[Rezension] Glühsterne

Autor: Axel Kruse
Verlag: p.machinery
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 216
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3957650320
Preis: 8,99 Euro

von: Würfelheld

Manchmal stößt man in einer Buchpreis-Nominierungsliste noch auf Werke die komplett an einem vorbeigegangen wären, auch wenn man vieles in SciFi-Genre liest. So hat es sich auch mit „Glühsterne“ verhalten, welche ich erst durch den KLP auf den Schirm bekommen habe. Schnell organisiert und ab dafür.

Klappentext:
Daria – jahrhundertelang war der Kontakt zu der menschlichen Kolonie abgebrochen. Nach der Wiederentdeckung geschehen rätselhafte Morde unter der menschlichen Bevölkerung: Sind die Schuldigen unter der eingeborenen Alienrasse zu suchen? Terra – der Mord an einer menschlichen Familie ist brutal, die Spur führt nach Daria. Welche Hinweise verbergen sich in der uralten Ballade über die Hauke Haien: »… wo noch niemand zuvor gewesen ist«. Der 2014 für seine Novelle »Seitwärts in die Zeit« mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnete Autor nimmt den Leser mit auf eine rasante Space-Odyssee vor dem Hintergrund einer faschistischen irdischen Gesellschaft im All.

Inhalt:
Zwischen den Buchdeckel erwartet uns kein Roman, sondern drei Geschichten, die allerdings das Setting gemein haben. Wobei die titelgebenden Glühsterne dabei immer eine gewisse Rolle spielen.

Was sind diese Glühsterne? So einfach könnte man die thematische Frage benennen, welche sich in jeder der drei Geschichten wiederfindet und dabei ist es eigentlich kein Geheimnis. Bei den Glühsternen handelt es sich um versteinerte Fische welche auf Daria, einem Kolonieplaneten entdeckt und nun gefördert werden.

Die Storys sind in einem Setting angelegt, in dem die Menschheit das All kolonisiert hat. Allerdings hat die Kolonisierung schnell dermaßen große Ausmaße angenommen, dass einige der Planeten in Vergessenheit geraten sind bzw. dass die Kolonisten sich ihrer eigenen Weiterentwicklung überlassen wurden, auch wenn es im weitesten Sinne „Tourismus“ gibt.

Um kurz aufzuzeigen worum es geht, las ich einen kurzen Einblick in die erste Geschichte folgen. Lemm ein Undercoverermittler gibt sich auf dem Planeten Daria als Tourist auf, schließlich gilt es hier ein merkwürdige Mordserie aufzudecken. Lemn gelingt es relativ schnell sich ins Dorfleben einzubringen und auf die richtige Spur zu kommen und erst Erfolge zu erfahren.

Bis der Leser allerdings dieses alles im Kopfkino zusammenbasteln kann, ist die Story schon so weit fortgeschritten, das man meint, man befindet sich in einer anderen.

Meine Meinung:
Es gibt Bücher die legt man nach Beendigung aus der Hand und ist zuerst ein wenig verwundert, den das Buch ist schon zu Ende. So ging es mit mit Glühsterne. Es brauchte dann so zwei, drei Tage um zu sehen warum. Schließlich wars klar, Axel Kruse nimme bekannte SciFi Kulissen, mischt diese mit tollen Charakteren und baut drei Storys auf, welche ihre Wirkung erst nach Beendigung entfaltet.

Geschickt schickt einen der Autor in eine Richtung in der man was komplett anderes erwartet um dann den Verheblungsschleier zu lüften und die Storys aufzulösen.

„Glühsterne“ hält echt tollen Lesestoff parat, wobei man natürlich auch auf das ein oder andere ausgelutschte SciFi Klischee stösst, aber das nimmt man in diesem Falle mit einem Lächeln zur Kenntnis.

Meine Wertung:
4 von 5 Würfel

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