[Rezension] Leviathan Rising

Autor: Jonathan Green
Verlag: Luzifer Verlag
Reihe: Pax Britannia, Band 2
Format: broschiert
Seitenzahl: 428
Erschienen: 2014
ISBN: 9-783835-030-4
Preis: 13,95 €

von: Moritz

Neues von Ulysses Quicksilver. Da bin ich dabei!

Klappentext:
In 80 Tagen um die Welt – mit Stil!
Dieses vollmundige Versprechen der Carcharodon Shipping Company soll mit der Jungfernfahrt des beeindruckenden Unterwasserkreuzfahrtschiffs Neptune auf die Probe gestellt werden.
Doch bereits wenige Tage nach dem Besuch der Unterwasserstadt Pacifica kommt es zur Katastrophe. Die Neptune wird Opfer einer Sabotage, welche das Schiff in die bodenlose Tiefe des Meeres sinken lässt. Gefangen auf dem Meeresgrund, haben die Probleme für die Überlebenden gerade erst begonnen. Denn hier unten lauert ein jahrzehntelanges Geheimnis auf sie.
Leviathan ist erwacht und erhebt sich hungrig aus der Tiefe.

Zum Inhalt:
Ulysses und einige bekannte Gesichter von Magna Britannia befinden sich also auf dem im Klappentext geschilderten Unterwasserkreuzfahrtschiff. Dieses wird sabotiert, sinkt und wird von einem riesigen Kraken angegriffen. Aber das ist nur ein Teil der Gefahr, in der die Überlebenden schweben, denn einer von ihnen scheint ein Mörder zu sein, der es auf sie abgesehen zu haben scheint. Sie entkommen der Neptune und retten sich in eine Unterwasserstation, wo sie einem 25 Jahre alten Geheimnis auf die Spur kommen. Nun dreht der Mörder der Gruppe so richtig auf und dezimiert die Anzahl der bisher noch Überlebenden empfindlich. Dieses Unterwassersetting gemischt mit der Bedrohung von außen und der „10 kleine Negerlein“-Bedrohung von innen funktioniert super! Das macht echt Spaß. Wenn jetzt noch die Figuren etwas spannender gezeichnet wären, würde ich mich locker wieder im Vier-Punkte-Bereich einfinden.
Auch habe ich als alter Krimi-Profi den Bösewicht nur allzu schnell enttarnt, das wäre noch etwas subtiler gegangen, um die Geschichte noch etwas spannender zu erhalten.
Den Abschluss bildet ein fieser kleiner Cliffhanger – eine Wendung, die, so hoffe ich doch sehr, nicht nur ein kurzfristiger Schockeffekt war, sondern in weiteren Bänden der Serie wieder aufgegriffen werden wird…

Neben der Hauptgeschichte gibt es noch eine kurze Bonus-Erzählung „Vanishing Point – Fluchtpunkt“. Hier ist Ulysses zu einer Seance bei einer Verflossenen eingeladen, die dazu führt, dass die Anwesenden eine Maschine im Keller überprüfen, die der Vater von Ulysses Ex-Freundin kurz vor seinem vermeintlichen Tod konstruiert hat. Halbwegs interessant sind noch die politischen Irrungen und Wirrungen, aber ansonsten bleibt die Geschichte eher blass – auch das Schicksal des Vaters hat mich sowas von kalt gelassen.

Mein Fazit:
Puh! Die Figuren bleiben total blass, die steampunkige Hintergrundwelt wird völlig aus den Augen verloren – bloß gut, dass die Handlung klasse ist und mitreißt. Die kurze zweite Geschichte des Bandes hätte ich persönlich nicht gebraucht, die reißt die Wertung nochmal um 0,5 Punkte in die lichtlose Tiefe des Marianengrabens.

Meine Wertung:
3 von 5 Oktopusse

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