[Rezension] Kristall in fernem Himmel – Die neunte Expansion (D9E)

Autoren: Matthias Falke
Verlag: Wurdack Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-95556-012-6
Preis: 12,95 Euro

von: Moritz

Sieht vom Logo her irgendwie nach Deep Space 9 aus – mal sehen, ob die Serie auch startrekig daherkommt…

Klappentext:
Der Schwere Prospektorenraumer SCARDANELLI operiert in abgelegenen Tiefen der Galaxis.

Als die Crew nach langem Überlichtflug die Schlafkojen verlässt, muss sie feststellen, dass die Position des Schiffes unbestimmt ist. Die Telemetriedaten sind spärlich und sie ergeben absolut keinen Sinn. Auch Navigator Guardes, der das Schiff gesteuert hat, vermag nichts zur Aufklärung beizutragen.

Auffällig ist jedoch, wie sehr sich Igor Nastow, der Bordkybernetiker, vor den Navigator stellt. Während die Crew noch darum kämpft, Licht in das Dunkel zu bringen, taucht in der sternlosen Ferne eine riesige kristallomorphe Struktur auf …

Zum Inhalt:
Der abgehalfterte Kapitän Butch hat seine letzten Mittel zusammengekratzt, um mit seinem ebenso abgehalfterten Schiff Scardanelli einen letzten großen Coup zu landen, bevor er sich zur Ruhe setzt. Auch die Crew setzt sich nicht gerade aus der A-Liga ihrer jeweiligen Zünfte zusammen und so haben wir auch schon direkt die große Stärke des Romans in den Blick genommen. Die Handlung ist recht schnell zusammengefasst: „Eine Raumschiffbesatzung will eine unfassbar große Menge Exonium abbauen.“ Fertig.

Sehr gut ist aber die bunt zusammengewürfelte Crew dargestellt, die dann auch im Verlaufe des Romans immer mehr auseinanderbricht und irgendwann wissen die Mannschaftsmitglieder ebensowenig wie die Leser, wem sie noch vertrauen können. Respekt. Das ist wirklich ausgezeichnet aufgebaut und erzählt und bezieht sich sowohl auf die zwischenmenschlichen Beziehungen als auch auf die unterschiedlichen Ziele, die jeder einzelne bei dieser Expedition verfolgt.

Meine Meinung:
Poah, das ist echt schwer zu bewerten! Man kann den Roman wirklich gut lesen und ich kann auch keine echten Schwächen erkennen oder aufzeigen, aber irgendwie hat er mich nicht sonderlich angemacht. Immerhin ist er um Klassen besser als das doch etwas cheesy aussehende Cover und der „Science“-Teil der „Science Fiction“ gefällt mir ausgezeichnet – das ist hier wirklich alles sehr gut durchdacht und konsistent.

Wer also auf gut gemachte SCIENCE-Fiction aus deutschen Landen mit kammerspielartigem Flair steht, kann hier gerne mal reinschnuppern. Die Zeit ist gut investiert.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Kammerspiele

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