[Rezension] Mission Hoffnung

Autor: Anja Bagus
Verlag: O’Connel Press
Format: Softcover
Seitenzahl: 147
Erschienen: 2. April 2015
ISBN: 978-3-945227-19-0
Preis: 8,90 Euro

von: Quack-O-Naut

Ok, Frau Æther wagt sich an Science Fiction heran. Also dann mal den Buchdeckel beiseite und los geht’s.

Klappentext
Kriege, Umweltverschmutzung, Raubbau der Ressource. Die Erde stirbt. Und mit ihr die Menschheit. Oder nicht?

Maria und Bruno, zwei irdische Astronauten, entdecken auf einer fernen Welt Artefakte einer anderen Zivilisation. Während sie die Überreste untersuchen, verlieben sie sich ineinander und das Kind, das Maria bald darauf unter dem Herzen trägt, wird zur letzten Hoffnung für die sterbende Menschheit.

Doch dann geschieht das Unglaubliche: Außerirdische erscheinen über der Erde und sind bereit, für das Überleben des Kindes in Marias Bauch, fünfhundert auserwählte Menschen einen Neuanfang auf einer unverbrauchten Welt zu ermöglichen.

Doch wer sollen diese Fünfhundert sein? Wer will sie guten Gewisses auswählen? Welche Pläne verfolgen die Außerirdischen wirklich? Und darf man den Rest der Menschheit einfach seinem Schicksal überlassen?

Für Maria und Bruno beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Antworten auf all diese Fragen zu finden…

Zum Inhalt:
Maria und Bruno zwei Astronauten die im Auftrag der Weltregierung auf fremde Planeten geschickt werden um dort nach Leben zu suchen, machen auf ihrer letzten Mission eine unglaubliche Entdeckung. Sie finden eine Kuppel welche eine antike Stadt, wie man sie von den Ureinwohnern des Amazonas her kennt, vor der giftigen Atmosphäre des Planeten schützt. In einem Moment der Freude über diese Entdeckung macht Maria den entscheidenden Schritt, welchen sie schon seit langem geplant und vorbereitet hat. Sie verführt Bruno. Ihr Plan ist es von ihm ein Kind zu bekommen.

Am nächsten Tag müssen die beiden zurück zur Erde. Als sie mit dem Schiff den Planeten verlassen entdecken sie mehrere Objekte die von der Oberfläche abheben und sich als Raumschiffe entpuppen. Diese folgen Maria und Bruno den kompletten Rückweg. Ein Außerirdischer namens Eirik nimmt Verbindung mit der Erde auf und verlangt mit den beiden Astronauten zu sprechen, die auf „seinem“ Planeten gelandet sind.

Einige Zeit später, als Eirik, der mit Maria durch die Welt reist um die Menschen kennen zu lernen, von einem Fanatiker getötet wird, kommen zwei weitere Außerirdische auf die Erde und erklären das die Menschheit in zwei Wochen vom Antlitz der Erde getilgt und das „Experiment“ neu gestartet wird. Nur 500 Menschen unter ihnen Maria und Bruno, sollen die Möglichkeit erhalten auf einen anderen Planeten den Fortbestand der menschlichen Rasse zu gewährleisten. Maria und Bruno sollen entscheiden wer zu den restlichen 498 Menschen gehören soll. Eine Entscheidung die nicht leicht zu fällen ist und ein breites Spektrum an Konsequenzen nach sich zieht.

Mein Fazit:
Auf gerade mal 147 Seiten erzählt uns Anja Bagus eine fantastische Science-Fiction Geschichte, welche sich die Schwächen der Menschen zu eigen macht und dabei eine gehörige Portion an Gesellschaftskritik mit sich bringt. Egal ob es um die völlig verdrehten Idealvorstellungen von Mann und Frau, dem Leistungsdruck auf unsere Kinder oder dem verantwortungslosen Umgang mit unserem Planeten geht, hier bekommen diese Themen ihr Fett weg.

Anja Bagus konfrontiert uns mit einer Welt die uns vertraut und sehr oberflächlich gesehen vielleicht sogar erstrebenswert erscheint, doch auf den zweiten Blick alles andere als Wünschenswert ist. Die Menschheit hat trotz ihres Fortschritts und der sogenannten Zivilisation noch immer nicht verstanden wie es richtig geht und was Verantwortung bedeutet.

Unter all der selbst auferlegten Schichten aus Verhaltensregel, Gesetzen und Konventionen die wir zusammengefasst als Zivilisation bezeichnen, sind wir immer noch genau die gleichen selbstzerstörerischen Wesen, die wir immer gewesen sind. Das ganze wird uns in „Mission Hoffnung“ unterhaltsam verpackt, getreu der Devise: „Man muss nur lange genug warten, bis man enttäuscht wird und der Mensch versagt!“

Da stellt sich die Frage was die Menschen tun würden, wenn sie wüssten wie die Konsequenzen ihres Handels aussehen. Und was würde man tun, wenn man die Entscheidung zu treffen hat, wer von den Milliarden auf der Erde lebenden Menschen gerettet werden soll und wer sterben soll, wenn es morgen zu Ende geht. Und genau hier setzt dieses Buch an. Wenn man aus sieben Milliarden Menschen fünfhundert aussuchen soll, die überleben und den Rest dem Tod überantworten soll, wie soll man diese Entscheidung treffen. Die Protagonisten dieses Buches werden mit genau diesen Frage konfrontiert und müssen sich dabei der harten Realität stellen, das persönliche Empfindungen immer eine Rolle spielen werden. Anja Bagus schafft es sehr schön das Dilemma in dem sich die Protagonisten befinden mit deren individuellen Charakteren in Einklang zu bringen und den Leser miteinzubeziehen. So fragt man sich regelmäßig selbst, wie man eine Entscheidung treffen würde.

Würde man rein rational vorgehen und dabei das wichtigste Element der Menschlichkeit, das Herz außen vorlassen, oder würde man dem Herzen nachgeben, aber dabei das Überleben der Menschen in Gefahr bringen. Nimmt man nur die Menschen mit, welche die besten Fähigkeiten haben um das Überleben der Menschheit zu sichern, egal ob man diese Menschen mag oder oder, oder lässt man das Herz die Entscheidung treffen.

Letztendlich treffen die Protagonisten im Buch die aus meiner Sicht einzig wahre und richtige Entscheidung und beweisen damit, was uns Menschen wirklich ausmacht oder ausmachen sollte.

Schlussendlich gesagt „Mission Hoffnung“ weiß zu unterhalten, einzig das Cover ist nicht so meins.

Meine Wertung:
4,5 von 5 Archen

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