[Rezension] Dark Space #1 – Die Menschheit ist verloren

Autor: Jasper T. Scott
Verlag: Piper
Format: Klappbroschur
Seiten: 272
Erschienen: Apr. 2016
ISBN: 978-3-4952-70406-9
Preis: 12,99 Euro

von: Würfelheld

Der Kanadier Jasper T. Scott soll mit diesem Buch den Startschuss zu einer der besten Science Fiction Reihen der letzten Jahre geliefert haben. Na da muss die Nase mal zwischen die Buchdeckel , einfach um mal zu sehen, ob dieses Lob einfach nur Werbung oder berechtigt auf dem Cover ist.

Klappentext:
Mit »Dark Space« erschuf der kanadische Shootingstar Jasper T. Scott eine der erfolgreichsten Science-Fiction-Serien unserer Zeit: Die Menschheit ist verloren. Zehn Jahre zuvor eroberten die Sythianer das Sonnensystem. Ihr Ziel: menschliches Leben vollständig zu vernichten. Die letzten Überlebenden zogen sich in den Dunklen Raum zurück, einen isolierten Teil der Galaxis, der einst als Gefängnis und nun als Zufluchtsort dient. Hier bekommt der Söldner Ethan Ortane einen finsteren Auftrag. Er soll das gewaltige Sternenschiff Valiant infiltrieren, das die Tore zum Dunklen Raum bewacht und die Menschheit vor den feindlichen Sythianern schützt. Bald entdeckt Ethan, dass seine Mission zu einem epischen Sternenkrieg führen wird. Und er muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht: auf der der Menschen oder der Gerechtigkeit …

Zum Inhalt:
Wir befinden uns im Dark Space, einem nur durch ein Raumtor erreichbaren Bereich des Alls, welcher durch Schwarze Löcher umgeben ist. Die Menschheit befindet sich im Krieg mit einer Rasse namens Sythianer. Dieser Krieg verläuft nicht gerade erfolgsversprechend und so flüchten immer mehr Schiffe in den Dark Space. Diesem Umstand zum trotz, beginnen die Menschen im Dark Space sich eine neue Heimat zu errichten und ihrem Alltag nachzugehen.

So auch Ethan und seine Copilotin Alara, welche sich bei einem Geldhai für die Anschaffung eines Schiffes verschuldet haben. Als dann die Schuldenlast drückt, kommen die Beiden auf die merkwürdigsten Ideen sich dem Zugriff des Gelhais zu entziehen. Dieser ist aber nicht auf den Kopf gefallen und kann die beiden Schuldner schnell auftreiben.

Als Brondi, der Geldhai, dann schnell klargemacht hat, das es nur eine Chance gibt, wie Ethan von seiner Schuldenlast herrunterkommt, will dieser von diesem Vorschlag erst einmal nichts wissen. Als Brondi dann aber die Daumenschrauben an Alara anlegt und somit eindeutig aufzeigt das er am längeren Hebel sitzt, willigt Ethan in den wahnsinns Plan ein.

Am Anfang muss sich Ethan dafür einer Operation unterziehen, schließlich muss die neue Identität einiger Überprüfungen standhalten.

Nachdem er dann die Identität eines Novapiloten der IFSS, der menschlichen Flotte, übernommen hat, soll er nach Brondis Willen nun auf das Trägerschiff Valiant zurückkehren und dort dafür sorgen das dieses Schiff zerstört wird.

Als Ethan dann alle Strapazen bei Brondi hinter sich gelassen hat kehrt er wie gewollt auf die Valiant zurück und überlegt dort, nachdem er fast reibungslos den Alltag des Novapiloten übernommen hat, wie er die Valiant sabotieren kann.

Nach einigen hin und her und einigen Einsätzen, macht sich allerdings Ethans Gesundheit bemerkbar. Dieser schiebt dieses zuerst auf die vergangenen Operationen, sucht aber schließlich die Krankenstation auf. Der diensthabende Arzt verordnet dann eine Schnellbehandlung in der Stasisröhre, den schließlich müssen Nova-Piloten schnell wieder einsatzbereit sein. So findet sich Ethan in der Röhre wieder und verbringt dort seine Regenerationsphase, ohne zu wissen, was ihm nach dieser erwartet…

Meine Meinung:
Während des Buchkonsums hatte ich oft den Eindruck als ob ich in der Kulisse von Battlestar Galactica, der alten Serie, sitze und diese Story neu geschrieben werden soll. Es gibt da so viele Ideenwiederverwertungen, wie z.B. Viper heißt nun Nova, die Viperabschussröhren, die Manschaftstransportbahn … das ist schon einfach nicht mehr schön.

Weiterhin finde ich Dark Space in vielen Fällen zu sehr vorhersehbar bzw. teils sogar so krass konstruiert das sich die Balken biegen. Als Beispiel Alaras Flucht vor ihren Eltern und das „zufällige“ Wiedertreffen.

Aber damit leider noch nicht genug. Der Autor baut dann Kopfkinokulissen über mehrere Seiten bzw. Kapitel auf um diese dann ganz nebenbei aufzuläsen bzw. für die Auflösung nur einen Satz zu gebrauchen und sich dann dem nächsten zu widmen. Das ist dem Stoff nicht würdig.

Auch das Dark Space direkt mit einem Raumjäger Gefecht anfängt, welches dann direkt als Cliffhanger genutzt wird und es dann ein zweihundertseitig Rückblende bzw. Storyaufbau gibt, bis es dann beim Gefecht weitergeht, wirkt holptig.

Dark Space kann aber durch seine Geschwindigkeit überzeugen, sprich man muss sich nicht durch ellenlange Science Fiction Philosophie bzw. Esoterik quälen um in der Storyline weiter zukommen.

Auch die Ausstattung des Buches ist gut, so mag ich das, Klappbroschur und dickes Papier.

Ob ich diese Serie weiterverfolge kann ich noch nicht sagen.

Meine Wertung:
2,5 von 5 Würfel

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