[Rezension] Armada: Nur du kannst die Erde retten (Science Fiction, Roman)

© FISCHER Tor

Autor: Ernest Cline
Übersetzer: Sara Riffel
Verlag: FISCHER Tor
Format: Klappbroschur
Seiten: 416
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-3596296606
Preis: 14,99 Euro

von: Würfelheld

Nachdem ich „Ready Player One“ in guter Erinnerung behalten habe, war für mich klar, das ich das nächste Werk von Ernest Cline auch konsumieren muss. Somit wanderte „Armada“ auch auf meinem Lesestapel. Nun habe ich die Zeit gefunden, meine Nase zwischen die Buchdeckel zu stecken und mitzuerleben wie man die Erde retten kann.

KLAPPENTEXT
Zack Lightman ist ein Träumer und Geek. Seine Freizeit verbringt er am liebsten vor dem Computer, und richtig gut ist er nur in ›Armada‹, einem Virtual-Reality-Shooter, in dem eine außerirdische Spezies versucht, die Erde zu erobern. Damit ähnelt sein Leben zahlreicher anderer Gamer. Bis eines Tages ein echtes Alien-Raumschiff über seiner Heimatstadt auftaucht – und aus dem Computerspiel bitterer Ernst wird. Denn als sich die ersten Wellen außerirdischer Raumschiffe ankündigen, sind es allein die Gamer, die ihnen im Drohnenkampf gewachsen sind. Die besten unter ihnen werden von der Earth Defense Alliance angeworben und ausgebildet. Von einer geheimen Operationsbasis auf dem Mond aus führen Zack und seine Freunde einen Krieg, in dem es um das Schicksal der Erde geht.

›Armada‹ ist große Science Fiction vom Autor des Weltbestsellers ›Ready Player One‹, der derzeit von Steven Spielberg verfilmt wird. Das perfekte Buch für alle Gamer, Popkultur-Nerds und Fans von ›Independence Day‹, ›EVE Online‹, ›Elite: Dangerous‹ oder ›Star Citizen‹ und für alle User von Oculus Rift, Vive oder PlayStation VR.

INHALT
Armade ist der Titel eines der großten und populärsten MMOs und Zack ist einer der Top Ten Spieler,. Ob es daran liegt, das er viel Zeit investiert oder aber weil er aus einem kleinen 600 Seelen Kaff kommt und so ein Talent brauchte um der Ödnis zu entfliehen oder ob er die guten Gamer-Gene seines früh verstorbenen Vaters und seine Zock-Mutter mitbekommen hat, bleibt ungeklärt, ist aber auch ehrlich gesagt schnurzpiepegal.

Auf jeden Fall ist Zack immer wieder gespannt, was sich die Spieleentwickler als nächstes ausdenken und welche Strategien er sich als Mitglied der EDA, der Earth Defence Alliance, einfallen lassen muss um die Menschheit vor merkwürdigen Aliens (im Spiel durch eine Art Kalmare dargestellt) zu retten.

Als Zack eines Abends, mit seinen beiden besten Freunden, an einer neuen Mission teilnimmt und gnadenlos scheitert, will er eigentlich ein wenig Abstand gewinnen und sich auch von seinem „verstorbenen Vater Verehrungskult“ etwas distanzieren, denn sein Vater war nicht nur durch und durch ein Nerd, sondern hat in seinem Tagebuch auch etliche Theorien aufgestellt, die Zack wirklich an der Intelligenz seines Vaters zweifeln lassen bzw. dies als puren Wahnsinn auffaßt.

Allerdings sieht sichZaak dann auf einmal in einer Situation, das Virtualität und Realität verschmelzen und so wird aus dem Schüler und Top Ten Spieler ein echter Soldat der die Erde vor Aliens beschützen muss. Zack merkt schnell das sowohl sein Dad, sein Arbeitgeber und mehr oder weniger ein Groißteil seines Umfeldes auf diesen Tag hingearbeitet haben. Sein Talent ist so einzigartzig, dass die EDA nicht ohne ihn auskommen kann.

Somit beginnt ein Leben welche sich Zack nicht hätte vorstellen können und so wird aus einem nerdigen Spieler, langsam aber sicher, der Rückhalt und die Kampfmaschine, welche die Menschheit vor schlimmeren bewahren soll.

MEINE MEINUNG
„Ready Player One“ war zu seiner Zeit für mich ein tolles Erlebnis und so wollte ich „Armada“ unbedingt lesen. Ja sowas hat man glaube ich doch schonmal. Von der Thematik her schien es dann wieder ein wilder Ritt durch eine nerdige Geschichte zu werden. Das kann der Roman auch halten und ich stiess auf vieles, was zu meiner Zeit auch ein Hit war, sei es die alten Star Wars Filme, die genannten Atari Klassiker, usw. Ernest Cline schmeißt hier stellenweise mit soviel Daten und Fakten um sich, das es mich irgendwie nervte. Denn auf der einen Seite war es toll, die ganzen Dinge wieder aus dem Hirnschubladen herauszuhoien, auf der anderen Seite sorgte das auch für einige Leseunterbrechung, da ich mich mit den genannten und erwähnten Fakten nochmals beschäftigen musste, rein um dies zu checken bzw. auch um in alten Erinnerungen zu schwelgen. So sorgte dieses dafür, das ich dieses Buch in so einem lahmen Tempo fertigbekommen habe das ich mich wundern muss.

Aber damit noch lange nicht genug. Cline, wie gesagt, schmeisst mit Fakten um sich und bringt auch das ein oder ander fiktionale, wie etwas die Unterwanderung von Lucas Films oder Disney durch die EDA ins Spiel. Teils gut gemacht, teils nicht mehr als eine schlechte Verschwörungstheorie. Aber als dann Zack von der EDA „eungeladen“ wird, wurde sich zu nahe am „The Last Starfighter“ bedient, wobei sehr vieles im Buch genau an diesen Film erinnerte und man es fast als einee Neuauflage sehen kann.

Die Übersetzung des Werkes ist gut, aber an der ein oder anderen Stelle hapert es dann doch. Als Beispiel sind die X-Flügler auf den aktuellen Disney-Sprachgebrauch, warum das dann aber nicht bei Millenium Falcon passiert ist, bleibt wohl ein kleines Geheimnis. Wer diesen kleinen Fehlern aber verzeichen kann, findet schnellen Lesefluss.

Alles in allem finde ich „Armada: Nur du kannst die Erde retten“ für zwischendurch ganz nett, allerdings nicht so herausragend wie „Ready Player One“. Wer die ersten 100 Seiten übersteht, erhält eine guter nerdige Geschichte.

MEINE WERTUNG
3,75 von 5 80er Jahre Daddelautomaten

 

Anmerkung: Wer sich den absoluten Nerd-Overkill geben möchte, dem sein die englischsdprachige Hörbichversion, welche von Wil Wheaton gelesen wird, ans Herz gelegt.

 

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2 Responses to [Rezension] Armada: Nur du kannst die Erde retten (Science Fiction, Roman)

  1. Timberwere sagt:

    Danke für die Rezension! Das hört sich tatsächlich wie etwas an, das mir gefallen könnte. Aber wenn, dann definitiv auf Englisch (danke auch für den Wil Wheaton-Hörbuchtip!).
    Hat Ready Player One (das ich auch [noch] nicht kenne) inhaltlich mit Armada zu tun, oder ist Armada etwas ganz Eigenständiges?

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