[Rezension] Elfenland (Brettspiel)

Autor: Alan R. Moon
Verlag: Amigo Spiele
Genre: Fantasy, Familienspiel
Alter: 10+
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2-6
ISBN: 4-007396-026108

von: Würfelheld

Spiel des Jahres 1998. Immerhin liegt es auch Mitte 2016 noch auf Platz 663 im Boardgamegeek-Ranking, das ist auf jeden Fall mal aller Ehren wert

Boxtext:
Reisen Sie auf dem Rücken eines Drachen durch das Elfenland

Im Elfenland haben junge Elfen eine ganz besondere Prüfung zu bestehen, bevor man sie in den Kreis der Erwachsenen aufnimmt. Wer nach vier Spielrunden die meisten Spielsteine aus den Städten eingesammelt hat, gewinnt die abenteuerliche Rundreise durch das Land der Elfen und hat die Prüfung bestanden.

Schlüpfen Sie in die Rolle eines tapferen Elfen und schweben Sie auf einem Drachen zwischen Wolken dahin oder reiten auf dem Rücken eines Einhorns über Wiesen und Felder. Ein Ausflug in das Land der Phantasie lohnt sich auf jeden Fall. Märchenhaft und wunderschön.

Elfenland – Spiel des Jahres 1998.

Die Aufmachung:
Das Spielbrett ist super und es gibt viele, viele Holznuppsis, aber die Illus der Karten und der kleinen Papp-Counter wirken heute etwas angestaubt. Da gibt es im Fantasy-Bereich deutlich coolere Sachen.

Genau gesagt gibt es:
Spielplan
6 Elfenstiefel
6 Übersichtskarten
4 Rundenkarten
12 Ortskarten
6 Hindernisse
120 Ortssteine
48 Transportmittel
Startspielerkarte
72 Reisekarten

Fünfsprachige Spielanleitung (Und die ist wirklich gut aufgemacht – ich finde es immer wichtig, wenn bei Spielen mit vielen unterschiedlichen Komponenten in der Anleitungen Abbildungen zu sehen sind, die die Identifizierung der Teile erleichtern. Gut gemacht!)

Die Regeln:
Hossa, da hat der Herr Moon 1998 das Spiel des Jahres abgeräumt und dann 2004 mit „Zug um Zug“ gleich nochmal. Respekt, Alder!

Von der Hintergrundgeschichte her sind wir junge Elfen, die sich in einem Wettbewerb beweisen müssen, indem sie möglichst schnell möglichst viele der berühmten Stätten ihres Volkes besuchen.

Die grundsätzlichen Regeln sind wirklich schnell kapiert und laufen Runden mit jeweils 6 Phasen ab:

1. Reisekarten austeilen
Jeder Spieler erhält 8 Reisekarten.

2. Ein verdecktes Transportmittel ziehen
Ein Transportmittel wird gezogen und vor den anderen Spielern geheimgehalten.

3. Weitere Transportmittel ziehen
Reihum wird ein weiteres offenes oder verdecktes Transportmittel gezogen.

4. Planen der Reiseroute
Jeder darf nun reihum ein Transportmittel oder ein Hindernis offen auf eine Straße legen.

5. Ziehen der Elfenstiefel
Mit den passenden Reisekarten können nun möglichst weite Wege zurückgelegt werden, um innerhalb von 4 Runden möglichst viele Städte zu bereisen. Diese Phase ist das Herzstück des Spiels, denn hier gilt es möglichst geschickt Routen, Wege und Reisekarten in Einklang zu bringen, um jeden noch so kleinen Vorteil zu nutzen. Das Knobeln macht wirklich Spaß, auch wenn entschlussschwache Spieler hier brutale Zeitverzögerungen auslosen können – das wird clevererweise dadurch abgemildert, dass hier alle gleichzeitig überlegen können, da die Routen ja alle ausliegen…

6. Abschluss der Runde
Ein kompletter „Refresh“ – Die Rundenkarte wandert unter den Stapel, Transportmittel werden vom Spielplan genommen, bis auf eines müssen auch die Spieler ihre Transportmittel abgeben, eingesetzte Hindernisse kommen aus dem Spiel und der nächste Spieler mischt die Reisekarten neu.

Insgesamt wirklich eine runde Sache, die zwar deutlich weniger thematisch rüberkommt, als es den Anschein hat, aber trotzdem macht es wirklich Spaß die anderen Elfen zu sabotieren, um siegreich aus dem Wettbewerb hervorzugehen.

Mein Fazit:
Gar nicht übel! Das kann man tatsächlich auch 2016 noch gut spielen. Die Illustrationen könnten eine kleine Generalüberholung gebrauchen, aber insgesamt funktioniert die Mechanik, die Thematik liegt noch am Puls der Zeit – da gibt es viel schlimmere Spiele, die heute das Licht der Welt erblicken. Fast 20 Jahre ist das gute Stück nun alt und die Entwicklung auf dem Brettspielmarkt ist mit Rosberg-Geschwindigkeit vorangeschritten, aber Elfenland macht sich auch heute auf jedem Spieltisch noch wirklich gut und definitiv ist Elfenland deutlich mehr als nur eine kleine Fingerübung als Vorbereitung auf „Zug um Zug“.

Natürlich gibt es mittlerweile Spiele mit ähnlicher Mechanik, die deutlich die Nase vorne haben oder Spiele mit vergleichbarer Thematik, die Elfenland in die Tasche stecken, aber dennoch kommt es hier etwa einmal im Monat auf den Tisch, was man mal wirklich als Lob werten kann.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Reisen durchs Elfenland

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