[Rezension] Gipfelkraxler (Brettspiel)

Autor: Friedemann Friese
Hersteller: Amigo Spiele
Alter: 8+
Spieldauer: 30 Minuten
Spieleranzahl: 2-4
ISBN: 4-007396-057133

von: Würfelheld

„Fipfelfraxler“ müsste das Teil eigentlich heißen – schließlich stammt es ja aus der Feder von Friedemann Friese…

Boxtext:
Mit geschicktem Würfelwurf führst du deine Steinböcke zum Gipfel. Verteile dich klug auf den Bergstationen und schubse dich selbst nach oben. Steht ein fremder Steinbock im Weg? Kein Problem! Schieb ihn zurück, damit er wieder weiter unten anfangen muss. Es gewinnt, wer als Erster zwei seiner Steinböcke zur Bergspitze gebracht hat.

Gipfelkraxler – das rasant-gemeine Würfelvergnügen für die ganze Familie!
Hinweis: Die erste Auflage von Gipfelkraxler erschien im Herbst 2015 unter dem Titel Gipfelstürmer.

Die Aufmachung:
Ein Spielbrett, eine kurze Spielanleitung, 5 Würfel, 4 Spielermarker und 20 hölzerne Steinböcke. Die Comic-Steinböcke auf dem Cover gefallen mir echt gut – eine Comicserie auf Basis dieser „Helden“ würde ich auf der Stelle kaufen. Und die 14 lumpigen Euro, die das Spiel beim großen A kosten, sind alleine schon die coolen Holzböcke wert. Dazu kommt noch Spielspaß für ein paar Euro und schon ist die Investition gerechtfertigt…

Die Regeln:
Lasst es mich kurz sagen: Steinbock-Strategie-Ärger-Kniffel. Das sollte reichen!

Okay, das reicht wohl noch nicht aus – ich werde also etwas weiter ausholen. Der Grundmechanismus besteht im klassischen Kniffel-Würfeln. Man würfelt 5 Würfel und kann zweimal ungewollte Würfel nachwürfeln, bevor man dann mit dem endgültigen Resultat leben muss.

So weit so gut, aber nun gilt es, als erster zwei seiner Böcke auf die Alm gelangen zu lassen.

Alle Steinböcke beginnen den Almauftrieb (Macht man so etwas bei Steinböcken?!? Wohl nicht!) unten im Dorf und können durch das Erwürfeln bestimmter Resultate auf höhergelegene Felder gesetzt werden. So muss man manchmal möglichst viele oder möglichst wenige Punkte erreichen, oder bestimmte Dreierpaschs, Vier oder in der obersten Reihe auch Fünfer (oder „Kniffel“, wie wir Old-Schooler sagen). Das ist an sich nur halbwegs spannend, aber zu diesem Würfelmechanmismus gesellt sich nun noch die Tatsache, dass einige Felder so klein sind, dass sie nur einem Steinbock Platz bieten. Betritt man nun von unten kommend ein schon belegtes Feld, schiebt man ein befreundetes Schaf einen schwarzen Pfeil nach oben oder schubst ein gegnerisches Schaf einen weißen Pfeil nach unten.

Auch die taktische Komponente fanden wir recht interessant, da man nämlich im Idealfall schon auf den unteren Stufen eine grobe Idee hat, wohin man gelangen will und wie man am besten die eigenen Böcke unterstützen und die gegnerischen vom Gipfel stürzen kann. Da ist das Brett wirklich clever aufgeteilt.

Mein Fazit:
Eine schöne Kniffel-Variante, die ihren Reiz vor allem daraus bezieht, dass man den Mitspielern ordentlich auf den Ziegenbart treten kann. Auch zu zweit macht Gipfelkraxeln Spaß, aber mit drei oder vier Spielern wird es so herrlich chaotisch, dass man glatt an eine Art positives Malefiz erinnert wird.

Hauptzielgruppe dürften Familien mit Kindern zwischen 8 und 12 sein, aber auch mit einer rein erwachsenen Runde dürfte niemand die halbe Stunde bereuen, die eine Partie über den Daumen gepeilt benötigt.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Würfel

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