein Leben aus den Fugen. So muss er sich und seine Handlungen mehrfach hinterfragen bzw. er steht vor Herausforderungen die er sich selbst als Sicherheitsmagier nicht gewünscht hatte.

MEINE MEINUNG
Nachdem ich beim letzten Roman doch das ein oder andere zu meckern hatte, fange ich hier mal mit einer positiven Nachricht an. Das Lektorat ist durchgehend auf einem guten Niveau und harkt nicht so wie bei „Ein ganz normaler Auftrag“. Dafür gibt’s schon mal ein Daumen hoch.

Die Buchausstattung fand ja bereits bei mir Anklang, daran hat sich hier auch nichts geändert.

Nun komm ich aber zur Story. Man steckt ohne viel Tamtam sofort im Geschehen und wird direkt in den Alltag von Kincaid gezogen. Man fühlt quasi schon den Türknauf und das Sicherheitsschloss seiner eigenen Wohnung und hofft, dass einem nicht direkt die Drecksluft entgegenschlägt, welche Seattle ja auszeichnen. Und so macht das miterleben, selbst keiner Dinge einfach Spaß.

Allerdings schafft es Zimmerman nach und nach die Schlagzahl und das Tempo zu erhöhen ohne das man dabei das Gefühl hat, man wird durch die Story gehetzt oder man hat was nicht mitbekommen.

Bei der Charakterbeschreibung war das Kopfkino gut versorgt und der Film auf der Leinwand lief flüssig durch.

„Für alle Fälle Kincaid“ hat mir ein paar schöne schattige Stunden bereitet und wirklich Spaß gemacht. So sollte es Minimum weitergehen mit den SR-Romanen, dann bin ich zufrieden.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Privatermittler

 

Nerd-Gedanken hat
„Für alle Fälle Kincaid“
ebenfalls rezensiert

 

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