[Rezension] Codex Alera #2: Im Schatten des Fürsten

Autor: Jim Butcher
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 638
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-442-26966-2
Preis: 9,99 Euro

von: Moritz

Der erste Teil rockte schon gut. Somit wars klar das ich am Ball bleibe. Hiermit also weiter im Text.

Klappentext:
Zwei Jahre sind seit der gescheiterten Invasion der Marat vergangen. Und während Tavi, der noch immer keine Magie wirken kann, dem Ende seiner Ausbildung zum kaiserlichen Spion entgegenfiebert, droht Alera bereits neue Gefahr. Denn ausgerechnet als Kaiser Gaius Sixtus schwer erkrankt und das Reich ohne Führung ist, bewegen sich die Furcht erregenden Vord auf die Hauptstadt zu – uralte Schreckensgestalten, für deren Wiedererweckung nicht zuletzt Tavi mitverantwortlich ist …

Zum Inhalt:
Butcher dreht die in Teil 1 eingeführten Personen weiter durch den Fleischwolf und man kommt kaum zum Luftholen.
In drei großen Handlungssträngen pflügt die Handlung nach einer krankheitsbedingten Ohnmacht von Kaiser Gaius Sixtus ungebremst durch den Roman:
Der simpelste Handlungsstrang mit den meisten Kämpfen befasst sich mit Bernard, Amara und dem Marathäuptling Doroga, die im Calderon-Tal eine Vorg-Königin bekämpfen müssen – und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es hier ganz schön haarig wird. Die Vorg sind eine mysteriöse Macht, die drei Königinnen losschicken, um größere Gebiete zu unterjochen. Die erste Königin wurde schon von Doroga und seinen Maratkriegern besiegt, die zweite hat es mit den Leuten von den Wehrhöfen zu tun und zur dritten kommen wir später.

Handlungsstrang Nummer 2 treibt Isana in die Hauptstadt, wo sie Unterstützung für die Streitmacht im Calderon-Tal erhalten will und gleichzeitig ihren Neffen Tavi sucht, der im schlimmsten Fall von besagter dritter Königin bedroht werden könnte. Dies ist mit Abstand der interessanteste Strang, denn die politischen Irrungen und Wirrungen sind wirklich toll komplex und es ist interessant zu sehen, wie sich die „Landpomeranze“ in der großen Stadt anstellt.

Schlussendlich haben wir es mit Tavis Ausbildung zum Kursor zu tun. Zuerst hatte ich etwas Sorge, dass es zu harrypotteresk werden könnte, aber die Ausbildung nimmt mit der Ohnmacht des Kaisers ein jähes Ende und der „Ernst des Lebens“ beginnt. Zusammen mit seinem Lehrmeister, ein paar Freunden – darunter auch seine alte Marat-Bekannte Kitai und der schon aus Teil 1 bekannte Sklave Taeve – muss er das Reich vor einem Bürgerkrieg bewahren, denn das Leben des Kaisers ist derzeit mehr als bedroht.

Irgendwie gelingt es Butcher die Handlung gegen Ende wieder halbwegs einzufangen und zusammenzuführen und gleichzeitig bleiben noch zwei schöne kleine Stränge lose, um mich dazu zu zwingen, sofort mit Teil 3 loszulegen.

… mir ist immer noch nicht klar, wie ich es geschafft habe, dass diese Reihe komplett an mir vorbeigegangen ist.

Meine Meinung:
Ich bin echt überrascht, wie gut Butcher Fantasy hinbekommt. Die Reihe hat schon in Teil 2 alles, was man braucht! Knackige Kämpfe, ständig mäandernde und sich wieder begegnende Handlungsstränge, interessante Figuren, amtliche Cliffhanger…
Dieser Teil war schon echt nah dran an der Perfektion für seichtere und schnell zu lesende Fantasy – lassen wir uns überraschen, ob da in Teil 3 nochmal eine Schüppe draufgepackt werden kann oder ob sich Tempo und Figuren irgendwann mal abnutzen.

Meine Wertung:
4,5 von 5 sich langsam steigernde Fantasy-Reihen

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