[Rezension] Saboteur (Kartenspiel)

Hersteller: Amigo Spiele
Autor: Frederic Moyersoen
Alter: 8+
Spieldauer: 30 Minuten
Spieleranzahl: 3-10
ISBN: 978-3-934282-62-9

von: Würfelheld

Ab und an landet ein kleine Spiel in meinen Händen und dann heißt es loszocken und unterhalten lassen. Ob Saboteur dies kann? Vorweg – ja!

Boxtext:
Als Goldsucher begeben sich die Spieler im Bergwerk auf die Jagd nach dem wertvollen Metall. Plötzlich zerbricht eine Spitzhacke und das Grubenlicht erlischt. Ein Saboteur hat zugeschlagen. Doch wer treibt in dem Stollen sein Unwesen? Werden die Goldsucher erfolgreich sein oder behält der Saboteur mit seinen finsteren Aktionen die Oberhand? Es bleibt spannend bis zum Ende! Nach drei Runden gewinnt der Spieler mit den meisten Goldstücken.

Die Aufmachung:
Eine kleine Schachtel mit einer kleinen Spielanleitung und 110 Spielkarten, die äußerst heimelig gestaltet sind, aber durch den Verräter-Mechanismus birgt das Spiel einiges an Dynamit – und das dient nicht nur dazu, Gestein aus dem Weg zu sprengen.

Die Regeln:
Im Prinzip geht es darum, Wege vom Startpunkt hin zur Goldader zu legen. Kooperativ wäre das ein Träumchen und ein entspannendes Patience-Spiel. Aber nicht alle Zwerge sind gute Teamplayer, denn einige von ihnen werden von einer alles durchdringenden Goldgier dazu getrieben, die Versuche der Kollegen zunichte zu machen.
Zu Spielbeginn zieht man seine Rollenkarte (ähnlich wie bei „Der Widerstand“) und erhält je nach Spielerzahl zwischen 4 und 6 Handkarten – während seines Zuges spielt man nun immer eine Karte aus und zieht eine wieder nach, um die Handkartengröße zu erreichen.

So kann man eine Wegkarte ausspielen und sich der Goldader nähern oder aber eine Aktionskarte auf sich oder andere Spieler ausspielen, um sie entweder zu behindern oder sie zu unterstützen. Als Saboteur muss es einem gelingen, zu verhindern, dass die Goldader erreicht wird, als Schürfer gilt es logischerweise einen Tunnel vom Mineneingang bis zur Goldader zu treiben.
Wie bei allen Verräterspielen darf man als Saboteur nicht zu forsch vorgehen, damit man nicht alle Mitspieler gegen sich aufbringt und von denen ins Abseits katapultiert wird.

Mein Fazit:
Wenn man mal nicht viel Platz in der Spielekiste hat und einem der Sinn danach steht, seine Mitspieler mal so richtig fertig zu machen, dann gibt es nicht viel Besseres als Saboteur.

Gerade beim good-clean-fun-Verlag Amigo ein überraschend fieses Familienspiel. Respekt vor dem Mut, „Saboteur“ ins Programm aufzunehmen und bitte mehr davon!

Meine Wertung:
4 von 5 Saboteurszwerge

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