[Rezension] Gladium #2 – Die Cyborgdämonin

Autor: Inka Mareila
Verlag: Amrun Verlag
Genre: SciFi/Superhelden
Format:
Taschenbuch
Seitenzahl: 176
Erschienen: Jan. 2016
ISBN: 978-3958692459
Preis:
6,90 Euro

von: Philipp (NgS)

Mit dem ersten Band „GLADIUM: Gefangen im Xandom-Tower“ gelang dem Autor Markus Kastenholz ein zwar nicht überragender, aber immerhin ganz ordentlicher Auftakt seiner neuen Superhelden-/SciFi-Romanreihe. Immerhin, Potential war zur Genüge vorhanden, daher war ich doch sehr auf die Fortsetzung gespannt. In dieser fungiert Markus Kastenholz nur noch als Herausgeber und Lektor, den schreibenden Part übernimmt Inka Mareila.

Klappentext:
Crystal ist Außenseiterin. Sie schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Allein in Basti findet sie einen Vertrauten und Freund.
Nachdem sie ein Ritual auf einem verlassenen Friedhof beobachtet, trifft Crystal auf einen Dämon. Und ohne genau zu wissen, was sie da tut, bekämpft sie ihn und gewinnt, woraufhin einige seiner Körperteile mit verschmelzen.
Es dauert nicht lange, da bekommt sie einen Brief von Alexander Xandom, der sie zu sich nach Manhattan einlädt, um ihn im Krieg gegen die Purples zu unterstützen. Crystal ist davon sofort begeistert, sieht sie so doch einen Ausweg aus ihrem Lebens-Dilemma.
Im Flugzeug trifft sie Basti, der sich als Vertrauensmann Xandoms ausgibt.
Doch er lügt.

Basti ist ein Kollaborateur der Purples, und die haben vor, Crystal kybernetisch aufzuwerten und sie in ihren Dienst zu stellen.
Als CYBORGDÄMONIN …

Band 2 der ersten Superhelden/Alien-Taschenheftreihe aus dem Amrûn Verlag

Inhalt:
Und weiter geht es mit Alexander Xandoms heroischer Mission, eine streng geheime Eliteeinheit aus Menschen mit besonderer Begabung – wie schon im ersten Band eher antagonistische Superhelden – zusammenzustellen, um die Infiltration der Erde durch die Purple-Außerirdischen abzuwehren. Dieses mal in seinen Fokus gerückt ist das junge Emo-Mädel Crystal. Deren Besonderheit ist, dass sie sich in einen kampfstarken Dämonen verwandeln kann. Und das war es dann auch schon mit den Besonderheiten: Wenn sie nämlich, und das ist sie die überwiegende Zeit des SciFi-Superhelden-Horror-Mischmasch-Romans, in ihrer menschlichen Form bleibt, ist sie nicht mehr eine Anhäufung an Klischees eines ausgestoßenen Emo-Mädchens. Familienverhältnis scheiße (inklusive Vatertod, den sie nicht verhindern konnte), kein emotionaler oder sozialer Rückhalt, abgerutscht in einer dunkle Szene voller Freaks, bei dunklen Ritualen zum Dämonen geworden – Das ist zwar zugegebenermaßen mal nicht die 08/15-Superheldin, aber doch eine Anhäufung von Klischees und Stereotypen, welche es mir schwer machten, mich mit der Protagonistin zu identifizieren.

Wie der Buchtitel es schon ankündigt, steht Crystal als Cyborgdämonin im Fokus des Romans. Mit Basti wird zudem eine wichtige Nebenfigur eingeführt, welche leider trotz ausführlicher Beschreibungstexte dem Leser vielleicht sogar noch ein Stück weit fremder, ja eigentlich sogar egaler, wird als Crystal. Dabei leidet der, im zweiten Teil des Buches schon fast zur Hauptfigur aufsteigende und sich dabei vom Anta- zum Protagonist wandelnde, Basti unter einer Vielzahl an ihm zugedachten Rollen. Er ist Crystals Love Interest, dabei noch Purple-Kollaborateur, zu allem Überfluss mit einem Dämonen verbunden. Natürlich war die Kindheit ebenfalls scheiße und doch entdeckt er, quasi wo er die Purples schon zum Erfolg gebracht hat, sein Gewissen und läuft zu den Guten über. Achja, und den obligatorischen Heldentod stirbt er auch.

Die im ersten Band eingeführten Charaktere sind nicht mehr als Stichwortgeber, bekommen in der finalen und recht unübersichtlich geschriebenen Endschlacht aber allesamt „ihren“ Heldenmoment. Was schade ist, denn eben das letzte Drittel, welches sich konkret mit der GLADIUM-Superheldentruppe befasst, ist auch das unterhaltsamste und rettet das Buch immerhin noch auf ein ordentliches Wertungsniveau.

Positiv aufgefallen sind mir die gut geschriebenen Dialoge des verhinderten Liebespaares, gerade wie Kollaborateur Basti es schafft, Cystal von ihrer Mission abzubringen und zu den Purples in eine Falle zu locken, liest sich doch sehr spannend. Leider muss sich der Leser da aber vorher durch das schwache, größtenteils als Tagebuch – oder besser, als lang(weilig)e Biografie in Briefform – geschriebene erste Kapitel durchquälen, welches stilistisch so gar nicht in die Reihe hineinpassen will.

Meine Meinung:
Der zweite Band der GLADIUM-Reihe hat einen staubtrockenen Auftakt, einen interessanten Mittelteil und ein das Potenzial der Reihe andeutendes Ende. Leider sind die mitunter unlogische Handlung und besonders auch die nur pseudo-tiefen, weil klischeelastigen, Charaktere nicht so spannend wie im Auftaktband, sodass ich hier eine nochmal einen Hauch niedrigere Wertung vergebe:

Meine Wertung:
3,25 von 5 langweiligen Tagebüchern

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