[Rezension] Drei Tage bis Vollmond: Dämonen unterm Dom (Roman, Urban Fantasy)

® Feder & Schwert

Autor: Hagen Haas
Verlag: Feder und Schwert
Format: Taschenbuch
Seiten: 384
Erschienen: Juni 2017
ISBN: 978-3867622875
Preis: 12,95 Euro

von: Kris

Der heute in Brühl lebende Hagen Haas wurde 1972 in Brühl geboren und war schon früh ein begeisterter Fan von Geschichte, Mythen und Sagen, deshalb auch schon früh in der Liverollenspielszene aktiv. Sein Jurastudium gab er auf und studierte danach Germanistik und Geschichte, um erst journalistisch und dann später für das Fernsehen, speziell Daily Soaps tätig zu werden. Seit 2016 arbeitet er auch bei der Planung der Ritterfestspiele auf Burg Satzvey mit. „Drei Tage bis Vollmond. Dämonen unterm Dom“ ist sein erster Roman, der schon während seiner Studienzeit entstand, dann aber lange in der Schublade herum lag.

KLAPPENTEXT
Als der Kölner Student Emil eine mysteriöse schwarze Pyramide findet, ahnt er nicht, dass sein Schicksal damit unvermittelt eine dramatische Wendung nimmt. Zuerst klingelt ein bildhübscher Sukkubus namens Demmi an seiner Tür. Als Emil in die bergseeblauen Augen des Dämons blickt, ist es sofort um ihn geschehen und obwohl Demmi nicht gerade freundlich zu ihm ist, ein Loch in seine Küchentür schießt und ihm die Pyramide klaut, ist Emil nicht mehr davon abzubringen, dass er und Demmi füreinander bestimmt sind. Doch dann macht auch noch ein Unhold im Auftrag des Dämonenfürsten Asmodin Jagd auf Emil, Demmi und die Pyramide. Glücklicherweise ist der gewaltige Kampfdämon zwar eine muskelbepackte Mordmaschine, doch leider nicht sehr helle … Ein Fantasy-Roman voller Liebe und Tod, Helden und Schurken, Dämonen und Geheimagenten, Schwert- und Pistolenduellen, über- und unterirdischen Verfolgungsjagden und außerdem einigen ultrageheimen Geheimtipps für Köln-Touristen!

INHALT
Emil ist ein in Köln lebender Student, der sich mehr schlecht als recht durchschlägt und lieber mit seinen Freunden Malte Konstantin und Wächter unter einem der Pfeiler der Südbrücke trifft, als im Hörsaal abzuhängen und zu pauken. Bei dem letzten dieses Sommers findet er eher zufällig einen seltsamen Gegenstand, eine kleine schwarze Pyramide, die aber etwas unheimliches an sich hat, was sein Interesse weckt.

Doch ehe er sie sich genauer anschauen kann, klingelt es an der Tür und ein junges Mädchen mit strahlenden bergseeblauen Augen steht vor seiner Tür und verzaubert ihn so sehr, dass er erst gar nicht merkt, dass sie es eigentlich nur auf eines abgesehen hat – den Gegenstand, den er erst seit kurzem in seinem Besitz hat. Erst die zerschossene Küchentür holt ihn auf den Boden der Tatsachen zurück.

Da er glaubt, dass das Mädchen und er füreinander bestimmt sind, macht er sich auf die Suche nach „Demmi“ und stößt dabei auf so manches Geheimnis. Schon bald wird er von einem brutalen aber nicht gerade sehr hellen Unhold verfolgt und muss feststellen, dass es Asmodin und andere Höllenfürsten auf ihn, das Mädchen und vor allem die Pyramide abgesehen haben. Fragt sich nur warum.

MEINE MEINUNG
Ganz ernst sollte man „Drei Tage bis Vollmond“ nicht nehmen, wird die Geschichte doch von Anfang an mit einem humorigen Unterton und Augenzwinkern erzählt und weckt durch ihr Alter auch ein wenig Retro-Charme.

Im Mittelpunkt stehen Emil und seine Freunde, ganz normale junge Männer, die in ein verrücktes Abenteuer verwickelt werden, bei dem ein paar abgedrehte Dämonenjäger aus der geheimnisvollen Pegasus-Organisation auch noch mitmischen und den Jungs die Informationen liefern, die denen mehr oder weniger fehlen.

Und auch auf der anderen Seite werden nicht nur die üblichen Pappmache-Figuren aufgefahren, denn Demmi, die Succubus, und ihre dämonischen Kameraden erhalten auch so etwas wie Persönlichkeit und der Leser den entsprechenden Einblick in die Hölle.

Die Handlung ist dementsprechend simpel gehalten und arbeitet mit der Prämisse, dass eine nette kleine Liebesgeschichte immer für die richtige Motivation für die beiden Hauptfiguren sorgt und auch noch das entsprechende Chaos entstehen lässt.

Der Autor spult routiniert eine Geschichte ab, die man in Details schon oft gelesen hat, schafft es aber, die Versatzstücke anders als gewohnt zusammen zu fügen und dabei nicht mit Lokalkolorit und einem guten Schuss Humor zu sparen.

Heraus kommt damit nicht der übliche Urban-Fantasy-Clinch zwischen den bösen Dämonen, ihren organisierten Jägern und ein paar bisher unbeleckten Normalos, sondern eine frische Geschichte, in der so manches Klischee den Kopf gestellt wird.

„Drei Tage bis Vollmond“ ist eine heitere bis freche Hommage an das Genre des seichten Gruselromans, garniert mit „Urban Fantasy“ – Elementen, die der Handlung den richtigen Flair geben. Wer leichtfüßige aber dennoch abenteuerliche Geschichten mit vielen Anspielungen, Lokalkorit und warmherzigen Gags mag, der wird hier sicherlich nicht daneben greifen.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Dämonen

 

Ein Gedanke zu „[Rezension] Drei Tage bis Vollmond: Dämonen unterm Dom (Roman, Urban Fantasy)“

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