[Rezension] Alania – Das Lied der Geister

as-HerrenDesWaldes2-Alania-DasLiedderGeisterAutorin: Caroline G. Brinkmann
Verlag: Papierverzierer Verlag
Reihe: Herrin des Waldes 2
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 376 Seiten
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3944544571
Preis: 14,95 Euro

von: kris

Vor nicht all zu langer Zeit haben die Tiranen den Wald überrannt, in dem die Elfen bisher friedlich und in Harmonie mit sich, der Magie und Natur lebten. Damals brannten nicht nur die Dörfer und verloren viele ihr Leben, einige entdeckten auch ihr Schicksal, so wie die junge Kobrin, die bisher immer anders war als ihre Rassegefährten. Nun hat sie aber nur noch ein Ziel, ihre jungen Verwandten zu finden, die Zwillinge Lani und Luni, die ihr anvertraut wurden.

Klappentext:
Nach dem Angriff der Tiranen kann sich Alania nicht mehr daran erinnern, einmal einen Bruder gehabt zu haben. Sie macht sich mit dem eingebildeten Fergulas von Fichtenstein auf die Suche nach dem Spiegel der Wahrheit, um Antworten zu finden. Zur gleichen Zeit suchen auch die Nox nach dem Spiegel, um ihn im Krieg gegen das Waldreich einzusetzen. Während Alania weiter den Geheimnissen ihrer Vergangenheit auf der Spur ist, wird sie in den großen Konflikt hineingezogen, aus dem sie nur das Lied der Geister erlösen kann. Nachfolgeroman von »Kobrin – Die schwarzen Türme« und Teil 2 der Saga »Herren des Waldes« von Caroline G. Brinkmann

Zum Inhalt:
Einige Zeit ist seit dem Vorfall vergangen. Alania hat den Angriff der Tiranen überlebt, dabei aber seelisch Schaden genommen, denn sie kann sich einfach nicht mehr daran erinnern, dass sie einmal einen Zwillingsbruder hatte. Das ist ein Phänomen, dem auch die hilflos gegenüberstehen, die die junge Elfe bei sich aufgenommen haben.
Kein Versuch, ihr zu helfen hat bisher gefruchtet, nicht einmal die Erzählungen haben Erinnerungen in dem Mädchen geweckt, dass dadurch immer unsicherer und verwirrter wird.
Schließlich aber entscheidet sie sich doch dazu, etwas zu unternehmen und macht sich mit Fergulas von Fichtenstein, einem sehr von sich und seinen Fähigkeiten überzeugten, ebenfalls noch recht jungen Elfen auf den Weg, um den sogenannten „Spiegel der Wahrheit“ zu finden.
Aber sie sind nicht die einzigen, die Interesse an dem Artefakt haben. Denn die Nox wollen es in ihre Hand bekommen, um damit das Waldreich zu schwächen und endlich zu Fall zu bringen. Dafür scheuen sie keine Opfer.
Ehe sie sich versieht, wird Alania in einen Konflikt mit hineingezogen, der sie und ihren Begleiter in große Gefahr bringt. Nur „Das Lied der Geister“ kann sie jetzt noch retten … aber das ist ebenso wenig greifbar wie der „Spiegel der Wahrheit“ – oder?

Wie schon im ersten Band „Kobrin“ arbeitet die Autorin Caroline G. Brinkmann auch im zweiten Band „Alania“ mit lebendigen und fein ausgestatteten Bildern. Sie nimmt sich sehr viel Zeit, die Umgebung und den Alltag der Figuren zu beschreiben, sie in Gesprächen miteinander interagieren zu lassen und damit eine Bindung zum Leser zu schaffen.
Die Figuren, die bisher nur Nebencharaktere waren, rücken in den Mittelpunkt der Geschichte. Fergulas, den man bisher nur als eingebildeten Protz kannte, der Kobrin aufzog und verspottete, muss nun selbst erleben, dass seine Magie nicht jedes Problem löst und dieser manchmal sehr enge Grenzen aufgezeigt werden.
Alania ist eher unsicher und bleibt über lange Strecken des Buches passiv, erst zum Ende hin begreift sie, dass sie selbst etwas tun muss, um ihr Leben zu verändern. Immerhin macht sie so eine gewisse Entwicklung durch. Das kann man von den Figuren der Nebenhandlung leider nicht sagen, diese bleiben durchweg blass und gesichtslos, rühren einen trotz dramatischer Umstände nicht besonders an.
Dadurch, dass die Autorin so viel Wert auf Beschreibungen und Dialoge legt, kommt die Handlung nur sehr langsam voran. Immer wieder schweift sie auf dem Weg zum Ziel ab. Letztendlich plätschert die Geschichte nur so von einer Begegnung zur anderen vor sich hin und lässt nicht wirklich viel Spannung aufkommen, auch wenn die Figuren nicht geschont werden.

Mein Fazit:
„Alania – Das Lied der Geister“ dürfte vor allem auch die Leser ansprechen, die schon den ersten Band von „Herren der Wälder“ mochten. Es gehört aber auch hier einiges an Geduld und Interesse dazu, die vielen Begegnungen und Gespräche zu mögen, ebenso wie die ausführliche Beschreibung des Hintergrunds und vieler Alltäglichkeiten. Wer Spannung und Action erwartet, ist hier eher fehl am Platz, ebenso wie die Fans komplexer und verzwickter Handlungsbögen.

Meine Wertung:
2,5 von 5 Wälder

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