[Rezension] Pixel Tactics (Brettspiel)

Autor: D. Brad Talton Jr.
Hersteller: Pegasus Spiele
Alter: 10+
Spieldauer: 30-45 Minuten
Anzahl Spieler: 2
EAN: 4-250231-707186
Preis: 9,95 Euro

von: Würfelheld

… und nach Boss Monster direkt noch ein kleines Spiel mit Retro-Charme. Und was mindestens ebenso wichtig ist – hier haben wir Zuwachs für Pegasus‘ Zweispieler-Reihe. Spiele für zwei Personen kann es gar nicht genug geben.

Boxtext:
Zurück in die 90er – die goldene Zeit der 8-Bit-Taktikschlachten. In Pixel Tactics gehen zwei Rivalen in bester Tradition kultiger Konsolenspielklassiker auf Konfrontationskurs. Dazu wählt jeder Spieler zunächst einen von 29 Anführern, jeder mit einer eigenen Fähigkeit. Anschließend gilt es Helden zu rekrutieren und taktisch clever im Truppenverband zu positionieren, um den Angriffswellen des Gegners standzuhalten, bis man seinen Anführer ausschalten konnte.

Charmanter Retro-Look trifft auf fordernde Taktik und erbarmungslose Gefechte. Pixel Tactics vereint nicht nur diese Elemente. Mit seiner Masse an Spielcharakteren, die allesamt unterschiedliche Strategien ermöglichen, bietet es auch ein enormes Maß an Variation.

Die Aufmachung:
Sah Boss Monster noch nach einem NES-Spiel aus, haben wir es hier mit einem Gameboy-Spiel zu tun. Jeder der beiden Spieler hat das gleiche Set aus 30 Karten zur Verfügung – und neben der Spielanleitung und 58 Markern (vor allem für verlorene Lebenspunkte) ist das auch schon der ganze Inhalt der Schachtel.

Die Regeln:
Wie im Kampfmodus der kleinen japanischen Rollenspiele der späten 80er Jahre gilt es, seine Helden in drei Dreier-Reihen anzuordnen und mit ihren Fähigkeiten den Gegner zu bekämpfen. Ziel ist es, den Anführer des Gegners auszuschalten.

Zu Spielbeginn wird ein Anführer ausgewählt (jede Karte enthält gleichzeitig auch einen Anführer, wenn man sie auf den Kopf dreht) und dieser Anführer wird in das Zentrum des 3 mal 3 Rasters gelegt. Im verlauf des Spiels gilt es nun, seine Front, die Flanke und die Nachhut zu besetzen, um mit den unterschiedlichen Kampfreihen dem Gegner zu zeigen wo Bartel den Most holt.

Während seines Zuges stehen einem 6 Aktionen zur Verfügung:
– Karte nachziehen: Die oberste Karte des Kartenstapels nachziehen
– Rekrutierung: Ein Held wird von der Hand in die aktuelle Angriffswelle gelegt
– Angriff: Ein Held der aktuellen Angriffswelle darf seinen Angriff verwenden
– Befehl: Jede Karte besitzt auch einen Befehl – den kann man anstelle des Angriffs verwenden – dadurch wird die Karte allerdings abgelegt
– Leiche entfernen: Eine tote Einheit vom Schlachtfeld entfernen
– Bewegung: Ein beliebiger Held darf sich auf eine beliebige Position bewegen.

Ihr merkt schon, dass es in diesem Spiel wichtig ist, die richtige Einheit zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort liegen zu haben, um die richtige Aktion ausführen zu können. Gleichermaßen gilt es, den Gegner daran zu hindern, seine eigenen Stärken auszuspielen. Dadurch, dass beide Spieler exakt die gleichen Karten zur Verfügung haben, ist das einzige Zufallselement, wann man welche Karte vom Stapel zieht. Durch diese absolute Chancengleichheit würde sich Pixel Tactics auch sehr gut als Turnierspiel anbieten. Mal sehen, ob der Verlag etwas in dieser Richtung anbietet…

Mein Fazit:
Ich finde das Spiel toll. Das Thema ist cool und die Mechanik ist im Prinzip nicht schlecht, aber irgendwie sind die Kämpfe immer entweder sehr schnell vorbei oder ziehen sich zäh und träge dahin. Gerade, wenn sich bei gleich starken Spielern die Spielzüge immer wieder negieren, wird es wirklich langweilig und ein armes, unwissendes Opfer niederzumähen, macht genau so wenig Spaß. Meines Erachtens müsste man an der Spielgeschwindigkeit bei zwei gleich guten Gegnern drehen, um es zu einem wirklich ausgezeichneten Spiel zu machen.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Gameboy-Strategiespiele

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