[Rezension] Unnatural History

Autor: Jonathan Green
Verlag: Luzifer Verlag
Reihe: Pax Britannia, Band 1
Format: broschiert
Seitenzahl: 370
Erschienen: 2013
ISBN: 9-783943-408195
Preis: 13,95€

von: Moritz

Eine steampunkige Welt des Jahrs 1997? Immer her damit!

Klappentext:
Zwei Monate vor den Feierlichkeiten zum 160. Thronjubiläum von Königin Victoria wachsen Unsicherheit und Unzufriedenheit in Magna Britannia.
Eine revolutionäre Sekte namens Darwinian Dawn verbreitet Angst und Schrecken in Londons Straßen. Mysteriöse Schattenwesen streben nach Einfluss und Macht.
Nichts ist wie es scheint, während die Uhr des Big Bens das Jahr 2000 ankündigt… und damit das Ende der Welt.

Zum Inhalt:
Poah. Schon der Klappentext liest sich total cheesy. Da gibt sich aber ein Autor die volle Pulp-Kante. Fehlen bloß noch Dinosaurier…

… okay. Die gibt es dann im Verlauf des Buchs auch noch. Hat dieser Johnathan Green ein Glück, dass ich auf so etwas stehe, denn ansonsten hätten sein Dandy-Protagonist Ulysses Quicksilver, die von einer steampunkigen Maschine angetriebene Queen Victoria und die Dinosaurier im Londoner Zoo keine Chance die 1 Punkt Grenze von unten kommend zu überspringen.

Nun, der steampunk-Hintergrund kommt nur selten zum Tragen – etwa bei der Lebenserhaltungsmaschine der Queen oder bei den Transportmitteln, die beim Anschlag im Zoo eine größere Rolle spielen, aber das stört mich wenig, denn Mr. Green hat etliche schön-spinnerte Ideen wie ein Mittel das ein Wesen (beispielsweise einen Mensch) auf genetischer Basis langsam evolutionär zurückentwickelt, bis es irgendwann wieder zu einer Art Ursuppe wird.

Den Helden – Ulysses Quicksilver, also Odysseus Quecksilber, empfand ich zu Beginn als etwas quartermainig, später wurde er aber eher jamesbondesk, in besseren Momenten erinnerte er sehr an Indiana Jones. Sind ja alles nicht die schlechtesten Referenzen und ich könnte mir einen schlechter zusammengeklaute Protagonisten vorstellen. So richtig an Konturen gewinnt er zwar nie, aber man mag ihn schlussendlich doch und er trägt – soviel kann ich schon sagen – auf jeden Fall einen Roman im Alleingang. Dazu noch ein interessanter Kriminalfall in Museums-Umgebung, einen fiesen Bösewicht, der eine staatsfeindliche Sekte anführt, einen Bösen im Hintergrund und viele, viele Kämpfe und scharfe Bräute und fertig ist der Pulp-Cocktail! Wohl bekomm’s!

Mein Fazit:
Keine große Literatur, aber es liest sich verdammt flott runter. Was will man im Pulp-Genre mehr? Ich finde den Helden ganz cool und war von den teilweise ziemlich abgefahrenen Ideen jederzeit gut unterhalten. Also alles super! In der Badewanne oder krank auf dem Sofa definitiv eine hervorragende Wahl.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Steampunk-Queens

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