[Rezension] Arcadia

as-ArcadiaAutor: Felix A. Münter
Verlag: Mantikore-Verlag
Format: Paperback
Seitenzahl: 296 Seiten
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3939212850
Preis: 12,95 Euro

von: Kris

Der 1985 in Dortmund geborene Felix A Münter studierte unter anderem angewandte Sozialwissenschaften und arbeitete eine Weile als Diplomsozialarbeiter und Notfallseelsorger. Seit einiger Zeit ist er selbstständig und versucht auch als freier Autor vor allem im Horror-Genre Fuß zu fassen. Sein neuster Roman ist „Arcadia“, in dem er die Leser in eine Welt entführt, die kaum einer kennen dürfte.

Klappentext:
Verborgen im ewigen Eis hat es überlebt… Gelockt vom großen Geld und der Aussicht auf die sprichwörtliche Story seines Lebens schließt sich der Journalist Nigel White der Antarktisexpedition des Milliardärs Bailey an, der im ewigen Eis den größten Meteoriten gefunden haben will, den es auf der Erde gibt. Schnell wird deutlich, dass es bei der Expedition nicht um Wissenschaft allein geht, sondern Bailey sich mit der Entdeckung ohne Rücksicht auf Verluste einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern will. Als die Gruppe das Mutterschiff Arcadia erreicht beginnt die Expedition aus dem Ruder zu laufen. Etwas Schreckliches hat die Besatzung befallen und es breitet sich rasend schnell aus. Das Vorhaben wird zu einem Horrortrip, auf das Nigel nichts in der Welt hätte vorbereiten können… Eiskalter Horrortrip aus der Feder von „The Rising“- Autor Felix A. Münter

Zum Inhalt:
Nigel White war mit dem normalen Leben nie so wirklich zufrieden und hat es auch nicht geschafft, sich unterzuordnen. Mit dem Geld und Namen seiner Eltern hätten ihm vermutlich viele Türen offengestanden, aber er lernte seine Lektionen lieber auf die harte Tour und hat inzwischen seine Nische im Journalismus gefunden.

Allerdings scheint es auch nicht mehr so gut wie früher zu funktionieren, Unternehmen und Geschäftsleute in der Presse schönzureden, die es eigentlich nicht verdient haben, deshalb lässt er sich auf das Angebot des Milliardärs Bailey ein, der eine eine illustre Expedition in die Antarktis startet. Vordergründig geht es um die Bergung eines riesigen Meteoriten und die Versorgung einer nahegelegenen privaten Forschungsstation.

Doch schon auf dem Weg durch das Südpolarmeer hat Nigel White ein ungutes Gefühl im Magen. Er ist nicht nur seekrank, sondern wird das Gefühl nicht los, das weit mehr hinter der ganzen Sache steckt, als ihm lieb ist.

Und tatsächlich, kaum im ewigen Eis angekommen, finden sie die Forschungsstation verlassen vor und auch sonst ist nichts, wie es sein soll, vor allem nicht um näheren Umkreis des Meteoriten. Und dann ist es auch schon zu spät, denn das Grauen zeigt sein abgrundtief hässliches Gesicht.

Die Antarktis ist nicht zuletzt seit H. P. Lovecrafts „Berge des Wahnsinns“ der Hort düsterer Geheimnisse und dunkler Mächte. Immer wieder kommen Autoren darauf zurück, die weiße, lebensfeindliche Wüste noch ungemütlicher zu machen, indem sie Außerirdische dort abstürzen lassen oder aber verborgene Kreaturen aus der Urzeit wieder hervorzaubern.

Bevor die Helden aber dahinter kommen, was los ist, haben sie mit den üblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, seinen es nun zwielichtige Auftraggeber oder Handlanger anderer Gruppen, die sich in die Expedition eingeschlichen haben, um sie zu sabotieren oder die Staatsmächte. Und nicht zuletzt macht dem oder den Helden auch die Natur Schwierigkeiten, die Tücken der Antarktis – von unsicherem Boden bis hin zu den Minusgraden beschäftigen den Überlebensinstinkt so gut, dass sie natürlich offenen Auges in die Falle laufen.

Natürlich findet auch diese Gruppe von Forschern und Glücksrittern zunächst nur vage Spuren, die auf das unheimliche Grauen hindeuten – dann verschwinden die ersten Leute … bis es zu spät ist. Es sind wie immer gerade einmal ein paar Leute neben dem Helden die davon kommen dürfen, so lange sind auch sie die Beute, wenn die Kreaturen sich nicht länger verstecken müssen und ihre blutige Jagd nach Menschenleben offen betreiben. Wer sie eigentlich sind und was das ganze soll, wird natürlich nicht verraten.

All diese Klischees und Wendungen werden flüssig und routiniert erzählt, so dass die Handlung niemals langweilig wird oder Ungereimtheiten besitzt. Auch das Ende ist in sich schlüssig, obwohl es nicht ganz unerwartet abläuft. Durch die Ich-Erzählung schafft der Autor eine angenehme Nähe zum Helden, der zwar nach außen abgebrüht und zynisch ist, aber das leider nicht so ganz ist. Das macht ihn trotz allen Zynismus sympathisch.

Mein Fazit:
Alles in allem ist „Arcadia“ ein routiniert erzählter Horror-Roman, der dem Thema des „Schreckens in der Antarktis“ zwar keine neuen Facetten hinzufügt, aber sich durchaus als entspannende Lektüre für zwischendurch eignet. Nur sollte man kaum Überraschungen oder ausgefeilte Gegner und Nebenfiguren erwarten, dafür ist das Buch zu sehr den gängigen Klischees verhaftet.

Meine Wertung:
2,5 von 5 Schrecken

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