[Crowdfunding] Ulisses tätigt interne Diskussion

Wie an dieser Stelle berichtet, gab es Kritik an den Kobold Handbücher von Ulisses Spiele. Diese führte zu einigen Diskussion und zu einigen Statements, die u.a. auf meinem Blog oder Facebook-Seite zu finden sind.

An der Diskussion nahm auch André Wiesler (Ulisses) teil. Dieser gab nun eine „intere Diskussion“ bei Ulisses bekannt. Dazu schrieb André:

Vielen Dank für deine weiteren Hinweise, ich werde sicherstellen, dass sie die Stellen, die bei uns die Konversion in Ebooks vornehmen, erreichen. Ich habe bereits hausintern die Diskussion angestoßen, wie klein die kleinste genutzte Schrift zukünftig sein sollte. Der Verweis auf die EPubs diente vor allem dazu, Unterstützern, denen die Schrift zu klein ist, eine ihnen bereits vorliegende Alternative aufzuzeigen und künftige Leser ebenfalls darauf hinzuweisen, dass, wenn sie das Buch wegen der im Druck gewählten Schriftgröße nicht lesen möchten oder können, eine Alternative besteht. Am gedruckten Buch lässt sich naturgemäß jetzt nichts mehr ändern.

Ich bin auf jeden Fall aufs Ergebnis gespann unt hoffe dann auf Stellungnahme.

 

7 Antworten zu [Crowdfunding] Ulisses tätigt interne Diskussion

  1. teichdragon sagt:

    Ich frage mich, was Du eigentlich bezwecken willst??
    Das die Schriftgröße nicht so ungewöhnlich ist, haben schon andere Blogger widerlegt.

    Die PDFs skalieren normal und das bei Epub je nach Device etc.. nur bestimmte Größen auswählbar sind, ist völlig normal.

    Und das wir Spieler ggf. immer älter werden, (und ich selber teilweise eine Lupe brauche, weil z.b. Konto-Informationen auf Rechungen nicht mehr lesen trotz, trotz Brille, dafür kann nun Ulisses nix). Soll Ulisses demnächst alles in 12, 25 oder gar 50er Größe drucken? Oder vielleicht auch in Braille, um der Barriere-Freiheit komplett vorzubeugen?

    Hast Du auch schon Reclam und co. angeschrieben, die auch in dieser Schriftgröße Klassiker herausgeben?

    Für mich ist das ein Sturm im Wasserglas, oder meckern um des Meckerns willen. Für Deine/meine Alterskurzsichtigkeit kann der Verlag echt nix. Mit 20 habe ich auch noch die kleinsten Schriften irgendwo entziffern können.

    • wuerfelheld sagt:

      Also um es nochmals ablauftechnisch zu verdeutlichen.
      Der erste Artikel beruhte auf Äusserungen von Stefan H. und wie ich da auch schon in den Kommentaren erwähnt habe, konnte ich seinerzeit noch nichts zu den Prints, PDFs und ePubs sagen.

      Heute wurde dann auf der Facebook Seite entsprechend weiterdiskutiert. Da sind dann auch entsprechende Anmerkungen und Kritiken von Stefan H., Michael Q. und mir nachzulesen. Wobei auch dort etrwähnt wird das ich nur die digitalen Medien kenne. Stefan H. hat dort seiner Kritik aufgeschlüsselt dagelegt, wobei es ihn zuerst um die Prints geht und nicht so um die Digitalen Versionen, da man diese ja schnellstens ändern oder anpassen kann/könnte.

      Ich kritisiere nicht der Kritik Willen – es ist auch keine persönlich Kritik an Einzelpersonen, das muss ich mal klarstellen, sondern, es gib für die Barrierefreiheit, sowohl für Prints, für PDFs, als auch ePubs, Richtlinien. Diese sollte man einhalten, dann ist man auf der sicheren Seite.

      Weiterhin, ich habe immer wieder mit Verlagen zu dieser Thematk Kontakt, das geht zurück bis zu FanPro Shadowrun 2.01D-3.01D. Dort hatte ich schon auf z.B. Kontrastprobleme bei den Tabellen im GRW hingewiesen und stand im regen Austausch mit den entsprechenden Leuten. Aber dies habe ich nicht nur bei Kleinverlagen oder Rollenspiel-Verlagen getan, sondern auch bei Publikumsverlage wie z.B. Heyne. Oder aber auch in Diskussionsrunden hier im Lokalradio.

      Um es hier nochmals zu betonen, es geht NICHT darum Ulisses zu dissen oder bashen, sondern ich habe eben (siehe Screenshots) die veröffentlichte Kritik und das Kulanzangebot dagelegt. Das Ulisses nun eine „interne Diskussion“ führt, zeigt doch, das Sie sich der Sache annehmen und die Thematik nicht so vom Tisch wischen.

      Im übrpgen wird Stefan H. seine Kritik die Tage noch in einem Artikel genauer veranschaulichen! Dieser wird dann bei PhantaNews zu lesen sein. Ich werde aber auch an dieser Stelle daraufhinweisen. Imd am doeser Steööe sei erwähnt, das Ulisses gerne jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, sich auf meinem Blog zu äusser oder aber auch mit mir das persönliche Gespräch zu führen. Einige der Leute kennt man nun jschließlich seit Jahren.

      Und noch eins, damit Du siehst, dass die Thematik „Barrierefreiheit“ für mich nicht nur einfach eine „Sehschwäche“ oder „brille“ bedeutet und daher auch ein „Lebensthema“ darsteööt. Ich habe so einen Schein auf dem „Schwerbehindertenausweis“ draufsteht. Dieser trägt u.a. die Merkzeichen BL, H, B und einen GdN 100%. Was dies alles bedeutet, führe ich hier jetzt nicht alles aus, das kann Dir ein Blick ins WWW veranschaulichen.

      Zum Abschluss… abseits dieses Crowdfundings sei noch gesagt.
      Ich habe mich aufgrund dessen entschlossen, die Thematik „Barrierefreiheit“ in Zukunft öfters zu thematisieren, u.a. bei Büchern, Brettspielen, Messen usw. usf.
      Ein Blick auf meinem Blog zeigt Dir da auch das ich diese TRhematik auch mal beim RSP Karneval verarbeitet habe.
      https://wuerfelheld.wordpress.com/2015/03/23/rsp201503/

      Somit hoffe ich, Dir Deine Fragen beantwortet zu haben.
      Bis dahin,
      Würfelheld

  2. Athair sagt:

    … den persönlichen Seitenhieb von teichdragon finde ich reichlich unangebracht.

    Doch was die kleine Schrift angeht: Die Kobold-Handbücher fallen durchaus nicht aus dem Rahmen. Und da es wohl Möglichkeiten gibt, sich den Text größer anzeigen zu lassen, scheint mir die Kritik von Stefan Holzhauer („magelhaftes Produkt“, die Schriftgröße als „ergonomische Unverschämtheit“) nichts anderes als Affenzirkus zu sein. Gerade da auch im Kontext der FB-Diskussion argumentiert wird, die Verlage MÜSSTEN doch durch das Druckbild altersbedingte[1] Weitsichtigkeit ausgleichen. Und da kann ich nur sagen: Blödsinn!

    Die Verlage sollen sich bitte an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe orientieren und das tun, was sie für angemessen halten. Ob da Einzelne lieber was im Format von Senfkorn-Bibeln (Schriftgröße 6) oder Großdruck (Schriftgröße 15) ist dabei zweitrangig. Der Verlag muss wissen was und ggf. welche Varianten er anbeiten will.
    Die Kobold-Handbücher fallen da – nach meiner Wahrnehmung – nicht aus dem Rahmen des Üblichen.

    Soviel grundsätzlicher Art.

    Barrierefreiheit würde ich als Thema anderer Art begreifen.
    Sie ist ein wichtiges Thema. Es lohnt sich, sich damit auseinander zu setzten. Allerdings: Eine Lösung, die für alle passt, kann es auch da nicht geben. Allein schon, weil die Ausganglage sehr verschieden ist. Blendempfindlichkeit (also KEIN glänzendes und kein wirklich „weißes“ Papier), Farbenfehlsichtigkeit, Sprachkompetenz (leichte Sprache wäre wohl wenig zielführend, aber die sog. einfache Sprache[2] wäre durchaus denkbar), Sehschärfe, … spielen da eine Rolle.
    Stellenweise sind die Barrieren der einen die Krücken der anderen.

    Das soll keinesfalls bedeuten, dass das Thema Barrierefreiheit einfach als unlösbar abgetan werden darf. Im Gegenteil. Es braucht mMn eine sehr genaue Abwägung, um für möglichst viele Leute die Schwelle der Teilhabe abzusenken. Deswegen finde ich dein Engagement, Würfelheld, in der Sache auch ganz wichtig.

    Und deswegen finde ich auch den Bereicht über die Kritik an den Kobold-Handbüchern spannend. Gerade, weil in meinen Augen die Argumentation der Kritik nicht überzeugend ist. Rumheulen ist keine wirklich valide Kritik. Das Einfordern von mehr Barrierefreiheit wäre das dagegen schon.

    Hoffe meine Gedanken sind nachvollziehbar (formuliert).

    ____________________________________________________
    [1] Über die Argumentation „unser Spiel hat einfache und schnelle Regeln, weil unsere Spieler alt sind und keine Zeit haben“ – wie sie mache Spiele durchaus formulieren (zuletzt gelesen in Beyond the Wall) finde ich unmöglich. Das ist genau das, was 15-jährige Neulinge in ihrem ersten Rollenspielbuch lesen wollen!

    [2] Erläuterungen zu einfacher Sprache: http://www.spassamlesenverlag.de/cms/website.php?id=/de/index/derverlag/einfachesprache.htm

    • wuerfelheld sagt:

      Erstmal Danke für Deine Antwort.
      Wie bereits geschrieben, kann ich die Kritik von Stefan verstehen. Inwieweit das Thema nun Zukunft Beachtung findet, kann ich nicht Absehen.
      Aus meiner Sicht ist es aber, wie auch schon geschrieben, gut das sich die Verlage der Herausfordung stellen und sich nun auch darüber Gedanken machen.
      Welche Ergebnis dabei herauskommt, werden wir hoffentlich sehen.
      Wie auch erwähnt, wird sich Stefan da noch detailliert zu äussern (werde es dann verlinken).

      Bei dem Sachverhalt „Zielgruppenorientierung“ kann man aber auch noch diskutieren. Ich sage da einfach mal „alternde Spielerschaft“ und damit dann auch die damit verbundenen altersgerechten Sehleistungen.

      Ich warte da nun der Dinge die da kommen werden.

  3. teichdragon sagt:

    Welcher Seitehieb?
    Das ich selber Brille und teilweise Lupe brauche?
    Das ist kein Angriff, sondern einfach Fakt.
    48, Lesebrille und die verdammten kleine Zahlen auf Rechnungen etc… bekome ich nur mit zusätzlicher Lupe noch hin.

    Oder das mir der „Angriff“ zu allgemein wäre?
    Hat WH ja schon dargelegt, das er das weiter fassen will.
    Hab ich kein Problem damit.
    Wenn man allgemein fasst, soll es mir reicht sein.

  4. Athair sagt:

    @ Seitenhieb:
    Nun, der erste Satz liest sich für mich wie der Vorwurf einer Agenda gegen Ulisses. Das, was ich bei Würfelheld bisher gelesen habe, lässt solche Vermutungen/Unterstellungen mMn nicht zu.
    Kann aber auch sein, dass ich da was reininterpretiere.
    Wie dem auch sei: Ich finde deinen ersten Satz, Teichdragon, komisch bis missverständlich.

    @ alternde Spielerschaft?
    Ist das so? Wenn ja – liegt das vielleicht daran, dass jüngere Spieler(inn)en weniger bedient werden? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Teens mit „Seniorengroßdruck“ begeistert werden können.

    … witzig fände ich allerdings, wenn sich tatsächlich mal ein Verlag dazu entschließen sollte eine „Seniorenausgabe“ zu machen. Mit Großdruck, mindestens A4, dickes Papier (lässt sich bei zitterigen Händen leichter bedienen).
    Und zusätzlich eine „Juniorenausgabe“ mit kleiner Schrift, höchstens A5 und dünnem, robustem Papier. Beide Ausgaben sollten natürlich Seitenkonkordant sein.

    Dann kann jeder selbst entscheiden, was besser taugt.
    (Ich würde auf jeden Fall die „Juniorenausgabe“ nehmen. Einfach, weil ich weniger Buch schleppen muss und am Spieltisch Platz spare.)

    @ kleine Schrift:
    Kennt ihr die Hinweise auf der Rückseite von Bahntickets?
    Ich weise das Transportunternehmen gern darauf hin, dass das grundsätzlich zu klein (Schritgröße 4?) ist. Und zwar indem ich meine Namenseinträge auf Ländertickets an dieser Schriftgröße orientiere. Die Reaktion der Schaffner ist jedes Mal wieder toll!😉

    • wuerfelheld sagt:

      Hey Athiar,
      also wie bereits geschrieben ging es mit nie um ein Verlagsbashing. Das hast du richtig gesehen🙂 (sorry der musste einfach sein) . Ich habe einfach am Anfang mal die Meinung von Stefan wiedergegeben on dem ich die Screenshots gepostet habe. In die Diskusiion habe ich mich da dann auch ein wenig eingebracht. Und nun harre ich der Dinge die da kommen werden. In der Zwischenzeit mache ich mir schon ein paar weiterführende Gedanken zur Thematik gemacht, um einfach mal zu sehen inwieweit ich das in nächster Zeit auf dem Blog behandeln soll und ob es überhaupt Leser findet oder zur Diskussion anregt.

      Die Idee mit den zwei Druckversion hat was für sich. Ich würde beide nehmen wollen. Die Große für die Sammlung, die Kleine für den Konsum. Das verwundert jetzt vllt, aber ich nutze hier ein Lesegerät, welches mir die Anpassung auf mein Sehvermögen erleichtert. Aber diese Gerätschaften haben sicherlich nicht alle und mit Lupe oder Leselineal zu lesen ist teils echt zu verrückt werden.

      Gru0,
      Würfelheld

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