[vor Ort] U-CON Eurocon 2017

Am vergangenen Wochenende, 16.06.-18.06.2017, fand in Dortmund, in dem für Rollenspieler nicht ganz unbekannten Fritz-Henßler-Haus, der diesjährige Eurocon statt. Da ich langes Wochenende hatte, fiel die Entscheidung nicht schwer diesen zu besuchen, allerdings nur Freitags.

In Dortmund angekommen, fühlte man sich direkt an die alten RatCon Zeiten erinnert, denn auch der Eurocon fing mit Parkplatzsuche an, und das trotz Plakette. Gesucht, Gefunden, lautet hier aber dann doch relativ schnell die Devise. Also ab zum Eingang. Hier gab es dann sowohl Licht wie Schatten. Auf der einen Seite kostet der Eintritt 20 Euro, auf der anderen Seite, für Schwerbehinderte die das Anrecht auf Begleitperson haben, ist der Eintritt frei, und das ist nicht selbstverständlich. Der Eintrittspreis beinhaltete dann auch eine Con-Tüte, ob diese aber mit einem etwas dickeren A5-Programmheft und eine handvoll Flyer ihren Namen verdient hat bzw. überhaupt sein muss ist für mich mit einem klaren Nein zu beantworten.

Was gab es dann zu sehen. Die Aussteller waren mehr oder minder alle im alten Gartensaal und im Gang davor versammelt. Den Anfang im Gartensaal machten Tom Daut und Heike Schrapper, welche den Besucher mit ihrer Art direkt einfingen und wie immer gute Laune verbreiteten. Den Gang hoch zur Bühne ist dann der Begedia Verlag zu erwähnen. Harald war der Händler der seinen Hintern vom Gartenstuhl erhob wenn Kunden etwas wissen wollten oder nur halbwegs interessiert aussahen. Am Ende empfingen die Besucher das Amt für Aehterangelegenheiten. Da ist Stimmung und gute Laune vorprogrammiert. Und so war es auch. Das waren die Händler die mir im Gedächnis geblieben sind und welche an dieser Stelle Erwähnung finden sollen. Somit beschrenkte sich meine Ausbeute diesmal auch nur auf zwei Bücher. Ich hatte im Vorfeld mit deutlich mehr gerechnet. Aber nee.

Das gebotene Freitags-Programm war vielfältig und hielt für jeden interessierten SciFi-Fan  Lesepanels und Diskussionsrunden parat, wobei man dort vom Keller bis in die dritte Etage rennen konnte. Da hätten es auch weniger getan. Meine Wahl fiel hier auf eine Gemeinschaftslesung von Thorsten Küper und Anja Bagus, welche aus der Anthologie Menschmaschinen vortrugen.

Anschließend gab es noch eine Lesung von Tom Daut, welcher aus seinem Anno Salvatio Universum vortrug.

So mit ein paar Tagen Abstand hat sich bei mir das Gefühl eingestellt, das diese Eurocon nicht wirklich der Bringer war. Die Gespräche waren gut, die Lesungen waren toll, aber man hat mich nicht von vorne bis hinten einfangen können, so dass ich gesagt hätte, ich schau ob ich Samstags und/oder Sonntags nochmals hinkomme.

Als Pen & Paper Rollenspieler ist man ja schon einiges an Cons gewohnt und hat gerade mit der RatCon ja einiges in dieser Location erlebt. Aber die Eurocon kommt bei weiten nicht daran. Wobei wer einen ruhigen Tag mit dem SciFi Fandom erleben wollte, war hier richtig.

Ob ich beim nächsten Eurocon nochmals nach Dortmund fahre kann ich noch nicht sagen, tendenziell aber eher nicht. Aber wer weiss, vielleicht arbeitet man mal ein wenig am Konzept und somit am Erlebnis.

Im Netz:
Küperpunk`s Vortrag über virtuelle Lesungen
Küperpunk liest auf der Eurocon (abseits von SciFi)

 

 

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7 Responses to [vor Ort] U-CON Eurocon 2017

  1. nerds-gegen-stephan.de sagt:

    Sehr interessanter Bericht 🙂

  2. […] ich letzten Freitag auf der in Dortmund stattfindenden U-Con Eurocon 2017 zugegen war, konnte ich nicht am Follow Friday teilnehmen. Aber hiermit bin ich dann wieder mit […]

  3. […] Monat habe ich den U-Con EuroCon in Dortmund besucht  und das war nicht wirklich mein Con, weil woe es im verlinkten Bericht […]

    • Nina Horvath sagt:

      Es wird keinen Eurocon in Dortmund mehr geben – jedenfalls nicht so schnell. Das ist ja das Charakteristikum des Eurocons, dass der immer woanders ist. Nächstes Jahr kommt der nach Amiens (Frankreich), übernächstes nach Belfast. Danach wird erst entschieden. Zusätzlich war das Ganze auch noch Dort.Con, aber die Veranstaltung ist nur alle zwei Jahre. Die Entscheidung nach dem nächsten Jahr ist Dir also abgenommen.

      • wuerfelheld sagt:

        Das der EuroCon wandert war logo… DortCon jede zwei Jahre auch 🙂

      • Nina Horvath sagt:

        Na ja, aber es steht was zum nächsten Eurocon in Dortmund. Da musst Du vielleicht aber 20 Jahre warten oder es passiert auch nie mehr wieder, das weiß man nicht. Ich war jetzt ein paar Mal am Eurocon und mir taugt das total, vor allem kenne ich jetzt schon total viele tolle Leute aus ganz Europa. Ich hatte da viele interessante Gespräche und der Spaß kam auf jeden Fall nicht zu kurz. Ich habe mich auch sehr gefreut, dass sie für deutsche SF-Verhältnisse auch erstaunlich viele Fans in den 20ern und 30ern im Boot hatten. Und nein, bitte nicht missverstehen, ich bin gut Freund mit allen SF-Fans, die nett zu mir sind (ohne so „nett“ zu sein, mich ohne zu fragen anzufassen), und ich unterhalte mich auch mit allen, aber es wird oft anstrengend, wenn eine Altersgruppe, der man nicht angehört, überrepräsentiert ist. Das ist mit der älteren Generation auf den SF-Cons aber genauso wie den Teenies auf Mangacons. Ich mag am liebsten eine gesunde Mischung. Der in Dortmund war wirklich gut organisiert, aber klein und die Stadt ist halt auch nicht gerade Europas schönste Perle. Wirklich nahe ist das Ganze von mir aus auch nicht. (Zwischen 9-10 Stunden Fahrzeit mit der Bahn fängt es an, am Rückweg kam ich dann in diese G20-Protestsache und war statt am frühen Abend am nächsten Tag zu Hause!)

      • wuerfelheld sagt:

        Siehst Du, so unterschiedlich können die Erlebnisse aufgefasst werden. Ja Dortmund ist nicht die Perle Europas und wirds auch nie werden. Zentral gelegene ist es mMn auch nicht wirklich und Parkfreundlich schonmal gar nicht, aber das war mir durch die RetCon-Jahre und ein paar DortCon Besuche bekannt.
        Zumindestens am FR hatten wir das Gefühl das es eine große Tendenz zum „alten Eisen“ gab. Wie es SA und SO aussah, weiß ich nicht, habe ich aber auch geschrieben das ich nur FR da war. Allgemein ist mein Eindruck aber, das sich langsam was beim „Nachwuchs“ tut. Obs daran liegt, das wieder einiges an SciFi Filmen in den Kinos läuft oder weil einige Verlage es wieder für sich entdeckt haben und das Genre nun mehr beachten, sei dahingestellt. Gut ist es auf jeden Fall und die Szene kann es eindeutig gebrauchen.
        ich sehen Cons genau wie Du, eigentlich auch als Treffpunkt, Austauschort, Vergnügen an. Daher bin ich auf einigen ja auch unterwegs und fröhne meinem Hobby. Und Kommunikation, naja sagen wir es mal so, ich bin nicht auf den Mund gefallen 🙂 und unterhalte mich gerne. Gerdae wenns mit meinem Hobby zu tun hat.

        Na vllt. sieht man sich ja mal auf einer der anstehenden Cons, dann quatschen wir mal und sehen wie die Con gefällt.

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