[Rezension] Ritter Dunklen Rufs

Autor: David A. Gemmell
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 511
Erschienen: 2013 (1989)
ISBN: 978-3442269617
Preis: 9,99 Euro

von: Moritz

Standard-Fantasy. Laaaangweilig!

Klappentext:
Sie sind böse, feige und brutal – doch sie sind die letzte Hoffnung der Menschen

Einst waren die neun Ritter der Gabala strahlende Verfechter der Gerechtigkeit. Doch in ihrem Stolz sind sie dem Bösen verfallen und terrorisieren nun das Reich. Nur Manannan, der schwächste von ihnen, glaubt noch an ihre alten Werte. Ausgerechnet seine Feigheit hat ihn vor der Finsternis bewahrt. Um seinen alten Gefährten entgegenzutreten, will er eine neue Gabala gründen. Doch als zukünftige Ritter stehen ihm nur Diebe, Mörder und Ausgestoßene zur Verfügung. Manannan weiß, dass er keine Chance hat. Und dennoch muss er es versuchen!

Zum Inhalt:
Dem Roman liegt das klassische Fantasy-Trope vom bösen König und den guten Rebellen zugrunde. Erfreulicherweise wird dieses immer wieder gebrochen und so entfernen wir uns immer weiter von dieser eher öden Grundannahme. Gemmell zerbricht das Klischee in viele kleine Teile und setzt sie neu wieder zusammen. Das ist nicht innovativ, aber doch immer wieder überraschend, an einigen Stellen sogar von überraschender Tiefe.
Die Handlung ist wirklich schwer zusammenzufassen, da es nicht „den einen Protagonisten“ gibt, dem man im Verlauf des Romans folgt, sondern wir haben es mit etlichen Erzählsträngen zu tun, die im Laufe des Romans kunstvoll miteinander verflochten werden, um am Ende komplett zusammenzulaufen und geschmeidig aufgelöst zu werden.
Würde mich jemand zwingen, die Handlung kurz zusammenzufassen, würde ich vielleicht schreiben, dass im Herzen der Geschichte ein Herzogtum und ein großer Wald stehen. Dort lernen wir etliche Personen auf beiden Seiten des Gesetzes kennen und um Llam Gyffes und Grunzer bildet sich eine Rebellen-Zelle, die sich zwar scheinbar gegen den Herzog richtet – es stellt sich aber schnell heraus, dass der wahre Gegner der König ist, hinter dem irgendeine unheilvolle Macht zu stehen scheint.
Die Rebellen beleben einen alten Ritterorden neu und stellen sich so dem König und seinem Heer – aber vor allem seinen geheimnisvollen roten Rittern entgegen.

Das ist nur die Ultrakurzversion, denn in einer kurzen Rezension würde ich nur verwirren, wenn ich auch nur die Namen der wichtigsten Rebellen nennen und sie kurz beschreiben würde. Okay, okay, es gibt neben den beiden Gesetzlosen noch Manannan, einen Ritter des alten Ordens, Nuada, einen Barden, Ollathair, den Waffenmeister des Ordens, Elodan, einen Ritter des Königs, Arian, eine Bogenschützin, Sheera, eine Schwester auf Rachefeldzug, Gwydion, einen Heiler, Lamfhada, ein junger Mann, der eine enge Beziehung zur Magie hat…

Seht ihr, was ich meine? Ihr kapiert nur Bahnhof – und, um dem abzuhelfen, solltet ihr euch das Buch unbedingt irgendwo organisieren und selber drei bis vier nette Tage in Gesellschaft der merkwürdigen Ritterschaft verbringen…

Mein Fazit:
Überraschend! Die ersten 50 Seiten waren etwas dröge und schmerzten etwas beim Lesen, aber dann nahm die Geschichte Fahrt auf, ließ sowohl die Sieben Samurai als auch die Glorreichen Sieben immer mehr erblassen und tötete in bester George R. R. Martin-Manier (fast) ohne jegliche Vorwarnung sowohl Gut als auch Böse rechts und links des Weges. Respekt! Eine tolle Fantasy-Geschichte voller ausgefallener Ideen (und auch Klischees), voller echter Helden und überraschender Wendungen.

Meine Wertung:
4 von 5 rote Ritter

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2 Responses to [Rezension] Ritter Dunklen Rufs

  1. Ich bin verwirrt. Wie verträgt sich denn die Einleitung
    „Standard-Fantasy. Laaaangweilig!“
    mit
    „Mein Fazit: Eine tolle Fantasy-Geschichte voller ausgefallener Ideen (…) und überraschender Wendungen.
    Meine Wertung: 4 von 5 rote Ritter“?

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