[Rezension] Totes Land 3 – Der Bunker

as-DerBunker-TotesLand3Autor: M. H. Steinmetz
Verlag: Mantikore Verlag
Format: Paperback,
Seitenzahl: 500 Seiten
Erschienen: Juli 2015
ISBN: 978-3939212843
Preis: 14,95 Euro

von: Kris

„Der Bunker“ ist der abschließende dritte Teil von Mario H. Steinmetz‘ Trilogie „Totes Land“, in der er die Endzeitstimmung in Deutschland aufleben lässt, indem er die Helden durch eine Welt führt, in der große Teile der Bevölkerung in Zombies verwandelt werden und nur noch wenige gesund und am Leben sind.

Klappentext:
TOTES LAND 3 – DER BUNKER Der Horror hat einen Namen: XJ09… Der teuflische Virus hat die Welt in ein Schlachthaus verwandelt. Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaftler der Erprobungsstelle 53 an einem Gegenmittel.

Vieles deutet darauf hin, dass man es mit weit mehr als einem Virus zu tun hat. Nach einer spektakulären Flucht durch die halbe Republik wähnt sich eine Gruppe Überlebender – unter ihnen der junge Markus – endlich in Sicherheit. Die Bedrohung durch die Toten ist nicht die einzige Gefahr, der sich Markus und seine Freunde stellen müssen, denn Einheiten der Erprobungsstelle 53 sind ihnen mit einem tödlichen Auftrag auf der Spur.

Es gibt nur eine Lösung: Markus muss sich zum Ursprung der Plage begeben. Er muss in den Bunker und sich dem schlimmsten Feind stellen, den die Menschheit jemals gesehen hat. H. !

Zum Inhalt:
Der Live-Rollenspieler Markus und seine Freunde haben eine lange Odyssee durch die Republik hinter sich und mehrere Verluste zu beklagen, bis sie endlich Zuflucht finden und sich endlich ein wenig erholen können. Jetzt bleibt zumindest etwas Zeit, um die Gefühle zu sortieren und unausgesprochene Wahrheiten miteinander zu teilen. Aber der Frieden währt nicht lange, denn die Pflicht ruft. Immerhin sind sie noch jung, kräftig und gesund, ideal, um die ausgedünnten Streitkräfte im Kampf gegen die Zombies zu unterstützen.

Derweil arbeiten Wissenschaftler in der Erprobungsstelle 53 an einem Gegenmittel für das Virus, der wenigstens dafür sorgt, dass nicht noch mehr Menschen erkranken und sich verwandeln. Ihre Einsatztruppen scheinen ein besonderes Interesse an Markus und Co. zu haben.

Deshalb entscheidet sich der junge Mann zu einem gewagten Schritt. Um endlich die Gefahr los zu werden, beschließt er selbst dem Ursprung der Plage auf den Grund zu gehen und damit in einen Bunker einzudringen, in dem die schlimmsten Gefahren auf ihn warten, die er je gesehen hat … zumal sie nicht einmal von dieser Welt zu sein scheinen.

Neben Markus und seinen Freunden rückt nun auch eine Truppe ins Rampenlicht, die der Leser bereits in den beiden ersten Bänden kurz kennengelernt hat, um so ein wenig mehr Abwechslung in die Handlung zu bringen. Denn das ist bitter notwendig. Der Autor hat inzwischen zwar den Hintergrund sehr atmosphärisch aufgebaut, der eigentliche Plot bleibt aber ein wenig dünn. Auf der einen Seite haben wir die jungen Zivilisten, die im Stil von Walking Dead nur noch sich selbst haben, um zu überleben, auf der anderen den Platoon, der längst nicht mehr so funktioniert, wie er soll, weil die Soldaten auch nur Menschen sind.

Man erwartet ja eigentlich von einem Abschlussband, dass man nun erfährt, wie die Seuche eigentlich entstanden ist und ob sie eingedämmt werden kann, aber genau das vermag nicht überzeugend vermittelt zu werden.

In weiten Teilen der Geschichte trudeln die Helden nur durch die Gegend und wissen nicht so recht, was sie machen sollen, lassen sich mitreißen und gehorchen. Als es darum geht, die Lösung zu präsentieren, macht es sich der Autor ziemlich einfach, so dass man fast schon enttäuscht ist, dass wieder einmal nur das Übernatürliche eine Rolle spielt, das sonst eigentlich kaum in Erscheinung tritt – von den Zombies, die sich benehmen wie eh und je, einmal abgesehen.

Die Figuren stagnieren weiterhin. Weder Marcus noch seine direkte Freunde entwickeln sich weiter – ja man wird sogar das Gefühl nicht los, dass sie noch blasser wirken als am Anfang. Letztendlich plätschert die Geschichte so von einem Szenario zum anderen und der Leser bleibt am Ende doch unzufrieden und enttäuscht zurück, weil letztendlich nicht das passiert, was man erwarten konnte.

Mein Fazit:
Auch „Der Bunker“ kann ähnlich wie „Die Zuflucht“ nicht überzeugen. Zwar stimmt die Atmosphäre immer noch, die im Roman präsentierten Lösungen bleiben aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wer aber nur ein wenig Action und Horror erwartet, aber keinen ausgefeilten Hintergrund oder interessante Charaktere kann sich deshalb durchaus noch kurzweilig unterhalten lassen, sonst aber nichts.

Meine Wertung:
3 von 5 Zombies

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