[Rezension} Feuerjäger #1: Die Rückkehr der Kriegerin

Autor: Susanne Pavlovic
Verlag: Amrun Verlag
Format: Paperback
Seitenzahel: 651
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3958690417
Preis: 14,90 Euro

von: Kris

Kleine Verlage haben durch ihre ganz andere Konzeption und kleinen Auflagen eine große Chance genau die Romane herauszugeben, die sich gerade dann als Perlen entpuppen, wenn man es am Wenigsten erwartet.

Einer dieser Volltreffer ist „Die Rückkehr der Kriegerin“. Susanne Pavlovic präsentiert damit ihr erstes größeres Werk, eine abenteuerliche Fantasy-Saga.

Klappentext:
Sie ist raubeinig, respektlos und mit allen Wassern gewaschen. Sie macht keine Gefangenen, weder auf dem Schlachtfeld noch in der Liebe. Ihr Schwert gehört jedem, der sie mit Gold bezahlen kann.

Krona Karagin ist alles andere als eine strahlende Heldin. Doch Helden sind viel zu selten in diesen ruhigen Zeiten, und als ein Feuerdämon sich über dem Königreich Abrantes erhebt, sammelt sie eine bunte Truppe von Zwergen, Kriegern und Zauberern um sich, um der Bedrohung die Stirn zu bieten.

Krona Karagin ist keine Heldin, aber sie ist stinksauer, und sie hat nichts zu verlieren.

Wir alle lieben unsere Heldengeschichten: von Rittern in schimmernder Rüstung, von großen Taten, von Aufopferung, Mühsal und edler Gesinnung, von mutigen Recken, die nichts und niemand von ihrem Weg abbringt.

Diese Geschichte ist keine davon.“

Wolfram von Kürenberg

Band 1 des Zweiteilers um die Schwertmeisterin und ihre Weggefährten führt einmal quer durch das Königreich Abrantes.

„Feuerjäger“ ist der Rock’n’Roll der Fantasyliteratur.

Zum Inhalt:
Krona ist als ehemalige Soldatin, die vom Leben in der Armee genug hat und auch nicht unbedingt zurückkehren kann, immer froh darüber Arbeit zu bekommen, mit der sie sich für die nächste Zeit versorgen kann.

Daher ist das Angebot eines Waldläufers geradezu passend. Die reiche Erbin eines Handelsunternehmens dabei zu begleiten, ihr Erbe wieder zu finden und sich damit als würdig zu erweisen, scheint perfekt geeignet und nicht unbedingt sonderlich anstrengend.

Da nimmt sie es auch in Kauf, sich mit der Auftraggeberin, dem Waldläufer Fenrir und dem jungen Magier Pintel herum zu schlagen.

Doch als sie das Ziel ihrer Reise erreichen, stellen Krona und die anderen mit Entsetzen fest, dass sie getäuscht worden sind und ihre Mission nun eine ganz andere ist – das Verderben in Gestalt eines Feuerwesens aufzuhalten, dass mächtigen alten Artefakten auf der Spur ist, mit denen das Ur-Böse in die Welt zurückkehren kann.

Und sie bleiben nicht die Einzigen, die in diesen Kampf hinter den Kulissen mit hineingezogen werden, denn schon bald enthüllen sich auch einem Ermittler, einem Priester und einer Prinzessin der Fahrenden düstere Geheimnisse der Vergangenheit …

Meine Meinung:
Sicherlich erfindet die Autorin das Rad nicht neu, denn erfahrene Leser werden viele der Handlungselemente und Figuren sehr schnell wiedererkennen, geht es doch um nicht weniger als die Rettung der Welt. Aber dennoch ragt das Fantasy-Abenteuer aus der Masse heraus, weil es nicht versucht episch und dramatisch zu sein, Action und Exotik einzubringen, sondern sich bewusst auf die Figuren und den Hintergrund konzentriert.

Das Setting ist schlicht gehalten und arbeitet mit den üblichen Fantasy-Gestalten, was diesmal aber nicht langweilt, sondern gleich die passende Atmosphäre schafft und dabei noch Raum für viele andere Aspekte in der Handlung lässt.

Auch wenn man es zunächst nicht annehmen mag, jede der Figuren hat auf die ein oder andere Weise etwas beizutragen, ihre Erlebnisse treiben die Handlung voran und enthüllen gleichzeitig Details die den Hintergrund ausbauen.

Dazu kommt, dass sie vielschichtiger sind, als die üblichen Helden und immer wieder dazu verleitet werden, Facetten ihres Wesens zu zeigen, die man bisher nicht kannten, selbst die ruppige, titelgebende Kriegerin. Die Charaktere haben natürlich auch ihre Macken und kleine Schwächen, aber sie schaffen es doch irgendwann, über ihren Schatten zu springen und bilden so schon bald ein interessantes Team.

Dadurch, dass das Setting vertraut, und auch die Handlung recht geradlinig bleibt ist, bleibt mehr Zeit, die Mythologie der Geschichte auszubauen, wenngleich allerdings die Motivation der Gegenseite noch im Dunklen bleibt. Man weiß zwar irgendwann, was das Feuerwesen sucht, das ist weiterhin unklar und wird vermutlich erst im zweiten Band enthüllt.

Bis dahin müssen sich die Helden aber erst einmal mit recht irdischen Problemen herumschlagen und sich zusammenraufen, was bei den eigenwilligen Persönlichkeiten nicht ganz einfach ist. Sie erleben kleinere Abenteuer, die die Suche entsprechend auflockern und kommen doch nach und nach ihrem Ziel näher.

Das alles wird lebendig, liebenswert und vor allem sehr kurzweilig erzählt, erinnert manchmal von der Dynamik her an eine Rollenspielrunde und wird von den sympathischen Helden getragen, die man sich dank der netten Zeichnungen nun auch leicht vorstellen kann, wenn man ihre Stimmen nicht bereits im Kopf hört.

Kurzum, „Die Rückkehr der Kriegerin“, der erste Band von „Feuerjäger“ ist ein handfestes Fantasy-Abenteuer, dass vielleicht eine klassische Geschichte erzählt, die man in Grundzügen schon kennt, diese aber so sympathisch und kurzweilig in Szene setzt, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag und um so neugieriger auf den Abschluss der Geschichte und das Schicksal der Figuren wird.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Würfel

Eine Antwort zu [Rezension} Feuerjäger #1: Die Rückkehr der Kriegerin

  1. […] von Susanne Pavlovic hat mit „Die Rückkehr der Kriegerin“ begonnen und wird nun mit „Herz aus Stein“ fortgesetzt, denn noch immer haben die Heldin unter […]

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