[Rezension] Conan – Die Original-Erzählungen – Band 5

Verlag: Festa Verlag
Autor: Robert E. Howard
Format: Taschenbuch, Festa-Leder-Look
Seitenzahl: 352
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-86552-399-0
Preis: 14,95€

von: Moritz

Nach Band 4 haben wir es nun wieder mit 3 mittellangen Erzählungen zu tun. Und? Was soll ich sagen? Howard wird
immer besser.

Klappentext:
Der Amerikaner Robert E. Howard (1906–1936) schuf mit den meisterhaft erzählten Abenteuern um den wortkargen und schwertschwingenden Krieger aus Cimmerien den Inbegriff des Fantasy-Helden. Eine Figur, die bis heute Millionen Fans begeistert. Conan ist Legende.

Die Original-Abenteuer von Conan in 6 Bänden – vollständig, chronologisch und reich illustriert. Ein Muss für alle Fantasy-Fans!

Band 5 – Illustriert von Gregory Manchess

Inhalt:
Vorbemerkung des Illustrators
Einführung

Die Original-Erzählungen:
Jenseits des Schwarzen Flusses
Der Schwarze Fremde
Die Menschenfresser von Zamboula

Vermischte Schriften
Notizen ohne Titel
Der Schwarze Fremde – Exposé A
Der Schwarze Fremde – Exposé B
Die Menschenfresser von Zamboula – Exposé
Brief an P. Schuyler Miller

Anhänge:
Veröffentlichungsnachweise
Karten des hyperborischen Zeitalters

Zum Inhalt:
„Jenseits des Schwarzen Flusses“ könnte tatsächlich auch eine Winnetou-Erzählung sein. Der edle Wilde unterstützt die unschuldigen Siedler vor den unberechenbaren durch einen bösen Medizinmann… äh, Zauberer zusammengeschmiedeten Indianerstamm… äh, Piktenstamm. Hier wird ordentlich Action geboten, aber auch die Philosophie kommt nicht zu kurz, denn am Ende ist das Fazit, dass auch Zivilisation irgendwo an ihre Grenzen stößt. Sehr weise und mit dem muskelbapackten Schwarzenegger-Conan nicht so recht übereinzubringen. Zu Howards Conan passt es allerdings sehr gut, hat der doch neben seinen vielfach beschworenen Barbaren-Instinkten auch noch Intelligenz und Bildung in seinem Arsenal.

„Der Schwarze Fremde“ könnte auch mit Errol Flynn verfilmt werden. Das ist fast schon eine reinrassiges Renaissance-Piraten-Kammerspiel, in dem Conan eigentlich nur eine Nebenrolle spielt. Mein Highlight des Bandes – lest selber!

„Die Menschenfresser von Zamboula“ ist dann wieder eine recht traditionelle Conan-Geschichte. Er steigt in einer Herberge einer verderbten Stadt ab und bemerkt schnell, dass sowohl in der Stadt als auch in der Herberge etwas nicht stimmt. Unterwegs rettet er einer Tänzerin das Leben und rettet mit ihr ihren Geliebten und tötet einen fiesen Nekromanten (oder sowas Ähnliches). Dabei soll er ordentlich über’s Ohr gehauen werden, aber am Ende ist es wieder Conan, der zuletzt lacht…

Mein Fazit:
Howard wird wirklich immer besser. Die Geschichten gewinnen immer mehr an Kraft und Conan immer mehr an Profil. Von „Der Schwarze Fremde“ würde ich unglaublich gerne eine Verfilmung sehen – da kann man ein Super-Kammerspiel draus machen.

Und in diesem Band haben mich auch die Meta-Texte wieder absolut überzeugt. An den Exposés kann man sehr gut erkennen wie Howard gearbeitet hat, der Brief enthüllt zusätzlich wie er sich seinen cimmerischen Helden vorgestellt hat und die Einleitung versetzt einen in die Lage, die Erzählungen auf einer weiteren Ebene lesen zu können. Bisher mein persönliches Highlight der Reihe – Schade, dass nur noch ein sechster Band folgt und ich mich dann vorerst von Conan verabschieden muss.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Indianer-Schotten

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