[Rezension] 666 Hell`s Abyss (Roman)

Verlag: Papierverzierer Verlag
Autor: M.H. Steinmetz
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 292
Erschienen: Nov. 2015
Altersempfehlung: 18+
ISBN: 978-3959623124
Preis: 13,95 Euro

von: Würfelheld

Wenn ein Mann zu viel Zeit in Hotelzimmern verbringt, hat er die Möglichkeiten diese mit Special-Services zu füllen, oder wie bei M.H. Steinmetz mit den Schreiben anzufangen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nach seiner „Totes-Land“-Reihe geht es nun in die „schwarze Szene“ mit all ihren Klischees.

Klappentext:
Lucy ist der neue Star der New Yorker Undergroundszene. Sie ist jung, schön und verdammt tough. Nach einem Auftritt ihrer Band »Hell’s Abyss« ändert sich jedoch alles. Rätselhafte Blackouts stoßen sie in einen Strudel voller Wahnsinn, Blut und Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Aber was augenscheinlich nur als Mordserie beginnt, bedeutet vielleicht mehr als nur das Töten von Menschen.

M. H. Steinmetz lässt nach seiner Erfolgsromanserie »Totes Land« mit der Gothic-Band HELL’S ABYSS den Horror in blutiger Form über die Erde kommen. Nichts für schwache Nerven!

Zum Inhalt:
Lucy kann auf keine besonders gute Kindheit zurückblicken. Zuerst sind da ihre Eltern, wobei Ihr Vater nicht nur ein gewalttätiger Tyrann ist, sondern auch ihre Mutter, welche durch viele Umstände in der Klapse landet.
Lucy gerät durch diese Umstände in eine Pflegefamilie, wo ihre Peinigung, durch die strenggläubigen Pflegeeltern weitergeht. Diese betrachten Lucy nicht als menschliches Lebewesen, sondern eher als ein Stück Fleisch, ein kostenloses Dienstmädchen und Boxsack.

Mit Siebzehn gelingt Lucy nach einem, dank eines mörderischen flammenzerrenden Planes die Flucht vor ihren Peinigern. Ihr Fluchthelfer ist ein ihr alter Freund Bacon.
Nachdem Gras über die Ereignisse gewachsen ist, beginnt ein neues Leben als aufstrebender Gothic-Metal-Star. Lucy tourt mit ihrer Band Hell`s Abyss durch die New Yorker Clubs.
Allerdings scheint der Aufstieg und der sich nähernde Erfolg auch negative Aspekte mit sich zu bringen, den Lucy konsumiert mittlerweile viel goldgelben hochprozentigen Alkohol, meist sogar direkt aus der Flasche. Allerdings scheint sich noch nicht lange im Training zu sein, denn sie wacht nach der Nacht ihres bis dato erfolgreichsten Gigs, in einem schäbigen Hotelzimmer auf. Nackt und mit einem dicken Schädel, versucht sie sich an die letzte Nacht bzw. Stunden zu erinnern, Allerdings ohne Erfolg. Der einzige Hinweis sind männliche Lederklamotten die auf dem Boden herumliegen. Aber keine Spur vom Besitzer. Bis Lucy ins Bad kommt. Dort findet sie den gesuchten Besitzer, allerdings nicht in der Form wie sie sich das gewünscht hätte, sondern auf bestialische Art und Weise hingerichtet.

Lucy gerät in Panik, verwischt ihre Spuren und setzt das Hotel in Brand.

Schnell kommt das Ereignis an die Öffentlichkeit und zwei „klischeehafte“ Cops erhalten den Ermittlungsauftrag.
Schnell führt die Spur zu Hell`s Abyss und Lucy.

Ab hier überschneiden sich nun die Ereignisse, ein weiterer Mord passiert, die Cops schnüffeln und Lucy tut alles um den Verdacht von sich abzulenken, sogar legt sie einen der Cops flach, obwohl sie Bedenken hat, das so ihr nächstes Opfer geboren wird.

Aber damit nicht genug, so trifft Lucy auf ein markantes Pärchen, aber diese Begegnung ist nicht so real wie Lucy meint, sondern extrem Richtungsweisend.

Mein Fazit;
Was hier zwischen den Buchdeckel steckt hat mich gut unterhalten. Nicht nur das Steinmetz gut mit Klischees spielt, sondern auch das ein oder andere aktuelle Thema verwurstet.

Das der Verlag eine „Altersempfehlung“ ausgesprochen hat, kann man bei der ein oder anderen Szene verstehen, wobei es sich die Waage mit „normalen“ Szenen hält, so dass man hier keinen reinen Splatter in Händen hält.

Steinmetz packt auch schwierige Themen an, allerdings ohne diese zu verunglimpfen oder diese ins falsche Licht zu rücken. Diese Schilderungen leben teils auch von dem Kopfkinoerlebnis, denn dieses füllt die Textauslassungen dermaßen aus, das der Stoff wohl nicht für jedermann was sein dürfte.

Allerdings muss ich sagen, dass mir ein, zwei Szenen zu vorhersehbar waren. Das hat mir nicht den Lesespaß geraubt, aber dafür schraub ich an der Wertung.

Meine Wertung:
4 von 5 Whiskeyflaschen – Lemmy dankt es Euch!

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One Response to [Rezension] 666 Hell`s Abyss (Roman)

  1. […] hatte letztlich Dein aktuelle Werk „666 – Hell`s Abyss“ gelesen (Rezension findet man hier). Wie bist Du auf die Idee zu diesem Roman gekommen? Das war ein längerer Prozess, in dem sich […]

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