[Rezension] Asterix & Obelix – Das große Abenteuer (Brettspiel)

Autor: Michael Rieneck
Hersteller: Pegasus Spiele
Alter: 8+
Spieldauer: 40-60 min
Anzahl Spieler: 2-4
EAN: 4-250231-706561

von: Moritz

Ab 8 Jahre? Scheint sich um ein klassisches Familienspiel zu handeln. Hoffentlich taugt es auch für „normale“ Erwachsene.

Boxtext:
Asterix & Obelix stehen vor einer großen Herausforderung: Die Gallier benötigen jede Menge Werkzeuge und Vorräte. Und so begibt sich das schlagkräftige Duo auf eine abenteuerliche Reise. Mit witzigen Mechanismen und großem Feingefühl für die thematische Umsetzung lädt Erfolgsautor Michael Rieneck („Spiel des Jahres plus“, „Deutscher Spielepreis“) zu einem einzigartigen Familienabenteuer ein: Kreuz und quer durch Frankreich – und immer ganz nah an den Comic-Helden.

Zwei bis vier Spieler ab acht Jahren begeben sich in Asterix & Obelix – Das große Abenteuer für rund 50 Minuten auf eine spannende Sammel-Tour durch Frankreich. Natürlich lauern ihnen dabei auch Römer und Piraten auf – aber denen vergeht bekanntlich schnell der Spaß am Hinterhalt. Dank pfiffigem Würfelmechanismus und jeder Menge Charme kann hier die ganze Familie in ein ganz besonderes Asterix-Abenteuer eintauchen.

Die Aufmachung:
Okay, das Spielbrett ist schön groß, aber ansonsten ist die klassische „mittelgroße Pegasus-Schachtel“ nicht sonderlich prall gefüllt – und wir haben es mit viel Pappe und ein paar Karten zu tun – richtig geil finde ich nur die Würfel. Aber die sind dafür echt schön – ausgefallene Würfel kann man ja nie genug haben. Der kleine schwarze Stoffsack ist auch okay, aber ein eingestickter Asterix-Kopf hätte den nochmal aufwerten können.
Um ganz präzise zu sein enthält die Schachtel: 24 Dorfbewohner-Karten, 6 Übersichtskarten, 42 kleinere Karten (Römer, Zenturios, Piraten), 5 Würfel, Stoffbeutel, 61 Plättchen (Sesterzen, Waren, Zaubertränke, Siegpunktmarker), eine große und eine kleine Asterix/Obelix-Papp-Figur und ein amtliches Spielbrett.

Die Regeln:
Innerhalb von 8 oder 9 Runden (je nach Spielerzahl) gilt es, möglichst viele Siegpunkte zu kassieren, was man tun kann, indem man Dorfbewohnern die Gegenstände bringt, die sie sich wünschen oder indem man Römer, Zenturios und Piraten verprügelt und Sesterzen sammelt.

Hört sich einfach an und das ist es auch, denn in jedem der Runden würfelt man die 5 farbigen Würfel und setzt diese besonders clever ein.

Zusätzlich müssen gemeinsam am Ende einer jeden Runde die an der Küste auftauchenden Piraten verprügelt werden, wozu man mit dem schwarzen Würfel einen Obelix würfeln muss oder einen Asterix, dem man ein Schlückchen Zaubertrank mit auf den Weg gibt.

Wenn ich euch jetzt noch erzähle, was man mit den 5 Würfeln tun kann, habt ihr auch schon das komplette Spiel umrissen und könnt loslegen.

Im Normalfall muss man einen der Würfel opfern, um einen Ort anzureisen (und in diesem Fall ist es schnuppe, was dieser Würfel anzeigt): mit blau geht es nach Lugdunum, mit grün nach Massilia, mit gelb nach Nemossus, mit rot gar nach Lutetia und mit dem schwarzen Würfel geht es stante pede in das Römerlager Aquarium, wo man direkt einem Zenturio vor die Ömme kloppen kann und sich nicht wie in den Städten mit stinknormalen Legionären herumschlagen muss. Gesetzt der Fall, man ist in eine der Städte gereist, dann kann man mit eingesetzten Paff-, Asterix- oder Obelix-Karten die dort ansässigen Römer aus den Sandalen peitschen, mit einem Sesterzensysmbol – ihr erratet es schon – Sesterzen kassieren oder mit einem Idefix-Würfel beliebig viele Würfel neu würfeln. Zudem darf man mit den hart verdienten Sesterzen die dort ausliegenden Waren kaufen, um sie den auf der Hand gehaltenen Dorfbewohnern als Präsent zu überreichen, aber dazu kommen wir später.

Zuerst wird noch der Fall durchgespielt, dass wir uns in die Höhle des Löwen wagen und in Aquarium einen Zenturio weggeklatscht haben. Hier liegen nämlich keine Waren aus, aber die Zenturios weisen auf ihrer Rückseite meist recht amtliche Siegpunkte aus oder wahlweise Waren, die man auch als Geschenk verwenden kann. Da ein nicht anderweitig verbrauchter Asterix-Würfel es einem erlaubt, unter Karten zu spinxen, kann es manchmal recht sinnvoll sein, die Zenturios aufzumischen.

Kommen wir aber zu den Geschenken, denn man kann sich auch ohne Würfeleinsatz ins gallische Dorf bewegen. Hier kann man nun den Bewohnern, die man auf der Hand hat, Gegenstände überreichen, die sie gerne hätten und erhält dafür direkt Siegpunkte. Auch für gewürfelte Wildschweine gibt es Siegpunkte – außerdem kann man Handkarten tauschen und sein Zaubertrankfläschchen wieder auffüllen.

Am Ende der 8 (oder 9) Runden erhält man die Siegpunkte für rundgemachte Römer, Siegpunkte für Dorfbewohner, denen man jetzt noch Wünsche erfüllen kann (allerdings jetzt nur noch 2 statt der im Dorf erhältlichen 3), nach Rangliste der verdienten Sesterzen bekommt der erfolgreichste 3 Punkte, der zweitbeste noch 1 Punkt. Gleiches gilt für vermöbelte Zenturios. Auch hier gibt es für die beiden besten Spieler 3 und 1 Punkt.

Mein Fazit:
Puh! Leider trägt dieses Abenteuer keine Gruppe erwachsener Spieler durch den Abend, da dafür der Mechanismus einfach zu dünn ist. Auch kommt man sich bei dem Spiel kaum gegenseitig in die Quere und spielt größtenteils nebeneinander her – da hätte ich mir mehr Interaktion gewünscht.

Aber das schöne Thema und die kurze Eingewöhnungszeit sollten es zu einem guten Spiel für die ganze Familie machen. Für Asterix-Fans ist es schlichtweg ein Muss, denn wer von uns wollte nicht schon immer Römer verkloppen und ein Zaubertränkchen kippen?

Meine Wertung:
3 von 5 gallische Dörfer

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