[Rezension] Conan – Die Original-Erzählungen – Band 2

Verlag: Festa Verlag
Autor: Robert E. Howard
Format: broschiert. Festa-Leder-Look
Seitenzahl: 395 Seiten
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3-86552-390-7
Preis: 14,95 Euro

von: Moritz

Conan! Zu kämpfen mit dem Feind, ihn zu verfolgen und zu vernichten und sich zu erfreuen am Geschrei der Weiber!

Klappentext:
Der Amerikaner Robert E. Howard (1906 1936) schuf mit den meisterhaft erzählten Abenteuern um den wortkargen und schwertschwingenden Krieger aus Cimmerien den Inbegriff des Fantasy-Helden. Eine Figur, die bis heute Millionen Fans begeistert. Conan ist Legende.

Die Original-Abenteuer von Conan in 6 Bänden – vollständig, chronologisch und reich illustriert. Ein Muss für alle Fantasy-Fans!

Band 2 – Illustriert von Mark Schultz

– Schatten im Mondlicht
– Der wandelnde Schatten
– Der Teich der Riesen
– Der Rote Priester
– Das Tal der verlorenen Frauen
– Der Eiserne Teufel

– Anmerkungen zu verschiedenen Völkern des hyborischen Zeitalters
– Das hyborische Zeitalter
– Exposé ohne Titel
– Entwurf ohne Titel
– Hyborische Namen und Länder
– Originalkarten des hyborischen Zeitalters
– Hyborische Genesis
– Zur Chronologie der Erzählungen

Zum Inhalt:
Sechs Kurzgeschichten und dazu tolles Sekundärmaterial, wobei die Exposés und Entwürfe noch das sind, was mich am wenigsten interessiert. Die erläuternden Texte zum hyborischen Zeitalter und zu den Namen und Ländern sowie die Karten rocken aber gewaltig das Haus. Auch die Entstehungsgeschichte und die kurze Abhandlung zur Chronologie sind echt klasse. Daumen rauf zu der Entscheidung des Verlags, die Erzählungen durch Meta-Krempel aufzupimpen! Da lohnt es sich, den Ride bei West Coast Customs vorbeizufahren!

Aber kommen wir zu dem, weswegen wir alle hier sind – zu den sechs Conan-Erzählungen.

In „Schatten im Mondlicht“ landet Conan mit einer scharfen und hilfsbedürftigen Braut (auch wenn man das eigentlich gar nicht erwähnen müsste, weil es in so ziemlich jeder Geschichte vorkommt) auf einer Insel und dort in einem Palast mit merkwürdigen Statuen. Ganz nebenbei erschlägt er eine feiste Bestie, die den Wald der Insel bewohnt und übernimmt ein komplettes Piratenschiff inklusive (Rest-)Crew. Starke, wenn auch sehr „klassische“ Erzählung mit schönen Kampfszenen.

Weitere „Schatten“ gibt es in Erzählung 2 – dieses Mal „wandeln“ sie. Und wo wandeln sie? In einer mysteriösen Stadt inmitten einer Wüste. Dort geht irgendetwas Unheilvolles vor sich und Conan und seine unvermeidliche Begleitung entkommen nur mit Müh und Not! Kann man auch gut lesen! Weiter so, R.E.!

Conan ist in „Der Teich der Riesen“ mal wieder Pirat und steht kurz davor, dem aktuellen Kapitän den Rang (und die Braut) abzulaufen. Dabei stößt er auf merkwürdige riesenhafte schwarze Menschen, die „im Besitz“ eines geheimnisvollen Teiches sind, in den sie ihre Gefangenen werfen, natürlich erst, nachdem sie sie bis zum Äußersten gequält haben. Dieses Schicksal droht auch Conan, aber welches Problem der Welt ließe sich nicht mit einem amtlich geschmiedeten Stück Stahl aus der Welt schaffen. Meine Lieblingsszene ist die, in der Conan und die gesamte Piratenbrut vor dem ausbrechenden Teich davonrennen. Das kann ich mir ausgezeichnet als Filmszene vorstellen. Auch Erzählung Nummer 3 ist gecheckt.

„Der Rote Priester“ ist eine der klassischen Conan-Diebesgeschichten. Conan soll für einen jungen Adeligen den Roten Priester umbringen und stößt im Haus des Priesters auf so manche Probleme. Ich mag ja diese Diebes-Erzählungen fast am liebsten, weil sie immer etwas von einem Rollenspiel-Dungeon-Abenteuer haben. Da gibt es alles: Labyrinthe, Fallen, mörderische Kämpfe, Rätsel…

Ich finde, dass das „Das Tal der verlorenen Frauen“ gegenüber den ersten vier Erzählungen ziemlich brutal abfällt. Eine dämliche Uschi wird zuerst von Conan gerettet, haut dann aber auf eigene Faust durch und landet in einem Tal, in dem sie von vielen Frauen erwartet wird. Selbst der größte Depp merkt, dass da etwas faul ist und so muss sie am Ende dann doch wieder der Barbar der Herzen raushauen. Laaaangweilig!

In „Der Eiserne Teufel“ soll Conan in eine Falle gelockt werden, da ein Kämpfer wie er natürlich nicht auf normale Art und Weise gestellt werden kann. Dieser Hinterhalt wird auf einer Insel gelegt, die mit einem einzigen Aufgang sehr gut „zu beherrschen“ ist. Auf dieser Insel stößt er auf eine Burg, die irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein scheint und – ihr ahnt es – entkommt der Falle ziemlich locker

Mein Fazit:
Stark! Die Geschichten sind teils schwächer als im ersten Band, wobei beispielsweise „Schatten um Mondlicht“ immer noch ein ordentlicher Kracher ist. Aber gerade in diesem zweiten Band gleichen die tollen Anhänge die schwächeren Geschichten mehr als aus. Großartig!

Meine Wertung:
4,5 von 5 Zusatzinfos

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