[Rezension] Arctica #1: Zehntausend Jahre im ewigen Eis (Comic)

Text: Daniel Pecqueur
Zeichnung: Boyan Kovacevic
Farben: Pierre Schelle
Cover: Manchu
Verlag: Bunte Dimensionen
Format: Hardcover
Seiten: 48
Erschienen: November 2010
ISBN: 978-3938698372
Preis: € 14,00

von: Quack-O-Naut

Es ist unzweifelhaft, das Comics eine eigene Form der Literatur sind und ganz zweifellos eine spezielle Kunstform bei der Text und Bilder auf wenigen Seiten ganze Geschichten erzählen. Mal schauen ob das Ewige Eis unterhalten kann.

KLAPPENTEXT
Als er im Auftrag der European Navy einen riesigen Eisberg zerstört, der die Schiffswege unsicher macht, entdeckt Dakota einen geheimnisvollen Kasten, der im Eis eingeschlossen war. Sein Inhalt ist so außergewöhnlich, dass das Oberkommando die Angelegenheit sofort als Militärgeheimnis eingestuft …

INHALT
Dakota ist seit seiner Kindheit ein Flugzeugnarr und so wundert es nicht dass er zum Besten der Besten unter den Piloten avanciert ist. Seine Expertise ist gefragt, sein Ruf makellos und mittlerweile hat er sich einen Status erarbeiten, bei dem er bestimmen kann, welche Aufträge er annimmt und welche nicht. Nachdem seine Tochter beim Spielen mit einem Trümmerstück eines radioaktiv verseuchten Satelliten tödlich verstrahlt wurde, wurde für Dakota das „entsorgen“ solcher Gefahren zur Herzenssache. So lebt er die meiste Zeit auf einer Raumstation von wo aus er Raumschrott vernichtet um zu verhindern das jemals wieder ein Kind durch die radioaktiven Trümmer zu Schaden kommt, oder gar sein Leben verliert. Nur Aufträge die für ihn von besonderem Interesse sind nimmt er an und so fliegt er auf Bitten eines alten Freundes mit einem Kampfjet in der Arktis umher um riesige Eisberge, welche eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen mit den Bordwaffen seins Kampfjets zu zertrümmern. Bei seinem letzten Einsatz macht er jedoch eine ungewöhnliche Entdeckung, nachdem er einen der Eisberge „zerlegt“ hat, wird ein merkwürdiges, zylindrisches Objekt freigelegt. Wieder auf dem Flugzeugträger, der mobilen Einsatzbasis für den Auftragt, gelandet, macht er sich sogleich mit einem Hubschrauber auf um das merkwürdige Objekt zu bergen.

Bei einer genaueren Untersuchung gelingt es zunächst nicht den Behälter zu öffnen doch dann, nachdem Dakota den Zylinder berührt, offenbart das geheimnisvolle Objekt ihren unglaublichen Inhalt. Sofort wird alles unter Militärkontrolle gestellt und alle weiteren Aktionen im Sinne der Sicherheit ausgesetzt. So beschließt Dakota nach Frankreich zu fahren um seine Eltern zu besuchen.

Zur gleichen Zeit in Frankreich, wird ein gut bewachter Zug der das Wertvollste transportiert was der Menschheit geblieben ist, Wasser, überfallen. Kaltblütig töten die Räuber die Sicherheitsleute und nur mit viel Glück kann sich Mismy, die Lokführerin gerade noch retten. Bei Ihrer Flucht stolpert sie über ein nacktes, Mädchen, was anscheinend unter Schock steht, denn die reagiert auf keine von Mismys Fragen…

gerade dabei seinem Vater bei der Aussaat zu helfen bekommt Dakota einen Anruf des Basis-Kommandanten. Die Wacher vor dem Labor indem der Behälter und dessen „Inhalt“ verwahrt wurden, wurde getötet, die Tür aufgebrochen und der „Inhalt“, ein kleines Mädchen mit blauen Haaren, ist verschwunden. Der Kommandant bittet Dakota zu einem Meeting und beauftragt ihn dort sich auf die Suche nach der Kleinen zu machen. Dakota macht sich sofort auf die Suche, denn jede verstreichende Minute wird es schwieriger sie zu finden, doch dann wird Dakota unvermittelt angegriffen. Anscheinend gibt es andere Mächte die ebenfalls hinter dem Mädchen her sind …

MEINE MEINUNG
Hervorragend in Szene gesetzter Comic. Die Illustrationen auf den 46 mattglänzenden Seiten sind sehr hochwertig und überaus detailreich. Die sehr gut platzierten Textblasen stören dabei nicht und bieten doch die nötige Struktur sie in der richtigen Reihenfolge lesen zu können. Textlich passend zu den Grafiken wird die Story sehr anschaulich erzählt, wobei besonders die Rückblende durch ihre dezent farbliche Absetzung sehr gut von der eigentliche Zeitlinie abgegrenzt ist, dabei aber nicht an Qualität und Detailreichtum vermissen lässt. Die dabei gewonnenen Informationen unterstreichen sehr gut den Charakter von Dakota, wodurch seine Entscheidungen logisch und nachvollziehbar werden. Die Story selbst erinnert ein wenig an einen Mystery-Thriller was neben den ganzen Superhelden-Comics, für frischen Wind in die Comic-Szene sorgen sollte. Gerade lang genug um einen richtig guten Einstieg in die Story zu verschaffen aber dennoch sehr kurzweilig, bin ich am Ende dieses Teils gespannt, was im zweiten Band/Teil passieren wird. Die Story ist interessant, wenn auch an der einen oder anderen Stelle ein kleinwenig vorhersehbar, was aber wohl unvermeidlich ist und der Qualität nicht schadet.

Wo wir gerade bei Qualität sind, so kann das Comic-Buch auch sonst überzeugen. Das Hochglanz Hardcover aus festem Karton illustriert schön die Schlüsselszene zu Beginn der Story. Das Motiv befindet sich auch auf der Rückseite und wird dort von einem kleinen Text überlagert, der es versteht anzufüttern, wie man so schön sagt. Die Seiten haben eine schöne Haptik und der Kniff mit dem mattgläzendem Papier sorgt für gute Lichtverhältnisse und ein knackiges Farbenspiel.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Stasiskapseln

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