[Rezension] Wild Cards. Die erste Generation 01. Vier Asse

Herausgeber: George R.R. Martin
Verlag: Penhaligon Verlag
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 768
Erschienen: Juni 2016
ISBN: 978-3764531539
Preis: 14,99 Euro

von: Würfelheld

Willkommen im Wild Cards Universum, welches bereits in den späten 1980ern die erste Anthologie Veröffentlichung im englischsprachiger Form hatte. Bei den Wild Cards handelt es sich um ein Shares Superhelden Universum, welches federführend von G.R.R.M. seine fiktiven Geschichten auf die Menschheit loslässt. Für mich interessant und der Aspekt warum ich mal reinlesen wollte/musste, war dass die Geschichten bzw. das Universum aus einer Rollenspielrunde entsprungen ist und da man hier wohl einer der ersten Mosaikgeschichten erfahren kann. Na dann also mal abgetaucht und reingeschaut.

Klappentext:
Die erste Generation – man nannte sie Golden Boy, Turtle oder Captain Trips, und sie waren die Helden Amerikas …

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzt ein wahnsinniger Wissenschaftler einen schrecklichen Virus frei. Jetboy, der größte Pilot seiner Zeit, will das Schlimmste verhindern und tritt dem Wissenschaftler am Himmel über New York in einer epischen Luftschlacht entgegen. Doch der Wild-Cards-Virus ordnet den Lauf der Geschichte bereits neu und bringt seltsam veränderte Menschen hervor. Die Asse erinnern mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten an Superhelden. Die Joker dagegen mussten die Verwandlung mit bizarren physischen Deformationen bezahlen. Doch ob Helden oder Schurken, ob gefürchtet oder bewundert, sie sind jetzt ein Teil der Gesellschaft – und die normalen Menschen müssen lernen, mit den Wild Cards zu leben.

Info:
Die vorliegende Anthologie ist bereits in zwei Bänden im Heyne Verlag erschienen unter den Titeln »Wild Cards – Vier Asse« und »Wild Cards – Asse und Joker«. Allerdings enthält die vorliegende Anthologie zwei bislang unveröffentlichte Zusatzstorys.

Inhalt:
Wir befinden uns zur Zeit des 2.Weltkrieges in einer fiktiven Erdwelt und die Menschheit sieht sich einer Bedrohung gegenüber, denn Aliens wollen einen Virus, das sogenannte Wild Cards Virus, an uns testen, da wir eine Vielzahl genetischer Gleichheiten mit ihnen aufweisen.

Die Freilassung des Virus bewirkt dass die betroffenen Menschen anfangen zu mutieren und sich zu neuen Rassen entwickeln. So entwickeln sich beispielsweise die Joker, welche ab Virusbefall mit extremen körperlichen Mutationen leben müssen. Eine weitere Mutation sind die Asse, welche die Superhelden schlechthin sind und durch eben Superkräfte überzeugen können.

Auf Grundlage der Virusfreisetzung, der entstehenden Mutationen und Veränderungen in der Gesellschaft hangeln sich die einzelnen Autoren durch die Einführung ihrer Helden in das Shared Universe und legen so den Grundstein für weitere Publikationen.

Meine Meinung:
Vorweg ein paar Worte zur Aufmachung des Buches. Hier wird das Auge nicht nur mit Buchstabenkolonnen bedient, sondern man stößt auf ein schönes Cover und auch im Inneren darf man sich einiger Goodies erfreuen.

Die Geschichten die hier von G.R.R.M. und seiner Rollenspielrunde zusammengetragen und in das langjährig entwickelte Shared Universe übertragen wurden, sind einfache und schnelle Kost und man kann eindeutig erkennen, dass der Ursprung teils in den bekannten Comicwelten zu finden ist. Das schmälert den Unterhaltungswert ganz und gar nicht, man sollte sich allerdings auf Superhelden und der damit verbundenen Darstellung einlassen bzw. es mit einem Grinsen hinnehmen. Wobei die Universumerbauer mit ihrem Mosaikgeschichten, also der Weltverknüpfung und Protagonisten Nutzung, ein Maßstab sind, welcher mindestens in diesem Genre seines Gleichen sucht.

Erfrischend, zu mindestens fürs Superhelden-Genre ist auch, dass Superhelden eben nicht alles können und sogar sterblich erscheinen und sind, wodurch eine gewisse Glaubwürdigkeit entsteht.

Alles in allem konnten die Geschichten mich kurzweilig unterhalten, das liegt wohl auch daran, dass die üblichen Anthologie Schwankungen, was die Story Qualität anbelangt, so gut wie nicht vorhanden sind, was wohl an der Autorenzusammenarbeit liegt, welche im Geschichtskapitel beschrieben wird.

Zu den Vier Assen empfehle ich Popcorn und Cola.

Meine Wertung:
3,75 von 5 Würfel

3 Antworten zu [Rezension] Wild Cards. Die erste Generation 01. Vier Asse

  1. Markus sagt:

    Ich wusste gar nicht, das GRRM dahinter steckt. Die Romane gab es schon mal auf deutsch und ein par davon müsste ich noch zuhause rumliegen haben (wenn die nicht neulich bei der Entsorgung draufgingen). Auf jeden Fall eine etwas schrägere Version der ansonsten eher klassischen amerikanischen Superhelden. Wenn ich mich recht erinnere, war Turtle ein Held mit Telekinese-Kräften, der sich einen aus einem alten VW Käfer bestehenden Kampfanzug gebaut hat. Und dann gab es da noch einen Helden, der jeden morgen aufwacht, anders aussieht und eine andere Superfähigkeit hat (die er erstmal selber finden muss).

    • wuerfelheld sagt:

      Ja, wie oben unter „Info“ steht, gabs die Bücher schonmal im Heyne Verlag, allerdings gibt es hier ein wenig „Bonus“.

      Und „Entsorgung“? Ich hoffe das Du damit nicht die Papiermülltonne meinst?

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