[Rezension] Captain Sonar (Brettspiel)

® Pegasus Spiele

Autor: Roberto Fraga, Yohan Lemonnier
Verlag: Pegasus Spiele
Spieler:
4 – 8
Spieldauer:
20 – 45 Minuten
Alter:
10+
EAN: 4
250231714115
Preis:
ca. 35 Euro

von: Würfelheld

Wer kennt es nicht, im Unterricht den karierten Block rausgenommen und schnell ein Spielfeld für „Schiffe versenken“ aufgezeichnet und seine Boote platziert. Oder aber man hat sich eine krasse Version für zuhause, mit Spielbrett, Fernrohr und Nöppel gegönnt. Das Spiel hat fast immer Spaß gemacht und dürfte ohne Zweifel als Klassiker bezeichnet werden. „Captain Sonar“ hievt das altbekannte Konzept nun auf eine neue Stufe, denn es bringt die Sache weg von „versenke die komplette gegnerische Flotte“ hin zu „finde ein spezielles U-Boot und versenke dieses“.

BOXTEXT
Das Jahr 2048: Als Teil einer Mannschaft von Eliteoffizieren steuern die Spieler in Captain Sonar ein hochmodernes U-Boot. Die Mission klingt einfach: das feindliche U-Boot finden und zerstören. Doch das gelingt nur, wenn alle eng zusammenarbeiten. Der Schlüssel zum Überleben liegt in der erfolgreichen Kommunikation und Planung. Während der Funker das gegnerische Team abhört, müssen der erste Offizier und der Maschinist darauf achten, dass der Kurs des Kapitäns das U-Boot nicht zerlegt. Der…

SPIELAUFBAU UND -ABLAUF
Den Anfang bei Captain Sonar macht das Team Building. Die Spieler müssen sich einigen, wer mit wem gegen wem antritt. Ein Team besteht minimal aus 2, maximal aus 4 Spielern. Anschließend heißt es dann entsprechend Stühle rücken am Tisch, denn Dieser wird dann durch einen Sichtschirm getrennt. Anschließend werden die Rollen Kapitän, Erster Offizier, Funker und Maschinist vergeben.

Nach den Vorbereitungen wird eine der fünf Karten gewählt und schon kann die Jagd auf das gegnerische U-Boot beginnen. Die Karte, welche gewählt wurde, wird für beide Seite deutlich auf den Tisch platziert und die Kapitäne bestimmen die Anfangsposition ihrer U-Boote, wobei die U-Boote nicht sichtbar auf den Karten positioniert wird. Anschließend werden Spielzüge von Kapitän laut angesagt, diese beschränken sich allerdings auf Richtungsangaben in Form von Kompassangaben.

Der Funker versucht nun anhand der Ansagen des gegnerischen Kapitäns, den auf der Karte verzeichneten Inseln und Minen, sowie der Fahrt- und Tiefenbeschränkungen die Position des Gegners zu ermitteln.

Der Erste Offizier überwacht die Systeme. Dabei muss er diese entsprechend auf Bereitschaft bringen. Dies wird durch Markierungspunkte die der Erste Offizier entsprechend setzen muss gemacht. Wenn eines der Systeme den maximalen Füllstand erreicht hat, ist es Einsatzbereit. Die Systeme reichen von Sonar, über Minen bis hin zu Drohnen.

Der Mechanist muss wie der Erste Offizier auch, nach jeder Runde eines der Systeme markieren. Hier jedoch geht es darum, welches System nicht genutzt werden kann. Erst wenn die verbundenen Symbole alle durchgestrichen sind, darf er die Linien wieder entfernen um die Systeme wieder einsatzbereit zu machen.

SPIEL
Captain Sonar passiert in Echtzeit und nur durch den Einsatz von Systemen wird dies unterbrochen und die entsprechenden Auswirkungen von z.B. Minen kontrolliert und somit ins Spiel gebracht. Die Auswirkungen können dann den Spielstress für beide Parteien erhöhen. So ist es wichtig, das jeder seinen Job gut macht, den schließlich will man ja nicht auf Grund laufen und somit Schlussendlich verlieren.

Wer Captain Sonar allerdings länger spielen möchte, sollte auf den Rundenbasierten Modus zurückgreifen, welcher jeden Spieler seine entsprechende Zeit und Handlung einräumt und die Auswirkungen dann sofort darstellt.

MEIN FAZIT
Captain Sonar ist eine echt gelungene Frischzellenkur für alte Schiffe versenken Fans. Aber nicht nur für diese, auch der Nachwuchs sollte mit diesem Spiel gut bedient sein, auch wenn das Konfliktpotenzial sehr hoch ist, ist ja schließlich auch ein Bestandteil des Spiels.

Die gewählten Spielmaterialien sind gut verarbeitet und sollten einen häufigen Gebrauch sehr gut überstehen und somit für langen Erhalt sorgen. Die Illustrationen bringen ein entsprechendes Feeling rüber und sorgen dafür das man sich in die Situation gut reinfinden kann.

Das finden des bevorzugten Spielmodi war einfach und somit ist bei uns keiner auf der Strecke geblieben, allerdings sollte man sich da einfach mal durchprobieren, es hält doch Überraschungen parat und wir waren überrascht wieviel Stress doch aufkommen kann.

Captain Sonar hat uns stundenlangen Spielspaß bereitet und hat gut dafür gesorgt das man sich über alte Seeschlachten ausgetauscht hat. Schönes, schnelles Spiel.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Sonaraufspürungen

 

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