[Rezension} GLADIUM #1 – Gefangen im Xandom-Tower

http://www.amrun-verlag.de/?s=gladiumAutor: Markus Kastenholz
Verlag: Amrun Verlag
Genre: SciFi/Superhelden
Format:
Taschenbuch
Seitenzahl: 202
Erschienen: Okt. 2015
ISBN: 978-3958690783
Preis: 6,90 Euro

von: Philipp (NgS)

Ein eBook für rund 2 € beziehungsweise Taschenbuch für 6,90 €, dazu ein wunderbar trashiges Cover – Da kann man einfach mal aus Neugier zugreifen. Und Trash kann ja auch Spaß machen, also war ich gespannt was der umtriebige Autor Markus Kastenholz da als Serien-Auftakt zu Papier gebracht hat…

Klappentext:
Ein Meteorit steuert auf die Erde zu und wird von einem Mann in einer Flugrüstung mittels einer Atombombe zerstört.
Am 11. September 2001 ist über Manhattan trübes Wetter.
Ein Campingplatz in Rüdesheim wird von einer Explosion in Schutt und Asche gelegt. Viele Menschen sterben. Bei den Bombenlegern handelt es sich um drei völlig identische Männer.

Sal Cieslarczyk, der wegen vielfachem Mord in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt, wird in seiner Zelle betäubt. Er erwacht im höchsten Gebäude der Welt, dem Xandom-Tower.
Alexander Xandom II. eröffnet ihm, Sal gelte offiziell als tot, er habe es so erscheinen lassen.
Sal sei frei. Er müsse ihm nur eine Woche seiner Zeit opfern und ihm zuhören.
Ein Deal, auf den „der gefährlichste Mann der Welt“ nicht bereit ist, einzugehen …

Nach den beiden Gladium-Prologen hier der erste „reguläre“ Band.
Eine Serie um „Superhelden“, alternative Wirklichkeiten und eine geheime, außerirdische Bedrohung. Die Taschenbuchausgabe enthält als Bonus den ersten Prolog-Band der Reihe.

Inhalt:
Kennt jemand Comics? Vielleicht die Avangers von Marvel? Oder das Suicide Squad von DC? Ja? OK, wer sich jetzt gemeldet hat, kann eigentlich diesen Abschnitt überspringen und gleich zur Wertung springen. Denn im Prinzip geht es um nichts anderes in diesem Buch: Die Zusammenführung einer schlagkräftigen Superhelden-Truppe zur Verteidigung der Erde vor fiesen Aliens. Natürlich gelingt dies nur mit allerlei HickHack, denn die Jungs (<em>Japano-Gestaltenwandler, treffsicherer Super-Killer und sowas wie Iron Man mit Alien-Technologie) und Mädels (fliegende Templer-Ritterin, Burka-Mädchen mit kindsverehelichtem Dschinn und jugendliche Hexe mit Blut-Magie) müssen erst einmal vom reichsten Mann der Welt, Alexander Xandom II., von der Wichtigkeit ihrer Aufgabe überzeugt werden. Irgendwann fügen sie sich dann aber in ihr heroisches Schicksal und retten gleich mal als Bewährungsprobe einer Alienabwehr-Forscherin das Leben.

Ihre Gegner sind, außer sie selbst natürlich, außerirdische Wesen, welche sich mit Hilfe von gestaltwandlerischen Cyborgs in wichtige Positionen schleichen und auch vermeintliche Gegner – wie eben Superhelden oder Alienabwehr-Forscherinnen – umbringen. Von den extraterrestrischen Feinden erfährt man in diesem Auftaktband noch nicht wirklich viel, die Geschichte bleibt vielmehr eng an den Protagonisten – Wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese Bezeichnung bei allen Superhelden wirklich gerechtfertigt ist, denn gerade Superkiller Sal (der auch mal Salzstangen zweckentfremdet) und Gestaltenwandler Kabuki sind als ehemalige Massenmörder für mich eher Antagonisten, aber das muss jeder für sich selber entscheiden. Andererseits sind sie damit sehr interessante Charaktere, die weniger weichgespült wirken als die Helden-wider-Willen aus diversen US-Comicverfilmungen. Diese Beiden sind damit auch die schillerndsten Figuren einer ansonsten noch recht blassen Superheldentruppe, die zwar interessante Ansätze bietet (Stichwort „mit einem Dschinn als Kind zwangsverheiratetes Burka-Mädchen“), deren sonstige Mitglieder aber eher als Nebendarsteller und Stichwortgeber fungieren.

Der Schreibstil erscheint mir recht einfach, ist damit jedoch flüssig und rasch zu lesen. Ohne dass dieser Auftaktband einen echten Höhepunkt bietet, ist man doch gewillt immer weiter und weiter zu lesen bis man durch ist – Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen, was durchaus als Lob an den Autor adressiert ist.

Meine Meinung:
Mit der ersten „offziellen“ Teil der Gladium-Bücherreiche – offiziell deshalb, weil es auch zwei Prolog-Geschichten gibt, welche ihren Weg als Bonus ins Buch gefunden haben – legt Markus Kastenholz einen interessanten Auftakt hin. Vom Genre her irgendwo zwischen SciFi-, Krimi-, Horror- und Superhelden-Action einzuordnen, vermochte es die zugegebenermaßen ziemlich trashige, trotz aller Irrungen und Wirrungen recht vorhersehbaren Geschichte doch zu unterhalten. Keine große Weltliteratur, aber das will sie auch gar nicht sein, daher verdiente

Meine Wertung:
3,5 von 5 Salzstangen

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